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Kitzbüheler Anzeiger
Polizei

In diesem Gebäudeensemble am Stadtrand von Kitzbühel wurden die zwei Leichen gefunden.

Todesursache geklärt: Fünfjähriger strab durch Ertrinken

Es war eine furchtbare Tragödie, die am Dienstagnachmittag des 10. Februar Kitzbühel erschütterte: Gegen 13.30 Uhr wurden in einem Mehrparteienhaus in einer Siedlung am Stadtrand die Leichen einer 48-jährigen Frau sowie ihres fünfjährigen Sohnes entdeckt. Nun liegt das endgültige Ergebnis der Gerichtsmedizin Innsbruck vor: "Als Ergebnis der nun vorliegenden Befunde des GMI-Innsbruck kann beim 5-jährigen Buben von einem Ertrinkungstod (Tod durch Ertränken) ausgegangen werden; die toxikologischen Untersuchung verlief unauffällig", heißt es in dem Gutachten. Hinsichtlich der Motivlage werden noch polizeiliche Ermittlungen geführt.

Bei der ersten Obduktion Mitte Februar konnten keine sichtbaren Anzeichen einer Gewalteinwirkung festgestellt werden. Zur Klärung der genauen Todesursache waren weitere histologische und toxikologische Untersuchungen erforderlich. Bei der 48-jährigen Mutter ergaben sich keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird daher von einem Suizidgeschehen ausgegangen.

Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse besteht der Verdacht, dass die Frau – zu der zuletzt am Sonntag telefonischer Kontakt mit ihrem Freundes- und Bekanntenkreis bestand – ihren Sohn im Laufe des Montags in der gemeinsamen Wohnung getötet und anschließend Suizid begangen hat. Die Ermittlungen zum persönlichen Umfeld dauern weiterhin an. Angaben zu einem möglichen Motiv kann die Polizei derzeit noch nicht angeben.

Leichenfund in Kitzbühel

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Stadt sagt Umzug am Faschingsdienstag ab

Im Rathaus zeigt man sich nach der Tragödie fassungslos, wie Bürgermeister Klaus Winkler erklärte. Die verstorbene Frau hatte bis vor wenigen Jahren bei der Stadt gearbeitet. „Wir sind der Meinung, dass man nach einer solchen Tragödie nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann“, so der Bürgermeister.

Daher habe die Stadtführung – auch nach Rücksprache mit den beiden Vizebürgermeistern – beschlossen, den Umzug am Faschingsdienstag abzusagen. Stattdessen findet die Veranstaltung am Freitagnachmittag (13. Februar) im Sportpark statt; in diesem Rahmen geht auch das Faschingskabarett „Stadtlstodl“ über die Bühne.

Die Absage betreffe nur die städtischen Veranstaltungen, stellt Bürgermeister Klaus Winkler klar. Private Faschingsveranstaltungen sowie jene in den Lokalen seien davon natürlich nicht betroffen.