
Sport
Tag 9: Was für ein Biathlon-Olympia Sonntag!
Ich bin mir nicht ganz sicher, wer an diesem historischen Tag mehr strahlte, die Sonne oder die vielen italienischen & südtiroler Biathlonfans, durften sie sich doch über das 1. italienische Biathlonolympiagold durch Lisa Vittozzi freuen!
Ein historischer Olympiatag und wird waren nicht nur dabei sondern mittendrin! Mittendrin zwischen unzähligen Fangruppen aus Norwegen, Schweden und Frankreich alle konnten sich an diesem Sonntag über Medaillen ihrer Athleten freuen, ein Stimmung zum Niederknien! Aber auch wir Österreicher dürfen am Rande ein wenig über olympisches Silber freuen - ja richtig gelesen, unsere Staffel aus dem Jahre 2014, erhielt aus einem zwar unrühmlichen Grund russischer Dopingsünder jetzt im Nachhinein die Silbermedaille und Christoph Sumann freute sich über die Bronzemedaille von Vancouver 2010 aus dem selben Grund. Da es hier im Rahmen der olympischen Wettkämpfe übergeben wird, lies somit doch ein bisschen Olympiaflair für die im Nachhinein Geehrten aufkommen!


Da dieser Olympiasonntag gleich zwei Wettbewerbe für uns bereit hielt, konnten wir uns die Zeit dazwischen im MegaFanZelt vertreiben und hier standen dann die Wikinger Schwedens und Norwegens wirklich Kopf und tanzten zu Gabalier und Co. ausgelassen! Die Skandinavier sind nicht nur auf den Loipen stark, sie haben auch die nötige Ausdauer beim Feiern. Apropos feiern, Silvia, ein Fanbeauftragte aus Innichen betreute eine Damenrunde aus dem norwegischen Bodo und da verriet sie mir, dass die Damen, alle 65+ kaum zu „biegen“ sind, am Abend wenn sie schon reif fürs Bett wäre, kommen sie erst so richtig in Fahrt und eine Runde Tequila nach der anderen wandert über den Tresen … .Skål.
Wir freuten uns wirklich sehr die Fanclubs von Lisa Hauser und Anna Andexer zu treffen, soviel Unterstützung für „unsere“ Athletinnen, obwohl ja Medaillen schier unerreichbar schienen, hat sich richtig gut angefühlt! In guten wie in schlechten Zeiten oder wie heißt es so schön ….


Ja, rund 19.000 Fans feierten ein tolles Sportfest in der kleinen Südtiroler Gemeinde und alle mussten hinein und wieder hinauskommen in das enge idyllische Tal. Dass da trotz durchdachten Verkehrskonzept Stau vorprogrammiert war, liegt auf der Hand, Außer man ist früh dran bei der Anreise und ebenso wieder früh dran bei der Ausreise. So wie wir, Lisa Vittozzis Sieg verfolgten wir von der Videowall beim Hinausgehen um einen der 1. Busse talaufwärts zu erreichen. Die Idee hatten viele andere auch, aber schlussendlich erreichten wir einen der 1. Busse und kamen ganz entspannt zu unserem Quartier in Osttirol.
Mein Fazit: Ein herrliches Sportfest, das fast alle Wünsche erfüllt hat, das Einzige das ich etwas vermisst habe, war der Olympiaflair, die Veranstaltung hat sich kaum von Weltcup oder Weltmeisterschaft unterschieden. Für mich als Zuschauer macht das wohl wenig Unterschied, schade ist es für für die Athleten, die hier im Tal recht isoliert sind und den Olympiaspirit und das Get-Together mit anderen Athleten aus anderen Sportarten wohl etwas vermissen.