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Kitzbüheler Anzeiger
Lesung Martin Mader
Martin Mader und Literaturexperte Joachim Leitner auf der Bühne in der Alten Gerberei in St. Johann.

Wie ein Puzzle, das nicht mehr loslässt

Der Literaturverein Lesewelt St. Johann in Tirol begrüßte mit Martin Mader eine der spannendsten jungen Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur in der Alten Gerberei. „Sein Roman ist wie ein Puzzle: Anfangs vielleicht überwältigend, doch schon bald gerät man in einen Sog, der einen nicht mehr loslässt“, veranschaulichte Ingrid Schwaiger vom Literaturverein. Kenntnisreich führte Joachim Leitner, Literaturexperte und Kulturredakteur der Tiroler Tageszeitung, durch den Abend und eröffnete dem Publikum spannende Einblicke in das literarische Schaffen.

Seite für Seite lässt Autor Martin Mader eine vielschichtig verwobene Welt entstehen. Drei Protagonisten blicken auf drei Zeitebenen auf die Silvesternacht 1999/2000 zurück. Dabei spielt Mader raffiniert mit seinen Figuren und entfaltet eine Geschichte, die sich nach und nach verdichtet. Gleichzeitig greift er gesellschaftspolitische Hintergründe und Zeitgeschichte sensibel auf. „Martin Mader schreibt mit einer tastenden Sprache. Mit melodischen Sätzen erschafft er ganze Räume“, beschreibt Joachim Leitner.

Einblicke ins literarische Handwerk
Eindrucksvoll schilderte der gebürtige Innsbrucker Autor, wie er seine Figuren entwickelt und seinen Schreibprozess gestaltet. „Mein Wunsch war es, eine Geschichte zu erzählen, die Menschen nachhaltig prägt, verletzt und ihr Leben beeinflussen kann“, so Martin Mader – und genau das ist ihm gelungen.

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