
Einsatzszenario: Nach einem Verkehrsunfall muss ein Verletzter geborgen werden.
Gemeinsam für den Ernstfall geprobt: Jugend zeigt Einsatz
Zwei realitätsnahe Übungsszenarien, engagierte Jugendliche und erfahrene Einsatzkräfte: Die Jugendgruppen der Feuerwehr und des Roten Kreuzes absolvierten dieser Tage gemeinsam mit der Bergrettung und deren Hundestaffel einen abwechslungsreichen Übungstag.
„Vor zwei Jahren haben wir bereits eine gemeinsame Übung durchgeführt. Deshalb haben wir dieses Format wieder aufgegriffen“, berichtet Bergretter und Hundeführer Richard Pali. Mit dabei war auch der tierische Nachwuchs: Die jungen Hunde Rocky und Vicky, die derzeit zu Suchhunden ausgebildet werden, sammelten praktische Erfahrungen. Als Übungsschauplätze dienten der Hilscherpark sowie ein Steinbruch. Im Mittelpunkt standen zwei unterschiedliche Einsatzszenarien, bei denen das selbstständige Arbeiten mit den Einsatzgeräten ebenso trainiert wurde wie die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen.
Zwei verletzte Radler geborgen
Im ersten Szenario mussten zwei Mountainbiker nach einem Sturz in eine Böschung gerettet werden. Gleichzeitig galt es, eine vermisste Person zu finden. Nach der Lageerkundung entschied der Einsatzleiter, mittels Steckleiter zu den Verletzten vorzudringen. Die Bergrettung sicherte dabei sowohl die Leiter als auch die Einsatzkräfte.
Nach der Erstversorgung durch die Jugendgruppe des Roten Kreuzes wurde ein unter einem Baumstamm eingeklemmter Patient befreit und mit einer Schleifkorbtrage aus der Böschung gerettet. Parallel dazu suchten die Bergrettung und die Hundestaffel nach der vermissten Person, die rasch gefunden werden konnte.
Das zweite Übungsszenario führte die Jugendlichen in einen Steinbruch. Dort befanden sich zwei Personen in einem Fahrzeug, zusätzlich wurde eine starke Rauchentwicklung simuliert. Auch hier galt es, eine vermisste Person aufzuspüren. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, übernahm die Jugend des Roten Kreuzes die Versorgung der Verletzten. Während eine Person regulär aus dem Fahrzeug gerettet werden konnte, musste die zweite besonders schonend und liegend geborgen werden.
Richard Pali zeigte sich vom Engagement der Jugendlichen beeindruckt. „Es hat zwar ein wenig gedauert, bis die Jugendlichen miteinander warm geworden sind. Danach haben aber alle hervorragend zusammengearbeitet“, lobte er. mak