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Kitzbüheler Anzeiger
Kraftalm Itter Wärmepumpe
Die Wärmepumpen sind gut versteckt.

Wärmepumpen auf 1.400 Metern

Die Kraftalm in Itter liegt auf rund 1.400 Metern Seehöhe. Der Betrieb ist im Winter nur per Seilbahn erreichbar und versorgt täglich zahlreiche Tagesgäste sowie Hotelgäste mit Wärme und Warmwasser. Bei der Erneuerung der Anlage entschied sich die Eigentümerfamilie Hölzl für ein Heizsystem auf Basis von Luftwärmepumpen.

Mit dem Umbau wurde aus der früheren Skihütte ein Hotelbetrieb mit rund 60 bis 80 Übernachtungsgästen. Zusätzlich kehren täglich bis zu 600 Tagesgäste ein. Damit schwankt der Bedarf an Wärme und Warmwasser im Laufe des Tages deutlich. Die installierte Technik wurde deshalb auf diese Anforderungen abgestimmt. Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erdreich und heben diese mithilfe eines Kompressors auf das erforderliche Temperaturniveau an. Ein großer Teil der erzeugten Wärme stammt dabei aus der Umgebung, während ein kleinerer Anteil elektrische Energie für den Betrieb benötigt. In Tirol werden Wärmepumpen bereits in vielen Gebäuden eingesetzt und gelten als wichtige Technologie für die Umstellung der Wärmeversorgung.

Auf der Kraftalm arbeitet ein kaskadierendes System mit mehreren Luftwärmepumpen. Je nach Bedarf werden einzelne Geräte zugeschaltet oder abgeschaltet. Für die Warmwasserbereitung kommt zusätzlich eine sogenannte Booster-Wärmepumpe zum Einsatz, die höhere Temperaturen erzeugen kann. Die Außengeräte wurden so platziert, dass sie für Gäste weder sichtbar noch hörbar sind.Der Installationsbetrieb Pletzer realisierte die Anlage gemeinsam mit dem Tiroler Hersteller iDM. Projekte wie dieses zeigen, dass Wärmepumpen auch unter alpinen Bedingungen eingesetzt werden können, wie die Energieagentur Tirol resümiert.

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