Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
KTC Herren 45

Das erfolgreiche Herren 45-Team in den neuen Dressen vom Casino Kitzbühel: Markus Mayr, Markus Bodner, Christoph Breuer, Reinhard Told (hinten v.l.), Björn Krenzer, Gerald Mitterer und Johann Blatzer (vorne v. l.).

KTC Herren 45 holen Vize-Staatsmeistertitel

Der Kitzbüheler Tennisclub hat am Wochenende Vereinsgeschichte geschrieben. Die Herren-45-Mannschaft sicherte sich beim Finalturnier der Tennis-Bundesliga sensationell den Vize-Staatsmeistertitel und feierte damit den größten Erfolg einer Kitzbüheler Herrenmannschaft im österreichischen Tennissport.

Bereits die Qualifikation für das Final Four der besten vier Teams Österreichs war ein Meilenstein. Erst im vergangenen Jahr war die Mannschaft erstmals in die Bundesliga aufgestiegen, nun gelang auf Anhieb der Sprung ins Finalturnier. Für den KTC, dessen Damenmannschaften seit Jahren auf höchstem Niveau spielen, ist es die erste Herrenmannschaft überhaupt, die diese Liga erreichte.

Im Halbfinale gelang den Kitzbühelern ein beeindruckender Erfolg gegen den LUV Graz.

Der Colony Club Wien ging dann als klarer Favorit ins Finale. Mit mehreren ehemaligen Topspielern in ihren Reihen verfügen sie über eine Mannschaft, die österreichweit ihresgleichen sucht. Schon vorher war den Kitzbühelern bewusst, dass ein Titelgewinn gegen diesen Gegner nur schwer möglich sein würde. Und so kam es letztendlich auch.

Freude über Finaleinzug überwiegt
Dennoch ließ sich das Team die Freude über den historischen Erfolg nicht nehmen. Der Vize-Staatsmeistertitel übertraf sämtliche Erwartungen und sorgte für großen Jubel innerhalb des Vereins. „Für den KTC ist das eine historische Geschichte. Es war ein großer Traum, einmal das Final Four zu erreichen. Das Finale war noch einmal die Draufgabe und ein unbeschreibliches Erlebnis für uns alle“, betont Mannschaftsführer Christoph Breuer.

„Wir sind vielleicht nicht das spielstärkste Team, aber sicher eines der fittesten in unserer Altersklasse.“

Christoph Breuer, Teamkapitän

Bemerkenswert ist dabei, wie der Erfolg zustande kam. Während andere Vereine für ihre Spitzenspieler hohe Summen investieren, setzt der KTC auf Zusammenhalt, Eigenleistung und regionale Verbundenheit. Die Mannschaft trainiert regelmäßig gemeinsam, absolviert Trainingslager und lebt von einem außergewöhnlichen Teamgeist.

„Wir sind vielleicht nicht die spielstärkste Mannschaft Österreichs, aber sicher eine der fittesten“, sagt Breuer. Gerade im Seniorentennis werde Fitness oft unterschätzt. Auf Bundesliga-Niveau entscheide nicht nur die Technik, sondern vor allem die körperliche Verfassung über Sieg oder Niederlage.

Kitzbühel hat beste Voraussetzungen
Der Vize-Staatsmeistertitel ist für Breuer aber auch ein Beweis dafür, welches Potenzial im Tennissport der Region steckt. Kitzbühel verfüge mit seinen Anlagen, den Hallenplätzen und den Trainern über hervorragende Voraussetzungen. „Die Infrastruktur ist in Kitzbühel einzigartig“, sagt er. Gleichzeitig sieht er im Nachwuchsbereich noch Entwicklungsmöglichkeiten. Sein Wunsch wäre eine stärkere Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg, um die besten Talente der Region gemeinsam zu fördern und ihnen starke Trainingspartner zu bieten.

Kritisch sieht Breuer die Entwicklung im österreichischen Nachwuchstennis. Oft würden Kinder bereits in jungen Jahren zu sehr auf Ergebnisse und Ranglisten reduziert. Viel wichtiger seien langfristige Entwicklung, Freude am Sport und qualitativ hochwertige Ausbildung. Als Vorbild nennt er unter anderem die Niederlande, wo Trainer regelmäßig geschult werden und klare Ausbildungsstrukturen bestehen.

Trotz aller Herausforderungen blickt Breuer optimistisch in die Zukunft. Das Interesse am Tennissport sei nach wie vor groß. Nicht zuletzt die Erfolge von Spielern wie Dominic Thiem oder dem Deutschen Alexander Zverev und die Generali Open hätten viele Kinder und Jugendliche wieder für den Sport begeistert. Mit rund 500 Mitglieder – davon 200 Kinder – sieht er den KTC dafür gut aufgestellt.

Weitere Artikel: