
In St. Martin bei Lofer legten zehn Nachwuchs-Feuerwehrmitglieder die Prüfung für das „Goldene Leistungsabzeichen“ bravourös ab.
Erste „Goldene“ für den Bezirk
Dieser Tag markierte eine Premiere für die Tiroler Feuerwehrjugend: Erstmals fand die Prüfung für das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Gold in St. Martin bei Lofer statt. Zehn Jugendmitglieder aus den Feuerwehren Hochfilzen (vier), St. Ulrich (vier), Fieberbrunn (einer) und Kitzbühel (einer) stellten sich nach intensiver Vorbereitung dieser anspruchsvollen Herausforderung.
Höchste Prüfung erfolgreich gemeistert
Besonders erfreut zeigte sich Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Schroll über den motivierten Nachwuchs: „In Tirol kann man die Prüfung derzeit nicht ablegen. Die Salzburger haben uns hier dankenswerterweise unterstützt, sodass unsere Jugend in St. Martin die Prüfung absolvieren konnte.“
Das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Gold gilt als eine der höchsten Prüfungen für Mitglieder der Feuerwehrjugend. Aufgrund seines Umfangs und Anspruchs wird es oft als „Matura der Feuerwehrjugend“ bezeichnet. Um zur Prüfung antreten zu können, müssen die Jugendlichen in der Regel bereits die Leistungsabzeichen in Bronze und Silber erfolgreich absolviert haben. Entsprechend intensiv ist auch die Vorbereitung, die meist über mehrere Monate hinweg in den Feuerwehren erfolgt.
Im Rahmen der Prüfung müssen die Teilnehmer ihr Wissen in verschiedenen Bereichen unter Beweis stellen. Dazu zählen unter anderem die Organisation der Feuerwehr, Dienstgrade und Aufgabenverteilungen sowie eine umfassende Gerätekunde. Auch korrektes Auftreten und Befehlsgebung – etwa beim Formalexerzieren – sind Teil der Anforderungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nachrichtenübermittlung. Hier müssen Funksprüche richtig aufgenommen und weitergegeben werden. Ebenso wird das Wissen in Erster Hilfe überprüft. Besonders anspruchsvoll sind die Planspiele und Einsatzszenarien, bei denen die Jugendlichen zeigen müssen, dass sie theoretisches Wissen auch praktisch anwenden und richtige Entscheidungen treffen können.
„Das Abzeichen in Gold dient nicht nur als Leistungsnachweis, sondern vor allem als gezielte Vorbereitung auf den Aktivstand“, betont Schroll, der stolz auf den engagierten Nachwuchs ist. Neben fachlichem Wissen werden auch Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und erste Führungsqualitäten gefördert.