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Kitzbüheler Anzeiger
Raoul Schrott und Wolfgang Muthspiel

Raoul Schrott und Wolfgang Muthspiel.

Literaturabend mit Raoul Schrott begeistert

Ob die goldenen 50er Jahre, die wilden 70er oder die viel diskutierten Generationen X, Y und Z – der Begriff „Zeitgeist“ begleitet uns ständig. Er steckt Menschen in Schubladen, prägt Meinungen, beeinflusst Lebensstile und bestimmt oft unbemerkt, wie Gesellschaften denken und handeln.

Genau diesem Phänomen widmet sich Raoul Schrott in seinem neuen Werk „Zeitgeist – Ein Plädoyer für die Menschlichkeit“, das halb Essay, halb Gedichtband ist.

Auf Einladung des Literaturvereins Lesewelt St. Johann in Tirol und der Musik Kultur St. Johann gab der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller eine eindrucksvolle Kostprobe daraus – ein Abend, der das Publikum mehr als begeisterte.

„Lebe mit dem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf.“

Raoul Schrott zitiert Friedrich Schiller

Mit klarem Blick und feiner Ironie zeichnet Raoul Schrott nach, wie sich der Zeitgeist in unsere Gedanken einschleicht, sich verbreitet und gesellschaftliche Entwicklungen lenkt. Die Gedichte luden zum Nachdenken, Reflektieren und auch zum Schmunzeln ein.

Musikalisch grandios begleitet vom Jazzgitarristen Wolfgang Muthspiel entstand ein intensives Wechselspiel aus Sprache und Klang, das die Texte noch eindringlicher wirken ließ. Raoul Schrotts „Plädoyer für Menschlichkeit“ ist dabei ein leidenschaftliches Bekenntnis zur Identität und Individualität des Menschen. Passend dazu zitierte Schrott Friedrich Schiller: „Lebe mit dem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf.“

Der außergewöhnliche Abend, der Literatur und Musik auf beeindruckende Weise miteinander verband und noch lange in Erinnerung bleiben wird, wurde mit viel Applaus belohnt.

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