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Kitzbüheler Anzeiger
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Symbolfoto

Amerikanerin gilt als Gründerin des Muttertages

Wenn im Mai die ersten warmen Sonnenstrahlen die Bergwelt in ein sanftes Licht tauchen und die Wiesen in voller Blüte stehen, rückt ein besonderer Tag näher: der Muttertag. In der Region ist dieser Anlass weit mehr als nur ein Datum im Kalender – er ist ein fester Bestandteil gelebter Tradition und familiärer Verbundenheit.

Am zweiten Sonntag im Mai nehmen sich viele Menschen bewusst Zeit, um ihren Müttern Danke zu sagen. Es sind oft die kleinen Gesten, die dabei die größte Wirkung entfalten: ein selbst gepflückter Blumenstrauß, ein liebevoll zubereitetes Frühstück oder ein gemeinsamer Spaziergang in der Natur. Gerade in einer Region, in der Gemeinschaft und Familie eine zentrale Rolle spielen, wird der Muttertag mit besonderer Herzlichkeit begangen.

Frauenrechtlerin begründete Muttertag
Seinen Ursprung hat der Muttertag Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt die Methodistin Anna Marie Jarvis. Sie veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907 – dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter – ein „Memorial Mothers Day Meeting“. Im darauffolgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin erneut am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. 500 weiße Nelken ließ sie als Zeichen ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter verteilen (Quelle: Wikipedia).

In weiterer Folge widmete sie sich hauptberuflich dem Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen, und startete eine breit angelegte Initiative. Sie schrieb Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine, um einen Feiertag zu Ehren der Mütter zu etablieren. Die Bewegung fand rasch großen Anklang: Bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. Am 8. Mai 1914 verabschiedete der US-Kongress die „Joint Resolution Designating the Second Sunday in May as Mother’s Day“. Als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter sollte fortan der zweite Sonntag im Mai als Muttertag begangen werden. Noch im selben Jahr wurde er erstmals als nationaler Feiertag gefeiert.

1924 in Österreich erstmals Mal gefeiert
In Österreich wurde der Muttertag im Jahr 1924 auf Initiative von Marianne Hainisch eingeführt. Sie war die Mutter des ersten österreichischen Bundespräsidenten Michael Hainisch. Die Wienerin (1839–1936) galt als engagierte Frauenrechtlerin und als Begründerin der österreichischen Frauenbewegung. Sie etablierte den Ehrentag, der seither jährlich am zweiten Sonntag im Mai gefeiert wird.

Auch im Bezirk Kitzbühel zeigt sich rund um den Muttertag ein vertrautes Bild: Floristikbetriebe bereiten sich auf einen der umsatzstärksten Tage des Jahres vor, während Bäckereien und Konditoreien mit speziellen Angeboten locken.

Zwischen Tradition und Wandel
Gleichzeitig hat sich die Bedeutung des Muttertags im Laufe der Zeit gewandelt. Während früher vor allem die klassische Rolle der Mutter im Mittelpunkt stand, wird heute ein breiteres Verständnis von Familie gelebt. Alleinerziehende, Patchwork-Familien sowie Großmütter und andere wichtige Bezugspersonen werden zunehmend in die Feierlichkeiten einbezogen.

Der Muttertag bleibt damit ein Tag der Wertschätzung – traditionell verwurzelt und zugleich offen für neue Formen des familiären Miteinanders. Am Ende ist der Muttertag vor allem eines: eine Erinnerung daran, Danke zu sagen. Mit Zeit, Aufmerksamkeit und ehrlichen Worten – denn oft sind genau das die schönsten Geschenke.

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