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Kitzbüheler Anzeiger
Olympiamedaillen 2026

Sechs Athleten und zahlreiche heimische Profis vertreten bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina den Bezirk Kitzbühel auf der größten Bühne des Wintersports.

Die Jagd auf olympisches Edelmetall ist eröffnet

Am 6. Februar werden die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo offiziell eröffnet. Noch bevor die ersten Medaillen vergeben werden, sorgen viele Profis aus der Region dafür, dass vor Ort alles reibungslos läuft. So etwa Moderator Stefan Steinacher. Er zählt längst zu den Olympia-Routiniers. Der Fieberbrunner wird auch in Italien wieder mehrere Bewerbe moderieren und das Publikum direkt ins Geschehen ziehen.

Teil des Teams ist auch der Kitzbüheler Markus Ehrensperger, der vor und nach den Bewerben für Unterhaltung abseits der Rennstrecken sorgen wird. Daniela Maier bringt ebenfalls umfangreiche Erfahrung mit. Die Fieberbrunnerin war bereits bei der WM in Saalfelden für die Side-Events, Live-Acts und Medaillenzeremonien zuständig und vorher schon bei mehreren Olympischen Spielen mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Auch dieses Mal sorgt sie dafür, dass die Abläufe im Hintergrund reibungslos funktionieren.

Live dabei – vor und hinter der Kamera
Für den passenden Sound sorgt DJ Max Engelmayer aus Kirchberg. Seit beinahe zwei Jahrzehnten ist er fixer Bestandteil des eingespielten Teams rund um Steinacher und Maier. Seine Musik liefert nicht nur bei Olympia, sondern bei so gut wie allen großen Sportevents den Takt für Emotionen, Jubel und Gänsehautmomente.

Eine besondere Rolle nimmt auch wieder K.S.C.-Generalsekretär Jan Überall ein. Was viele nicht wissen: Der Kitzbüheler ist ein gefragter Kameramann und seit Jahren bei internationalen Sportgroßereignissen im Einsatz. Während das Moderationsteam vor allem in Antholz und Cortina arbeitet, ist Überall in Bormio stationiert – dort, wo die alpinen Herrenbewerbe stattfinden. Die Stelvio-Piste gilt als eine der anspruchsvollsten Strecken im Weltcupkalender und steht der Streif in Sachen Schwierigkeit um nichts nach. Ein Terrain, auf dem sich Jan Überall bestens auskennt.

Wer die Olympischen Spiele im Fernsehen verfolgt, dem wird des Öfteren das Lächeln von ORF-Sportmoderatorin Karina Toth ins Auge stechen, aber auch David Kreiner und Dominik Landertinger werden als Co-Moderatoren heimatliche Gefühle aufkommen lassen.

Sportlich stellt der Bezirk Kitzbühel eine bemerkenswerte Abordnung. Gleich sechs Athleten vertreten die Region bei Olympia.

Stephan Embacher

Stephan Embacher greift nach Medaille
Als erster greift Skispringer Stephan Embacher ins Geschehen ein. Für den 20-jährigen Hopfgartner sind es die ersten Olympischen Spiele – und er reist mit viel Selbstvertrauen an.

Seine bisherigen Saisonleistungen haben gezeigt, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Embacher zählt bei seiner Premiere bereits zum erweiterten Favoritenkreis.

Einsätze sind auf der Normal- und Großschanze sowie im neuen Super-Team-Bewerb geplant, alternativ im Mixed-Team.

„Ich nehme aus den letzten Bewerben sehr viel positive Energie mit. Dieses Jahr läuft es viel besser. Ich freue mich auf jeden Bewerb, der kommt. Viele Freunde werden in Predazzo dabei sein – das gibt zusätzlich Motivation“, freut er sich.

Übrigens: Bei den Skispringern ist noch ein weiterer heimischer Akteur mit dabei: Seit 2020 ist der Fieberbunner Andreas Widhölzl als Cheftrainer der österreichischen Skisprung-Mannschaft maßgeblich am Erfolg der rot-weiß-roten Athleten beteiligt. Auch bei Olympia ist seine Erfahrung Gold wert.

