
St. Johann verspielt Führung und verliert gegen Lauterach
Ein vielversprechender Beginn, mehrere vergebene Großchancen und am Ende eine bittere Heimniederlage: Der SK St. Johann musste sich am Sonntag dem FC Lauterach mit 1:3 geschlagen geben. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Norbert Frey früh die Führung übernommen und über weite Strecken gute Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. Doch während die Hausherren ihre Chancen ungenutzt ließen, präsentierten sich die Gäste aus Vorarlberg vor dem Tor deutlich konsequenter.
Frühe Führung macht Hoffnung
Die St. Johanner wussten bereits vor dem Anpfiff, dass mit Lauterach ein unangenehmer Gegner wartete. Vor allem die schnellen und torgefährlichen Angreifer der Gäste galt es unter Kontrolle zu halten. Dennoch erwischten die Hausherren einen gelungenen Start. In den ersten 15 Minuten setzte St. Johann die Vorarlberger unter Druck und belohnte sich schließlich mit dem frühen Führungstreffer. Nach einem erfolgreichen Kopfball stand es 1:0 für die Mannschaft von Norbert Frey.
Anstatt den Schwung aus der Anfangsphase mitzunehmen, zogen sich die St. Johanner danach allerdings zunehmend zurück. Die Hausherren standen defensiv tief und überließen den Gästen mehr Spielanteile. Immerhin gelang es, Lauterach weitgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. „Wir wussten, dass Lauterach eine flinke, gute Mannschaft mit torgefährlichen Stürmern ist. Wir haben uns das Leben aber selbst schwer gemacht“, erklärte Frey nach der Partie. Mit der Defensivarbeit im ersten Durchgang war der Trainer grundsätzlich zufrieden, offensiv hätte er sich jedoch mehr Entschlossenheit gewünscht. Mit der knappen 1:0-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel boten sich den St. Johannern gleich mehrere Möglichkeiten, die Partie frühzeitig in die gewünschte Richtung zu lenken. Zweimal kamen die Hausherren zu hundertprozentigen Torchancen, doch der erlösende zweite Treffer wollte nicht fallen. „In der zweiten Halbzeit hatten wir zwei hundertprozentige Möglichkeiten, die wir einfach machen müssen. Das haben wir nicht getan und wurden dafür bestraft“, ärgerte sich Frey. In der 64. Minute schlugen die Gäste zu und erzielten den 1:1-Ausgleich. Damit war die Partie wieder völlig offen.
Doch auch nach dem Gegentreffer hatte St. Johann noch die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. Wieder fehlte vor dem gegnerischen Tor die nötige Konsequenz. Lauterach machte es auf der Gegenseite besser. In der 80. Minute drehten die Vorarlberger die Partie mit dem Treffer zum 2:1. St. Johann musste nun alles nach vorne werfen, um zumindest noch einen Punkt zu retten. Doch statt des erhofften Ausgleichs folgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit der nächste Rückschlag. Lauterach erhöhte auf 3:1 und besiegelte damit die Heimniederlage der St. Johanner.
Frey enttäuscht über verpasste Möglichkeiten
Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung bei den Hausherren entsprechend groß. Schließlich hatte St. Johann genügend Gelegenheiten gehabt, um die Partie für sich zu entscheiden. „Natürlich ist man enttäuscht. Jeder hat sich das anders vorgestellt“, erklärte Frey. Besonders bitter sei gewesen, dass seine Mannschaft selbst nach dem Ausgleich noch einmal die Chance auf die Führung gehabt habe. „Wir haben sie erneut nicht genutzt. Dann ist der Gegner gekommen und hat seine Möglichkeiten verwertet.“

Schwierige Aufgabe in Schwaz wartet
Viel Zeit, die Niederlage zu verdauen, bleibt St. Johann allerdings nicht. Bereits am kommenden Freitag wartet mit dem Auswärtsspiel in Schwaz die nächste große Herausforderung. Dort trifft die Mannschaft auf einen der Topfavoriten der Liga. Frey richtet den Blick deshalb bereits nach vorne: „Jetzt heißt es erst einmal Wunden lecken und trainieren. Danach schauen wir auf das Spiel in Schwaz.“
Für St. Johann gilt es vor allem, an der Chancenverwertung zu arbeiten. Denn gegen Lauterach zeigte sich einmal mehr, wie schnell sich ausgelassene Möglichkeiten rächen können besonders dann, wenn der Gegner vor dem Tor deutlich effizienter agiert.