
AK Tirol warnt vor neuer Betrugswelle per SMS und E-Mail
Zum 23. Safer Internet Day am Dienstag, dem 10. Februar 2026, warnt die AK Tirol eindringlich vor einer neuen Welle von Online-Betrug. Besonders betroffen sind zunehmend junge Menschen, die immer häufiger Opfer von betrügerischen Nachrichten, Apps und Online-Shops werden.
Vorsicht vor Phishing-SMS und Fake-E-Mails
Derzeit kursieren wieder zahlreiche betrügerische SMS und E-Mails, mit denen Kriminelle versuchen, an persönliche Daten zu gelangen.
So werden etwa Nachrichten von einem Absender mit dem irreführenden Namen „Raiffensen“ (sic!) verschickt. Darin wird behauptet, der MeinELBA-Zugang sei gesperrt und müsse über einen Link „sofort bestätigt“ werden.
Auch altbekannte Maschen erleben ein Comeback: Angebliche Milliardenerbinnen oder Millionengewinner versprechen hohe Geldgeschenke – natürlich mit dem Ziel, an Daten oder Geld zu kommen.
Wichtig:
Keine Links anklicken
SMS und E-Mails sofort löschen
Gerade bei Geldgeschenken gilt die erste der drei goldenen Internet-Regeln:
Niemand schenkt einem etwas!
Betrug lauert auch in Apps und Online-Shops
Die Gefahren enden nicht bei Nachrichten. Auch Smartphone-Apps, Social Media, Spiele-Apps und Online-Shops bergen Risiken. Viele Anbieter nutzen gezielt manipulative technische Tricks, um das Suchtpotenzial junger Menschen auszunutzen. Gleichzeitig missbrauchen Internetkriminelle deren Vertrauen, um an Geld oder private Daten zu gelangen.
Da Betrugsversuche immer professioneller werden und oft kaum noch zu erkennen sind, unterstützt die AK Tirol die EU-Initiative SaferInternet.at und informiert umfassend über Schutzmaßnahmen.
Die wichtigsten Tipps der AK Tirol
Tipp 1: Nicht jede App ist harmlos
Viele Apps spähen im Hintergrund umfangreiche Daten aus – teils inklusive Kamera, Mikrofon, Standort und Nutzungsverhalten.
Nur Apps installieren, die wirklich gebraucht werden
Nicht benötigte Apps löschen
Berechtigungen bei notwendigen Apps so weit wie möglich einschränken
Tipp 2: In-App-Käufe im Blick behalten
Ein unbedachter Klick kann hohe Kosten verursachen.
Keine Zahlungsmethoden in App-Stores speichern
In-App-Käufe sofort deaktivieren
Tipp 3: Vorsicht mit der Handynummer
Mobilnummern werden immer häufiger für Betrug missbraucht.
Telefonnummer nur angeben, wenn unbedingt nötig
Wo möglich, auf die Angabe verzichten
Tipp 4: Erste Bestellung im Online-Shop
Täglich entstehen neue Fake-Shops.
Shop-Name + „Erfahrungen“ googeln
Impressum prüfen
Bewertungen lesen
Kein Impressum mit Firmenname, Adresse, Telefonnummer und E-Mail?
Finger weg!
Tipp 5: Die drei goldenen Regeln im Internet
Niemand schenkt einem etwas
Wer persönliche Daten will, hat einen Grund
Wirklich sicher sind nur Daten, die man nicht weitergibt
Was tun, wenn bereits etwas passiert ist?
Unbekannte Kosten auf der Handyrechnung:
Schriftlich beim Mobilfunkanbieter Einspruch erheben und Stornierung verlangen.
Probleme mit Online-Bestellungen:
Unternehmen kontaktieren, Rücktritt erklären und Geld zurückfordern – z. B. über
Kreditkarte (Charge-Back-Verfahren)
PayPal (Käuferschutz)
Kostenlose Beratung
Die Konsumentenschutz-Profis der AK Tirol helfen kostenlos:
📞 0800 / 22 55 22 – 1818