Katharina Brudermann

Olympia-Debüt für Katharina Brudermann
In Lago di Tesero feiert Katharina Brudermann ihre Olympia-Premiere. Welche Bewerbe sie genau in Angriff nehmen wird, ist noch nicht ganz klar. Zuletzt zwang sie der Rücken zu einer Pause. Die klassische Technik ist für sie daher nicht ganz ideal, deshalb wird sich die in Norwegen lebende 26-Jährige vor allem auf die Freistil-Bewerbe fokussieren. Aber auch der Skiathlon zählt zu ihren Lieblingsdisziplinen.

Die größte Abordnung kommt aus dem Biathlon. Mit Lisa Hauser, Anna Gandler und Patrick Jakob sind gleich drei Athleten aus dem Bezirk im Olympia-Team.

Drei Biathleten greifen in Antholz an
Während es für Anna Gandler der erste Olympia-Auftritt ist, sind es für Patrick Jakob nach Peking bereits die zweiten Spiele: „Es war am Ende doch überraschend, dass sich die Nominierung ausgegangen ist. Im Jänner ist es besser gelaufen und ich konnte meine Chance nutzen. In Antholz wird die Stimmung sicher super sein, denn die Familie ist hautnah dabei.“

Lisa Hauser bestreitet bereits ihre vierten Olympischen Spiele. Für die Reitherin sind es nach Peking, PyeongChang und Sotschi dieses Mal fast Heimspiele: „Ich freue mich sehr, weil so viel Heimpublikum dabei sein kann. In Antholz habe ich meinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Das ist ein ganz besonderer Ort für mich.

Manuel Feller

Manuel Feller will im Slalom Edelmetall
Den sportlichen Schlusspunkt aus Bezirkssicht setzt Manuel Feller. Der Fieberbrunner reist als einer der großen Goldfavoriten im Slalom an. Sein Sieg in Kitzbühel hat ihm zusätzliches Selbstvertrauen verliehen.

Zuletzt machten auch ihm Rücken- und Leistenprobleme zu schaffen, doch bis zu seinem Einsatz in Bormio sollte wieder alles passen - und dann ist alles möglich.

Auch bei diesen Olympischen Spielen zeigt sich einmal mehr, dass Sport zur Identität der ganzen Region gehört. Nur wenige Bezirke dürfen auf so viele Olympia-Teilnehmer stolz sein. Und vielleicht schreibt Olympia 2026 ja wieder Geschichten, an die man sich noch sehr lange erinnern wird.

Die Highlights bei Olympia 2026

Daumen drücken für Stephan Embacher heißt es am:
▷ Montag, 9. Februar: ab 19 Uhr auf der Normalschanze
▷ Dienstag, 10. Februar: ab 18.45 Uhr im Mixed Team
▷ Samstag, 14. Februar: ab 18.45 Uhr auf der Großschanze
▷ Montag, 16. Februar: ab 19 Uhr im Super Team Bewerb

Daumen drücken für Katharina Brudermann heißt es am:
▷ Samstag, 7. Februar: ab 13 Uhr im Skiathlon
▷ Donnerstag, 12. Februar: ab 13 Uhr im 10 km Freistil

Daumen drücken für die Biathleten heißt es am:
▷ Sonntag, 8. Februar: ab 14 Uhr in der Mixed-Staffel
▷ Dienstag, 10. Februar: ab 13.30 Uhr im Einzel (Herren)
▷ Mittwoch, 11. Februar: ab 14 Uhr im Einzel (Damen.)
▷ Freitag, 13. Februar: ab 14 Uhr im Sprint (Herren)
▷ Samstag, 14. Februar: ab 14.45 Uhr im Sprint (Damen)
▷ Sonntag, 15. Februar: ab 11,15 Uhr in der Verfolgung (Herren)
▷ Sonntag, 15. Februar: ab 14.45 Uhr in der Verfolgung (Damen)
▷ Dienstag, 17- Februar: ab 14.30 Uhr in der Staffel (Herren).
▷ Mittwoch, 18. Februar: ab 14.45 Uhr in der Staffel (Damen)
▷ Freitag, 20. Februar: ab 14.15 Uhr im Massenstart (Herren)
▷ Samstag, 21. Februar: ab 14.15 Uhr, Massenstart (Damen)

Daumen drücken für Manuel Feller heißt es am:
▷ Montag, 16. Februar: ab 10 Uhr im Slalom

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Fußball Regionalliga West St. Johann vs Imst

St. Johann nimmt Punkt aus Imst mit

Nach dem FC Kitzbühel wollte auch der SK St. Johann beim Auswärtsspiel in Imst etwas Zählbares mitnehmen. Während die Kitzbüheler wenige Tage zuvor einen 3:2-Erfolg feiern konnten, endete die Partie zwischen Imst und St. Johann am Samstag torlos. Mit dem 0:0 und einem Punkt im Gepäck ging es für die Mannschaft von Trainer Norbert Frey zurück nach Hause. Nach dem Spiel überwog allerdings das Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar mehr möglich gewesen wäre.
Frey hatte den kommenden Gegner erst wenige Tage zuvor selbst unter die Lupe genommen. Beim Mittwochsspiel gegen Kitzbühel machte sich der St.Johann Trainer ein Bild von den Imstern und wusste dementsprechend, welche schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen würde.
„Ich habe unseren Gegner am Mittwoch gegen Kitzbühel gesehen. Nach dem, was ich da gesehen habe, wäre ich vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen“, erklärte Frey.
Nach den 95 Minuten fiel seine Einschätzung allerdings etwas anders aus. Denn St. Johann versteckte sich keineswegs und hatte vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten.
Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an konzentriert und setzten den Matchplan ihres Trainers gut um. Vor allem in den ersten 45 Minuten hätte sich St. Johann für den gelungenen Auftritt belohnen können. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden jedoch nicht konsequent genug zu Ende gespielt.
„Wir waren diejenigen, die in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen hätten können“, bilanzierte Frey. Genau diese fehlende Konsequenz sollte am Ende den Unterschied zwischen einem Punkt und einem möglichen Auswärtssieg ausmachen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Johann gut in der Partie und hielt gegen die Imster dagegen. Ein Treffer wollte an diesem Nachmittag allerdings auf beiden Seiten nicht fallen. Nach 95 Minuten stand somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Für Frey war seine Mannschaft dabei keineswegs nur nach Imst gekommen, um defensiv dagegenzuhalten und irgendwie einen Punkt mitzunehmen. „Wir haben uns nicht bloß teuer verkauft“, betonte der Trainer. Vielmehr habe sein Team gezeigt, dass es auch auswärts gegen einen starken Gegner selbst Akzente setzen kann.
„Wenn man sich die 95 Minuten anschaut, dann haben wir es gut gemacht. Wenn wir unsere Möglichkeiten noch ein bisschen konsequenter und konzentrierter abgeschlossen hätten, hätten wir mit einem Sieg nach Hause fahren können oder sogar müssen“, so Frey.
Schwierige Trainingswoche gut weggesteckt
Umso höher ist die Leistung auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die Partie einzuschätzen. Die Trainingswoche verlief für St. Johann alles andere als optimal. Nach dem vorherigen Auswärtsspiel waren mehrere Spieler angeschlagen, lange war nicht klar, wer für die Begegnung in Imst tatsächlich zur Verfügung stehen würde.
Das Trainerteam war dadurch gezwungen, die Mannschaft teilweise umzubauen. Auf dem Platz war davon jedoch nur wenig zu erkennen.
„Wir hatten vom letzten Auswärtsspiel einige Verletzte, bei denen nicht klar war, ob sie spielen können oder nicht. Deshalb mussten wir ein bisschen umbauen“, erklärte Frey. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat genau das umgesetzt, was wir ausgemacht haben.“
Nur das „i-Tüpfelchen“ fehlte
Dass am Ende kein Sieg heraussprang, war für den Trainer der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Auftritts. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, indem es am Ende ein Sieg gewesen wäre“, fasste Frey zusammen.
Aus seiner Sicht konnten die Gastgeber mit der Punkteteilung letztlich sogar besser leben: „Imst kann glücklich sein, dass sie zumindest einen Punkt behalten haben.“
So fährt St. Johann zwar „nur“ mit einem Zähler nach Hause, kann aus der torlosen Partie aber einiges Positives mitnehmen. Trotz schwieriger Voraussetzungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, setzte die taktischen Vorgaben um und erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Einzig die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte und damit auch die Belohnung in Form von drei Punkten.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Imst

Englische Woche fordert Kitzbühel

Intensive Tage liegen hinter dem FC Kitzbühel. Aufgrund des ÖFB-Cup-Auftritts wartete auf die Mannschaft von Trainer Michael Baur eine englische Woche mit drei anspruchsvollen Partien innerhalb von nur sieben Tagen. Nach dem Cupspiel gegen den GAK folgte am Mittwoch das Duell mit dem favorisierten SC Imst, ehe am Sonntag der VfB Hohenems in Kitzbühel gastierte. Während gegen Imst ein umkämpfter 3:2-Erfolg gelang, mussten sich die Kitzbüheler zum Abschluss der intensiven Woche Hohenems mit 1:2 geschlagen geben.
Kitzbühel dreht Partie gegen Imst
Das Mittwochsspiel gegen Imst begann zunächst eher ruhig. Beide Mannschaften agierten kontrolliert, große Höhepunkte blieben in den ersten 45 Minuten weitgehend aus. Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Pause hindeutete, bekamen die Gäste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen. Imst nutzte die Gelegenheit und ging mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer dann ein völlig anderes Spiel zu sehen. Die Intensität nahm deutlich zu, die Zweikämpfe wurden härter und Kitzbühel zeigte sich wesentlich aggressiver.
Der erhöhte Einsatz sollte sich auszahlen. In der 60. Minute war Benedikt Huber zur Stelle und erzielte den 1:1-Ausgleich. Kitzbühel hatte nun endgültig in die Partie gefunden und legte nach Vitali Borsuk brachte die Hausherren mit 2:1 in Führung und drehte damit innerhalb kurzer Zeit das Spiel.
Imst fand allerdings noch einmal eine Antwort und stellte wenig später auf 2:2. Doch Kitzbühel wollte sich an diesem Abend nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Erneut war es Benedikt Huber, der mit seinem zweiten Treffer den entscheidenden Akzent setzte. Mit dem Tor zum 3:2 avancierte er zum Matchwinner und fixierte drei wichtige Punkte für die Kitzbüheler.
Unschöne Szene sorgt für Diskussionen
Überschattet wurde die intensive Partie von einer unschönen Szene nach einem Pressball. Ein Imster Spieler wertete die Aktion als Foul, sprang anschließend auf und ging auf Raul Baur los. Im Nachgang erhob er den Vorwurf, zuvor rassistisch beleidigt worden zu sein. Nach Angaben konnten weder der Schiedsrichter noch unmittelbar umstehende Spieler eine solche Äußerung bestätigen.
Der FC Kitzbühel weist den Vorwurf zurück und distanziert sich zugleich klar von rassistischen Äußerungen und jeder Form von Diskriminierung. Unabhängig von der sportlichen Rivalität sollen derartige Vorfälle sachlich aufgearbeitet werden.
Sportlich blieb für Kitzbühel ein wichtiger 3:2-Erfolg gegen einen favorisierten Gegner und vor allem eine starke Reaktion nach dem Pausenrückstand.
Gegen Hohenems gehen die Kräfte aus
Viel Zeit zur Regeneration blieb allerdings nicht. Bereits am Sonntag wartete mit dem VfB Hohenems die nächste schwierige Aufgabe. Diesmal gelang es Kitzbühel nicht, die Partie auf seine Seite zu ziehen. Die Gäste setzten sich mit 2:1 durch und nahmen die drei Punkte mit nach Vorarlberg.
Trainer Michael Baur verwies nach dem Spiel auch auf die hohe Belastung der vergangenen Tage. „Das war innerhalb von sieben Tagen das dritte richtig starke Match gegen Mannschaften, die richtig gut Fußball spielen“, erklärte der Kitzbühel-Coach.
Mit zunehmender Spieldauer habe man seiner Mannschaft die intensive Woche angemerkt. „Im Laufe des Spiels hat man gemerkt, dass die Kräfte langsam zu Ende gehen“, so Baur.
Anders als gegen Imst gelang es den Kitzbühelern diesmal auch offensiv nicht, genügend gefährliche Situationen zu kreieren. Hohenems kam zu den besseren Möglichkeiten und verdiente sich damit aus Sicht des Trainers den Erfolg. „Wir haben es vorne nicht geschafft, die Situationen zu generieren, um Tore zu schießen. Sie hatten mehr Chancen, deshalb geht der Sieg von Hohenems unter dem Strich in Ordnung.“
So endet eine kräftezehrende Woche für Kitzbühel mit unterschiedlichen Gefühlen: Auf der einen Seite steht der starke 3:2-Heimsieg gegen Imst, auf der anderen die 1:2-Niederlage gegen Hohenems. Nach drei intensiven Spielen innerhalb von sieben Tagen dürfte nun vor allem eines willkommen sein: etwas Zeit zur Regeneration.