
Vor einem Jahr beschloss Vito Steinacher ins Gym zu gehen. Seither hat er 14 Kilogramm abgenommen und ist stolz auf seine Leistung.
Jugendliche entdecken das Gym
Fitnessstudios erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – vor allem bei Jugendlichen. Für viele gehört das „Pumpen“ mittlerweile zum Alltag. Vielen geht es vor allem darum, stärker zu werden und aktiv an sich zu arbeiten – wie bei Vito Steinacher.
Der 18-jährige Fieberbrunner absolviert derzeit ein Praktikum beim Kitzbüheler Anzeiger. Grund genug, mit ihm über das Thema zu sprechen und seine eigenen Erfahrungen zu Training und Ernährung kennen zu lernen.
Vito, wann und warum hast du mit dem Training im Gym angefangen?
Ich habe vor ungefähr einem Jahr mit dem Training begonnen. Inzwischen ist das Gym fixer Bestandteil meines Lebens und steht fünf bis sechs Mal in der Woche auf dem Programm.
Angefangen habe ich, weil ich mit meinem Körper nicht so zufrieden war und ein paar Kilos abnehmen wollte. Natürlich hatte Social Media einen gewissen Einfluss.
Glaubst du, dass Social Media für viele Jugendliche der Grund ist, ins Gym zu gehen?
Ja, auf jeden Fall ist es für viele ein Grund, damit zu beginnen. Ich gehe mittlerweile mit fast all meinen Freunden ins Gym. Für uns ist es nicht nur Sport, sondern auch ein sozialer Treffpunkt.
Viele werden dadurch motiviert und erzählen auch ihren Freunden davon, die dann ebenfalls mit dem Gym beginnen. Bei mir war es ähnlich, dadurch hat sich die Begeisterung fürs Training auch in meinem Freundeskreis verbreitet.
Welche Tipps würdest du Anfängern beim Krafttraining geben?
Man sollte unbedingt bis zum Muskelversagen trainieren, um einen entsprechenden Reiz zu setzen, damit der Körper merkt, dass er Muskeln aufbauen soll. Gleichzeitig darf man die Regeneration nicht vernachlässigen.
Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand reicht es aus, jede Muskelgruppe zweimal pro Woche zu trainieren. Zudem sollte man die Anzahl der Sätze so wählen, dass sich die Muskeln bis zum nächsten Training erholen können.
Ich persönlich bin ein Fan von zwei Sätzen und trainiere bis zum Muskelversagen. Das hängt aber auch stark von der Genetik und Regeneration ab. Denn jeder Körper kommt mit unterschiedlich vielen Sätzen zurecht. Deshalb spielt auch der Trainingsplan eine wichtige Rolle.
Außerdem würde ich bei den Übungen mit unterschiedlichen Wiederholungsbereichen arbeiten.
Bei Compound-Übungen wie Brustpresse oder Latzug würde ich beispielsweise etwa 4 bis 8 Wiederholungen empfehlen, bei Isolationsübungen wie Bizepcurls etwa 5 bis 10 Wiederholungen.
Wichtig ist, das Gewicht so zu wählen, dass man innerhalb dieses Wiederholungsbereichs bis zum Muskelversagen kommt.
Wie erkennt man am besten, dass man Fortschritte macht?
Indem man sich bei den Übungen steigert. Das kann zum Beispiel bedeuten, eine Wiederholung mehr zu schaffen oder das Gewicht zu erhöhen.
Spielt Ernährung auch eine wichtige Rolle für dich und welche Tipps kannst du Anfängern geben?
Ja, definitiv. Zuerst sollte man seinen Kalorienbedarf kennen. Je nachdem, ob man abnehmen, zunehmen oder gleichzeitig Fett verlieren und Muskeln aufbauen möchte, fällt dieser unterschiedlich aus. Danach kann man seine Makronährstoffe festlegen.
Ich orientiere mich bei Protein an etwa 1,6 bis 2,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und versuche, diese Menge hauptsächlich aus hochwertigen Proteinquellen zu beziehen.
Beim Fett peile ich etwa 0,8 bis 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht an. Den Rest fülle ich mit Kohlenhydraten auf, da sie wichtige Energielieferanten für Körper und Muskeln sind. Rund um das Training sind Kohlenhydrate für mich besonders nützlich.
Außerdem sollte man ausreichend Obst und Gemüse konsumieren und auf gesunde Fettquellen wie Eier, Olivenöl, Nüsse, Lachs oder Avocado achten.
Instagram: vito_steinacher