
Stefanie Reitmaier ist die Projektverantwortliche.
Regionale Wirtschaft im Wandel: Nachhaltigkeit geht über die Farbe grün hinaus
Im März fand der erste „Responsible Leadership Summit“ in Oberndorf statt. Dabei wurde deutlich: Nachhaltigkeit geht über Umwelt- bzw. Sozialthemen hinaus. Auf wirtschaftlicher Ebene sollte sie keinesfalls als nettes, kleines Anhängsel verstanden werden, das man im Unternehmensalltag „mitverwurschtelt“. Nachhaltigkeit heißt, Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass sie langfristig erfolgreich sind – wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch.
Genau an diesem Punkt kommt Stefanie Reitmaier ins Spiel: Denn viele Unternehmen in der Region stehen vor ähnlichen Herausforderungen – von der Fachkräftesicherung bis zur Zukunftsfähigkeit. Im Rahmen des Projekts „Regionale Wirtschaft im Wandel – sozial-ökologische Transformation (CSR)“ begleitet sie als Projektmanagerin den Aufbau einer Initiative, die bewusst aus den Betrieben heraus wachsen soll. Initiiert wurde das Projekt von der Homebase St. Johann – es läuft über zwei Jahre.
Status quo wird erhoben
In einem ersten Schritt geht es darum, sich zu vernetzen. Unter dem Schlagwort „Match for Impact“ soll zunächst ein Fragebogen Aufschluss geben, wo die heimischen Betriebe derzeit in Sachen Nachhaltigkeit stehen.
Denn: Die Bereitschaft für verantwortungsvolle Führung mag ja vielerorts gegeben sein – das zeigte bereits der Responsible Leadership Summit. Dennoch stellt sich womöglich für so manche Betriebe die Frage, wie konkrete nächste Schritte in Richtung nachhaltiger Unternehmens-
entwicklung gelingen können. „Match for Impact“ will dafür eine Lösung anbieten: Nach der Auswertung der Antworten soll in Form von Frühstücks- oder Abendveranstaltungen Raum für Austausch auf Augenhöhe entstehen. Die Inhalte orientieren sich gezielt an den Interessen der Teilnehmer. Zu jedem Termin sollen ausgewählte Experten und Unternehmer eingeladen werden, so Reitmaier.
Ziel ist es, gemeinsam konkrete Ansätze zu entwickeln, die im eigenen Unternehmensalltag umsetzbar sind. Voraussetzung dafür ist die Mitwirkung der Teilnehmer – denn Nachhaltigkeit soll von innen heraus entstehen.
„Wir wollen zukunftsfähig sein, das umfasst alle Aspekte und es ist nötig, dass die Region zusammenhilft“, unterstreicht Reitmaier.
