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Kitzbüheler Anzeiger
Schecküübergabe8S_Lurger_quer

Der stellvertretende 8s-Obmann Jochen Kracher, Tanja und Daniel Lurger und Obfrau Elisabeth Sammer (v.l.)

Hilfe auf vier Pfoten für den kleinen Felix

Bei der Vorstandssitzung des Verbands der Kitzbüheler Serviceclubs 8S stand kürzlich ein besonderer Tagesordnungspunkt auf dem Programm: Obfrau Elisabeth Sammer und ihr Stellvertreter Jochen Kracher konnten einen Spendenscheck über 18.800 Euro an eine Kirchberger Familie übergeben. Damit wird ein großer Wunsch von Tanja und Daniel Lurger und ihren drei Söhnen wahr: Der fünfjährige Felix bekommt einen Assistenzhund.

Felix lebt seit seinem dritten Lebensjahr mit schwerer Epilepsie. Zur Sicherheit wird Felix jede Nacht mit einem Nightwatch-System überwacht.
Vor rund zwei Jahren wurde bei Felix zusätzlich eine Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert. Die Kombination aus Epilepsie und Autismus stellt Felix und seine Familie täglich vor große Herausforderungen.

Trotzdem ist Felix ein fröhlicher, neugieriger und sensibler Bub. Er liebt es, im Garten zu spielen, mit Wasser zu experimentieren oder mit seinen großen Brüdern Höhlen zu bauen und Verstecken zu spielen

Durch die häufigen nächtlichen Anfälle ist Felix entwicklungsverzögert. Mit Ergotherapie, Reittherapie und Frühförderung arbeitet er daran, Fähigkeiten aufzuholen oder wieder neu zu erlernen. Manche Fortschritte gingen durch Rückschritte verloren.

Mehr als ein treuer Begleiter
Ein Assistenzhund könnte Felix künftig in vielen Situationen unterstützen. Er kann auf Überforderung reagieren, ihn ablenken und stabilisieren sowie die Eltern warnen, bevor ein Meltdown eskaliert. Auch epileptische Anfälle könnte der Hund anzeigen und die Eltern alarmieren – eine zusätzliche Sicherheit zur technischen Überwachung.

Für Felix soll der Hund aber weit mehr als ein Helfer sein: „Er soll auch ein Freund, Spielgefährte und Kuschelpartner sein“, erzählen die Eltern. Felix freut sich bereits auf seinen neuen Begleiter und fragt täglich nach ihm. Seine Anfälle nennt er „Gewitter im Kopf“. Er hofft, dass ihm der Hund in schwierigen Situationen Sicherheit gibt und ihm die Angst nimmt.

Die Anschaffung und Ausbildung des Assistenzhundes kostet rund 26.000 Euro. Mit den 18.800 Euro der Kitzbüheler Serviceclubs ist ein wesentlicher Teil der Finanzierung gesichert. Im kommenden Jahr soll der ausgebildete Assistenzhund schließlich bei der Familie in Kirchberg einziehen.

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