Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
Hauser Krumma Maria Kapeller mit Irmi und Bettina

Maria Kapeller (Mitte) sorgt mit ihrem Team dafür, dass "der Laden läuft".

Nahversorger "Hauser Krumma" öffnete feierlich wieder die Pforten

Freudentag in St. Jakob: Der örtliche Nahversorger „Hauser Krumma“ sperrte nach kurzer Umbauzeit wieder auf und viele Hauserer feierten mit. Sichtlich bewegt schilderte Peter Kapeller, wie es dazu gekommen war: „Wir standen vor der Entscheidung: Zusperren oder neue Wege gehen.“ Dabei ist der Krumma für Familie Kapeller ein Stück ihrer Identität. „Schon mein Ururgroßvater Stefan Waltl hat hier 1912 eine Gemischtwarenhandlung gegründet. Seit dem ist einiges passiert – aber eines ist immer gleich geblieben: dieser Ort war nie nur ein Geschäft für uns“, so Peter Kapeller.

1997 übernahm seine Mutter Maria mit tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes Jakob den Laden. Sie führen es seither mit großem persönlichem Einsatz. Dennoch kam irgendwann der Punkt, an dem sich die beiden klar werden mussten, wie es weitergeht. Lange Zeit standen die Zeichen eher in Richtung Zusperren. Aber der „Krumma“ ist eben ein Teil von St. Jakob und so suchte die Betreiberfamilie nach anderen Wegen, wie es dennoch weitergehen könnte. Da erinnerte man sich daran, dass schon öfters Adeg-Vertreter Lukas Oberneder an die bekannte Tür geklopft hatte. Mit neuem Konzept als Hybridmarkt und unter grüner Flagge geht es nun in die Zukunft.

Nach wie vor sind die beiden Mitarbeiterinnen Bettina und Irmi an Bord – durch eine Ergänzung mit Automatik-Betrieb können die Öffnungszeiten auf bis zu 72 Stunden pro Woche ausgedehnt werden. Neuerungen wie z.B. digitale Preisausschilderung nehmen den Kaufleuten zudem zeitraubende Aufgaben ab. Gleichzeitig wurde das Sortiment vor Ort erweitert – konkret stieg die Zahl der Regallaufmeter um 60 Prozent. „Da geht es dann um mehr als das vergessene Milchpackerl“, baut Peter Kapeller auf rege Einkäufe.

Hauser Krumma Peter Kapeller und Lukas Oberneder

Peter Kapeller (r.) und Lukas Oberneder führten in das neue Kassensystem ein. Es ist eine Ergänzung zum laufenden Betrieb, dadurch lassen sich die Öffnungszeiten verlängern.

Viele Hauserer ließen sich eine erste Führung durch „ihren“ Krumma nicht entgehen. Bürgermeister Franz Wallner betonte die Bedeutung eines funktionierenden Nahversorgers für den 800-Einwohner-Ort: „Als ich hörte, dass eine Schließung im Raum steht, habe ich ehrlich gesagt ein paar schlaflose Nächte gehabt. Denn der Ort lebt von der Infrastruktur und dieses Geschäft ist einfach ein Treffpunkt für alle.“

Hybrid-Konzept als Ergänzung
Lukas Oberneder hielt fest, dass das Hybrid-Konzept keineswegs bedeutet, dass keine Mitarbeiter mehr gebraucht würden. „Es geht viel mehr um eine Ergänzung.“ Nach dem Schwendter Dorfladl ist der „Hauser Krumma“ der zweite Betrieb im Bezirk Kitzbühel, bei dem das Adeg-Nahversorger-Konzept seine Anwendung findet. Österreichweit sind es knapp 20. Vor Ort führten die Kapellers und Oberneder übrigens Interessierte gleich in die Handhabung der neuen Automatikkasse ein. Die Kapellers führen nun das Geschäft, obwohl sie längst ihre Pension genießen könnten. Aber „normal“ ist eben keine Option für die rührige Familie. Wie es guter Brauch ist, erhielt das umgestaltete Geschäft dann natürlich auch noch den feierlichen Segen.

Hauser Krumma Familie Kapeller mit Ehrengästen

Familie Kapeller konnte u.a. Bgm. Franz Wallner, WK-Obmann Hermann Huber und WB-Ortsgruppenobmann Ralf Lehmann zur Eröffnung begrüßen.

Weitere Artikel: