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Kitzbüheler Anzeiger
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Drei Einrichtungen, drei Jubiläen: Die Verantwortlichen und die Unterstützer luden in Kitzbühel zu einer Feier.

Drei Jubiläen im Diakoniewerk gefeiert

Im Gesundheitszentrum in Kitzbühel gab es für das Diakoniewerk in diesen Tagen einen dreifachen Grund zum Feiern: Vor 20 Jahren kochte das Team im Kulinarium zum ersten Mal auf. Neun Menschen mit Behinderungen bzw. Lernschwäche finden hier einen Arbeitsplatz.

200 Mittagessen werden täglich gekocht
Erfahrene Köche und Agogen (Betreuer, die Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung, Selbstständigkeit und gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen) leiten sie beim Kochen und Backen an. Zivildiener und Freiwillige unterstützen beim Ausliefern und dort, wo gerade eine Hand gebraucht wird.

Von Montag bis Freitag produziert das Team rund 200 Mittagstische für Essen auf Rädern, Kindergärten und Schulen in der Umgebung. Zusätzlich bietet das Kulinarium auch Catering für Veranstaltungen an. „Veranstaltungen zu betreuen, ist eine schöne Abwechslung für unsere begleiteten Mitarbeiter. Sie kommen aus der Küche raus und unter die Leute“, sagt Gastroleiter Walter Laiminger.

Aus dem Kulinarium heraus entstand die Idee der Berufsvorbereitung, um Menschen mit Behinderungen eine Perspektive für einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt zu geben. Mit Eurotours arbeitete man diesbezüglich mehrere Jahre zusammen.

Sprung auf den regulären Arbeitsmarkt
Seit fünf Jahren steht die Berufsvorbereitung jedoch auf neuen Beinen: Im Café und Bistro Kowalski im Erdgeschoss des Gesundheitszentrums bewirten sechs junge Menschen mit Behinderungen die Gäste. „Wir begleiten sie auf ihrem Weg zum Arbeitsmarkt. Das Training on the job findet direkt im Café und Bistro Kowalski statt. Wichtig sind Praktika in Betrieben, welche sich die Anstellung der Menschen vorstellen können. Hier freuen wir uns jederzeit über direkte Kontaktaufnahme“, schildert Barbara Eberharter-Lanner, Agogische Leitung im Kowalski. Sie lädt ein, sich als Partnerbetrieb zu melden.

Therapie für Kinder und Jugendliche
Ein paar Türen weiter befindet sich das forKIDS Therapiezentrum. Vor zehn Jahren war es das erste Kinder-Therapiezentrum des Diakoniewerks in Tirol. Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen sowie Behinderungen werden therapeutisch begleitet. „Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Psychologie arbeiten bei uns eng zusammen. Dazu binden wir auch Eltern und Umfeld der Kinder bestmöglich ein. Dieser integrierte Ansatz trägt wesentlich zum Therapieerfolg bei“, freut sich Leonie Schmid, Leitung des forKIDS-Standortes in Kitzbühel. Rund 100 Kinder werden hier jedes Jahr therapeutisch begleitet.

„Dass wir heuer nicht nur die Geburtstage, sondern auch viele kleine und große Erfolge feiern dürfen, liegt an der tollen Arbeit der Kollegen im Kulinarium, forKIDS und Kowalski. Aber ohne zahlreiche Partner wie Land Tirol, Sozialversicherungsträger, Stadt Kitzbühel, die Serviceclubs und viele weitere engagierte Menschen, wäre das alles nicht in dieser Qualität möglich“, bedankt sich Stephan Mader, Geschäftsführer der Diakoniewerk Soziale Dienstleistungen GmbH in Tirol.

Angebote im Auftrag des Landes
Das Diakoniewerk führt die drei Angebote im Auftrag des Landes Tirol und das Therapiezentrum auch in Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungsträgern. Daneben betreibt das Diakoniewerk acht weitere forKIDS Therapiezentren sowie Angebote für Menschen mit Behinderungen in Kirchbichl, Hopfgarten und Kufstein.

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