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Kitzbüheler Anzeiger
a_Immobilienpreisspiegel 14_2026_WK_Tirol_Die_Fotografen

Ellen Moll, Obfrau der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder und Arno Wimmer, Berufsgruppensprecher der Immobilienmakler, präsentierten den aktuellen Immobilienpreisspiegel.

Minus bei Immomarkt

Der Tiroler Immobilienmarkt zeigt im Jahr 2025 deutliche Anzeichen einer Stabilisierung. Laut aktuellem Immobilienpreisspiegel 2026 zieht die Nachfrage – insbesondere im Wohnsegment – wieder spürbar an, während sich die Preise moderat nach oben entwickeln. „Wir sehen auch in Tirol eine schrittweise Erholung des Marktes nach den herausfordernden Jahren. Die steigenden Transaktionszahlen zeigen, dass wieder mehr Bewegung in den Markt kommt“, erklärt Ellen Moll.
Österreichweit stieg die Zahl der Immobilientransaktionen um 8,98 Prozent auf rund 91.000, wobei das Wohnsegment mit einem Plus von 20,96 Prozent besonders stark zulegte.

Moderate Anstiege bei den Preisen

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in Tirol wider: Vor allem Eigentumswohnungen sowie leistbare Bestandsimmobilien sind wieder stärker gefragt. Viele Käufer kehren vorsichtig in den Markt zurück. „Gerade leistbarere Bestandsobjekte stehen aktuell besonders im Fokus“, betont Arno Wimmer, Berufsgruppensprecher der Immobilienmakler. Die Preisentwicklung bleibt dabei vergleichsweise stabil. Eigentumswohnungen im Erstbezug verteuerten sich im Schnitt um 1,46 Prozent auf rund 4.256 Euro pro Quadratmeter, gebrauchte Wohnungen um 1,67 Prozent auf etwa 2.931 Euro. Auch Einfamilienhäuser (+1,37 %) und Mieten (+2,24 %) zeigen moderate Anstiege. „Die Preise entwickeln sich aktuell in einem gesunden Rahmen. Angebot und Nachfrage sind noch weitgehend im Gleichgewicht – auch wenn sich das mittelfristig ändern könnte“, so Wimmer. Zurückhaltender präsentiert sich hingegen der Baulandmarkt: Österreichweit ging die Zahl der Transaktionen um 3,66 Prozent zurück. In Tirol bleibt Bauland aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit ein knappes und kostspieliges Gut.

Grundstücksverkäufe im Bezirk stabil

Der Bezirk Kitzbühel ist aufgrund der Freizeitwohnsitz-Thematik natürlich besonders im Blicklicht, was Immobilien betrifft. Auf Nachfrage des Kitzbüheler Anzeigers fasste Arno Wimmer die Situation zusammen: Im abgelaufenen Jahr gab es laut Wimmer rund 1.000 Verkäufe im Bezirk. „In Kitzbühel waren 2025 knapp acht Prozent weniger Verkäufe zu verzeichnen. Im hochpreisigen Segment ist der Rückgang spürbar.“ Rund 40 Prozent der Verkäufe entfielen auf Wohnungen, wobei der Anteil an Wohnungsverkäufen mit Erstbezug deutlich unter dem Niveau früherer Jahre rangiert. Grundstücksverkäufe blieben weitgehend stabil, während Einfamilienhäuser mit „knapp unter 100 Verkäufen um ein Drittel unter dem Wert des Jahres 2021 liegen“, erläutert Wimmer. Gegenüber den Jahren 2023 und 2024 blieben die Verkäufe im Einfamilienhaus-Bereich allerdings eher stabil.

Trotz der leichten Erholung sieht die Branche weiterhin Handlungsbedarf. Gefordert werden vereinfachte Bauvorschriften, mehr Förder- und Rechtssicherheit sowie Maßnahmen zur Senkung der Baukosten. „Damit sich der Markt nachhaltig stabil entwickelt, braucht es klare und verlässliche Rahmenbedingungen – insbesondere für Neubau und Sanierung“, betonen Moll und Wimmer.

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