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Kitzbüheler Anzeiger
Kitzbüheler Radmarathon

Rekord beim Kitzbüheler Radmarathon

Die Entwicklung des Kitzbüheler Radmarathons kennt weiterhin nur eine Richtung: bergauf. Nachdem der Bewerb im vergangenen Jahr mit 1.500 Teilnehmern erstmals ausverkauft war, wurde das Kontingent für die sechste Auflage auf 1.800 Startplätze erhöht. Doch auch diese waren rasch vergeben.
Die große Nachfrage sorgt beim Veranstalterteam rund um Franz Steinberger für viel Freude. „Wir haben natürlich gehofft, dass das Interesse wieder groß sein wird. Wie schnell die Startplätze tatsächlich vergeben waren, hat uns dann aber doch überwältigt“, so der Ok-Chef. „1.800 Teilnehmer sind ein starkes Zeichen dafür, welchen Stellenwert sich der Kitzbüheler Radmarathon inzwischen erarbeitet hat.“

Von 537 auf 1.800 Teilnehmer
Bei der Premiere im Jahr 2021 standen 537 Radsportbegeisterte aus zwölf Nationen am Start. Seither wuchs das Teilnehmerfeld beinahe jedes Jahr. 2024 wurde erstmals die Marke von 1.000 Startern überschritten, 2025 folgte mit rund 1.500 Teilnehmern aus 26 Nationen das erste ausverkaufte Rennen. Heuer steigt die Zahl auf 1.800.
„Diese Entwicklung macht uns unglaublich stolz“, betont Steinberger. „Hinter dem Radmarathon steckt sehr viel Arbeit, aber auch sehr viel Herzblut. Wenn wir sehen, wie viele Menschen unbedingt in Kitzbühel dabei sein wollen, ist das für das gesamte Team die schönste Bestätigung.“

Trotz des Wachstums soll die Qualität der Veranstaltung im Vordergrund bleiben. „Es geht nicht darum, jedes Jahr einfach nur mehr Teilnehmer auf die Strecke zu bringen“, erklärt Steinberger. „Unser Anspruch ist, den Sportlern ein großartiges und vor allem gut organisiertes Erlebnis zu bieten. Die Qualität und die Sicherheit müssen mitwachsen.“

Wer fordert Janine Meyer heraus?
Auch sportlich verspricht die sechste Auflage einiges. Bei den Frauen führt der Weg zum Sieg erneut über Janine Meyer. Die Deutsche gewann bereits die Premiere 2021 sowie die Austragungen 2024 und 2025. Beim Ötztaler Radmarathon am Wochenende unterbot sie ihren eigenen Streckenrekord heuer noch einmal. Am 6. September greift sie nach ihrem dritten Erfolg in Serie und dem insgesamt vierten Sieg beim Kitzbüheler Radmarathon.

Im Vorjahr erreichte Meyer das Ziel am Kitzbüheler Horn nach 6:43:18 Stunden. Gelingt ihr erneut ein ähnlich starkes Rennen, wird sie nur schwer zu schlagen sein. „Janine Meyer hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie gut ihr diese anspruchsvolle Strecke liegt“, sagt Steinberger. „Aber über 216 Kilometer kann viel passieren. Gerade der letzte Anstieg auf das Horn hat schon oft für Überraschungen gesorgt.“
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Die Sieger vom letzten Jahr: Janine Meyer und Jack Burke.

Offenes Rennen bei den Herren
Bei den Männern wird es heuer wohl einen neuen Sieger geben. Denn der Kanadier Jack Burke, der 2024 und 2025 triumphierte und im Vorjahr mit 6:13:45 Stunden eine neue Bestzeit aufstellte, ist bisher nicht gemeldet. Auch er zeigte zuletzt beim Ötztaler Radmarathon eine bestechende Form und verwies die starke Konkurrenz auf die Plätze.

Damit rücken mehrere bekannte Namen auf der Anmeldeliste in den Favoritenkreis. Der Tiroler René Pammer empfahl sich mit Siegen beim Wachau Radmarathon und beim Arlberg Giro. Simon Oppel kennt die Strecke ebenfalls bestens: Der Österreicher erreichte 2024 den dritten Platz und wurde zuletzt Zweiter auf der Königsdistanz des Wachau Radmarathons.

Mit Daniel Debertin und Lukas Kaufmann kehren zudem zwei Fahrer nach Kitzbühel zurück, die bereits bei der ersten Austragung im Spitzenfeld lagen. Kaufmann machte darüber hinaus mit zwei zweiten Plätzen beim Race Across America auf sich aufmerksam und krönte sich erst vor Kurzem zum Ultracylcing Weltmeister.

Für zusätzliche Prominenz sorgt Skisprunglegende Andreas Goldberger, der sich ebenfalls der Kitzbüheler Herausforderung stellt. Unterstützung bekommt er von einem ehemaligen Teamkollegen: Thomas Hörl (ehemaliger Weltrekordhalter im Skifliegen).

„Ohne den Titelverteidiger ist das Rennen bei den Herren völlig offen“, freut sich Steinberger auf einen spannenden Verlauf. „Wir haben mehrere Fahrer am Start, denen man den Sieg zutrauen kann. Am Ende wird aber wahrscheinlich wieder das Kitzbüheler Horn die Entscheidung bringen.“

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