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Kitzbüheler Anzeiger
Pedibus

Zahlreiche freiwillige Schülerlotsen sorgen täglich dafür, dass Kinder sicher in der Schule ankommen, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum sicheren Schulweg.

Sicher unterwegs zum Schulstart

Rund 7.900 Kinder starten heuer in Tirol in die erste Klasse Volksschule und legen damit erstmals regelmäßig den Schulweg zurück. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, Roller oder E-Scooter sind sie täglich unterwegs und zählen dabei zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. 2025 wurden in Tirol 55 Kinder auf dem Schulweg verletzt, ein Kind kam dabei ums Leben.

Verkehrslandesrat René Zumtobel ruft deshalb zum Schulbeginn zu besonderer Vorsicht auf. Gerade in den Morgenstunden und rund um Mittag sei mit deutlich mehr Kindern im Straßenverkehr zu rechnen. Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und eine entsprechende Vorbildwirkung aller Verkehrsteilnehmer seien entscheidend für einen sicheren Schulweg.

Sichtbar und respektvoll unterwegs
Mit der aktuellen Verkehrssicherheitskampagne „Obacht!“ setzt das Land Tirol zum Schulstart einen zusätzlichen Schwerpunkt auf Sichtbarkeit und ein gutes Miteinander im Straßenverkehr.

Reflektoren an der Kleidung sowie eine gute Beleuchtung an Fahrrädern und Scootern können vor allem in der Dämmerung dazu beitragen, Kinder rechtzeitig sichtbar zu machen. Gleichzeitig soll die Kampagne für mehr Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisieren.

Auch konkrete Projekte sollen die Sicherheit auf dem Schulweg verbessern. So gibt es heuer rund 30 sogenannte Pedibusse in Tirol. Dabei werden Kinder von erwachsenen Begleitpersonen an festgelegten Haltestellen abgeholt und gemeinsam zu Fuß zur Schule begleitet.

Neben dem gemeinsamen Einüben des Schulwegs wird dadurch auch der Verkehr rund um die Schule reduziert. Gleichzeitig lernen die Kinder, sich sicher und selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen. Für Eltern bietet der Pedibus außerdem eine Möglichkeit, ihre Kinder auf dem Schulweg zu unterstützen, ohne selbst jeden Tag mit dem Auto fahren zu müssen.Das Land unterstützt zudem Tiroler Gemeinden bei der Verbesserung von Schutzwegen.

Investitionen in sichere Schulwege
Für Neu- und Umbauten sowie normgerechte Beleuchtungen können Gemeinden bis zu 2.500 Euro beziehungsweise maximal 50 Prozent der Kosten erhalten. Seit 2007 wurden bereits mehr als 500 Schutzwege in 120 Gemeinden verbessert.

Darüber hinaus werden Initiativen wie das Schulstartpaket des Vereins Sicheres Tirol sowie Verkehrserziehung durch Polizei und Automobilclubs unterstützt. Das Land stellt Ausrüstung für die freiwilligen Schülerlotsen sowie Schulwegpolizisten zur Verfügung.

Besonders hervorgehoben wird dabei das ehrenamtliche Engagement. Viele Freiwillige sorgen täglich dafür, dass Kinder sicher zur Schule gelangen. Gerade zum Schulbeginn werden in zahlreichen Gemeinden noch engagierte Schulweglotsen gesucht. Interessierte können sich direkt bei ihrer Gemeinde melden.

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