
Kitzbühel muss sich Reichenau beim Jubiläumsspiel geschlagen geben
Zum 50-jährigen Bestehen der SVG Reichenau gab es für die Gastgeber am Samstagnachmittag gleich doppelten Grund zur Freude. Bei regnerischen Bedingungen empfingen die Innsbrucker den FC Kitzbühel und feierten mit einem 3:1-Heimsieg ein gelungenes Jubiläum. Für die Mannschaft von Trainer Michael Baur verlief der Ausflug in die Landeshauptstadt hingegen enttäuschend. Vor allem in der Offensive fehlte die nötige Durchschlagskraft, während man sich defensiv bei den Gegentreffern nicht von seiner besten Seite zeigte.
Bei ungemütlichem Herbstwetter entwickelte sich zunächst eine Partie, in der die Kitzbüheler durchaus ihre Möglichkeiten suchten, im entscheidenden Moment jedoch zu wenig Gefahr ausstrahlten. Zwar gelang es den Gästen immer wieder, in aussichtsreiche Situationen zu kommen, doch die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor fehlte. Die Hausherren zeigten sich dagegen zielstrebiger. In der 37. Minute gelang Reichenau der Führungstreffer zum 1:0. Ein Rückschlag für Kitzbühel, das bis zur Pause keine passende Antwort mehr fand und somit mit einem knappen Rückstand in die Kabine musste.

Plan für zweite Halbzeit ging nicht auf
Für die zweite Halbzeit hatten sich die Gäste sicherlich vorgenommen, mit mehr Entschlossenheit aufzutreten und möglichst schnell den Ausgleich zu erzielen. Doch dieser Plan erhielt unmittelbar nach Wiederanpfiff einen empfindlichen Dämpfer. Gerade einmal eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt, als Reichenau erneut zuschlug. In der 46. Minute erhöhten die Innsbrucker auf 2:0 und brachten Kitzbühel damit früh in eine schwierige Ausgangslage.
Der schnelle Gegentreffer machte die Aufgabe für die Gäste nicht leichter. Nun musste Kitzbühel einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen, während die Hausherren ihren Vorsprung im Rücken hatten. Die Mannschaft von Michael Baur bemühte sich zwar, wieder ins Spiel zurückzufinden, doch im Angriff fehlten weiterhin die entscheidenden Aktionen. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden nicht konsequent genug ausgespielt, um Reichenau ernsthaft unter Druck zu setzen. In der 74. Minute folgte schließlich die Vorentscheidung. Die Gastgeber erhöhten auf 3:0 und sorgten damit endgültig für klare Verhältnisse.

Ganz ohne Torerfolg wollten die Kitzbüheler die Heimreise allerdings nicht antreten. Raul Baur gelang mit einem Freistoß noch der Treffer zum 3:1. Mehr als Ergebniskosmetik sollte das jedoch nicht mehr sein. Die drei Punkte blieben somit in Innsbruck, wo Reichenau das Vereinsjubiläum mit einem Heimsieg feiern konnte. Für Kitzbühel war es dagegen ein Nachmittag, an dem offensiv wie defensiv nicht alles nach Wunsch verlief.
Trainer Michael Baur fand nach dem Schlusspfiff klare Worte. „Nach vorne haben wir die Durchschlagskraft vermissen lassen und die Situationen, die wir vorgefunden haben, nicht optimal genutzt“, analysierte der Coach.Doch nicht nur die mangelnde Effizienz im Angriff ärgerte den Trainer. Auch mit dem Defensivverhalten bei den Gegentreffern war er nicht zufrieden. „Hinten haben wir bei den Toren nicht gut ausgesehen“, so Baur.
Blick richtet sich nach vorne
Nach zuletzt überzeugenden Auftritten und Siegen gegen die Altach Juniors und Dornbirn musste Kitzbühel diesmal wieder einen Rückschlag hinnehmen. Während in den vergangenen Begegnungen besonders die defensive Stabilität eine große Stärke gewesen war, gelang es gegen Reichenau nicht, diese Sicherheit über die gesamte Spielzeit auf den Platz zu bringen.
Lange wollte sich Michael Baur mit der Niederlage allerdings nicht beschäftigen. Seine Devise nach dem 1:3 fiel kurz und deutlich aus: „Abhaken und beim nächsten Mal besser machen!“ Für Kitzbühel gilt es nun, die Fehler aufzuarbeiten und in der kommenden Partie wieder an die Leistungen der erfolgreichen vergangenen Wochen anzuknüpfen.