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Kitzbüheler Anzeiger
Generali Open Ladies 2026

Sinja Kraus ist die erste Siegerin des Generali Open Ladies Kitzbühel.

Sinja Kraus triumphiert beim Generali Open Ladies

Ein Sieg, wie ihn selbst das beste Drehbuch kaum schöner hätte schreiben können: Lange hatten die Kitzbüheler Turnier-Verantwortlichen rund um Markus Bodner und Herbert Günther davon geträumt, internationales Damentennis nach Kitzbühel zurückzuholen. Nun endete das Comeback nach über 30 Jahren mit einem rein österreichischen Finale und einem rot-weiß-roten Premierensieg. Mit ihrem Erfolg ist Sinja Kraus die erste österreichische Siegerin auf Kitzbüheler Sand seit Petra Ritter im Jahr 1988. Nach ihrem Triumph in Cali 2025 feiert sie ihren zweiten Titel auf WTA-125-Ebene. Zudem stößt sie erstmals in ihrer Karriere in die Top 80 der WTA-Weltrangliste vor.

Vor einer großartigen Kulisse auf dem Center Court erwischte Kraus zunächst einen nervösen Start. Sie gab gleich ihr erstes Aufschlagspiel ab und geriet mit 0:2 in Rückstand. Grabher konnte den Vorteil jedoch nicht lange nutzen: Kraus gelang das Rebreak zum 2:2, danach übernahm sie zunehmend das Kommando und zog auf 5:2 davon.

Dann machte der Regen den beiden Finalistinnen einen Strich durch die Rechnung. Eine mehr als 90-minütige Unterbrechung wurde zur Geduldsprobe. Nach der Rückkehr auf den Platz ließ sich Kraus den ersten Satz jedoch nicht mehr nehmen und entschied ihn mit 6:3 für sich. Auch im zweiten Durchgang gelang der Wienerin ein frühes Break. Kraus spielte nun immer selbstbewusster, diktierte die Ballwechsel und ließ ihrer Freundin und Doppelpartnerin kaum noch Möglichkeiten. Mit 6:1 machte sie schließlich den Turniersieg perfekt.

„Ich bin superhappy mit dem Sieg heute. Wir können beide nach einer tollen Woche sehr zufrieden sein“, freute sich Kraus nach ihrem Triumph. „Es war eine Wahnsinnsstimmung. Ich kann es noch gar nicht glauben.“

„Wir können beide sehr stolz sein“
Grabher erwies sich nach dem Endspiel als faire Verliererin: „Es hat richtig Spaß gemacht, hier zu spielen. Leider habe ich heute nicht mein bestes Tennis gezeigt, was mich natürlich ein bisschen traurig macht. Sinja hat aber sehr, sehr stark gespielt – herzliche Gratulation.“

Kraus richtete ebenfalls persönliche Worte an ihre Finalgegnerin: „Julia, ich spiele viel lieber gemeinsam mit dir auf einer Seite im Doppel. Aber wir können beide sehr stolz auf diese Woche sein.“

Positives Resümee der Turnierdirektorin
Auch Turnierdirektorin Carmen Huber zieht ein positives Resümee: „Mit dem WTA-125-Turnier sind wir sehr zufrieden. Wir haben von den Spielerinnen unglaublich viele positive Rückmeldungen erhalten. Die enge Verbindung mit dem ATP-250-Turnier ist für das Damenturnier ein großer Vorteil, da es von den bestehenden Strukturen, der vorhandenen Infrastruktur und der langjährigen Erfahrung in Kitzbühel profitiert. Gleichzeitig profitiert auch das Herrenturnier: Wenn die ersten ATP-Spieler in Kitzbühel eintreffen, sind zentrale Bereiche bereits vollständig eingerichtet und eingespielt – vom Turnieraufbau über die Players Lounge bis hin zur medizinischen Betreuung. Das ist organisatorisch ein großer Vorteil und zeigt, wie sinnvoll die beiden Turniere ineinandergreifen. Unser Ziel ist es, die Damen langfristig in Kitzbühel zu halten und das Turnier Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Mein großer Dank gilt all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Viele von ihnen hängen extra eine Woche dran und sind immer da, wenn man sie braucht. Dieses Turnier wäre ohne sie nicht vorstellbar", erklärt die 32-jährige Kitzbühelerin, die selbst eine erfolgreiche Premiere als Turnierdirektorin feierte.

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