
Brixen verliert Kellerduell gegen Schwoich und bleibt Schlusslicht
Es war ein richtungsweisendes Duell im Tabellenkeller: Der SV Brixen reiste am Samstagnachmittag zum FC Schwoich, um im direkten Aufeinandertreffen wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Doch trotz einer kämpferischen Aufholjagd in Unterzahl mussten sich die Brixner am Ende mit 2:4 geschlagen geben. Damit bleibt die Mannschaft mit zwei Punkten aus neun Spielen auf dem letzten Tabellenplatz, knapp hinter dem SC Kirchberg.
Die Gäste fanden nur schwer in die Begegnung. Schwoich nutzte die Unsicherheiten der Brixner konsequent aus und ging in der 29. Minute mit 1:0 in Führung. Nur neun Minuten später legten die Hausherren nach und erhöhten auf 2:0. „Wir haben schlecht ins Spiel gefunden, eine schwache erste Halbzeit gespielt und zwei billige Tore kassiert“, zeigte sich Brixner Trainer Andreas Hölzl unzufrieden.
Nach der Pause sollte sich einiges ändern. Doch zunächst folgte der nächste Rückschlag: Schwoich erhöhte auf 3:0. Brixen gab sich allerdings nicht geschlagen und verkürzte in der 58. Minute nach einer gelungenen Aktion von Roman Beihammer auf 3:1. Nur vier Minuten später wurde es turbulent. Der kurz zuvor eingewechselte Emanuel Reiter sah wegen eines Fouls die Rote Karte. Eine Entscheidung, die beim Brixner Trainer für Unverständnis sorgte. „Meiner Meinung nach war die Rote Karte überzogen, aber es war eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters.“

Trotz Unterzahl bewiesen die Gäste Moral. In der 65. Minute gelang nach einer schönen Kombination zwischen Roman Beihammer und Philipp Schmidt der Anschlusstreffer zum 3:2. Plötzlich war wieder alles offen. Brixen kämpfte sich zurück und hatte sogar die große Möglichkeit zum Ausgleich. Doch eine hundertprozentige Chance frei vor dem Tor blieb ungenutzt.In der 87. Minute bekamen die Gastgeber schließlich einen Handelfmeter zugesprochen und verwandelten zum 4:2-Endstand. Damit war die Partie entschieden.
Brixen hält am eigenen Weg fest
Mit lediglich zwei Punkten aus neun Begegnungen bleibt die sportliche Situation angespannt. Dennoch will man in Brixen nicht in Panik verfallen. „Wir wussten vor der Saison, dass es schwierig wird. Die Liga ist qualitativ stark und wir hatten erneut einen riesigen Umbruch“, erklärt Hölzl. Die bisherige Punkteausbeute sei zwar deutlich zu gering, spiegle aber nicht alle gezeigten Leistungen wider.
Besonders die Entwicklung der jungen Spieler steht weiterhin im Mittelpunkt. „Wir versuchen, uns zu verbessern und die jungen Spieler an das Liganiveau heranzuführen.“ Trotz der schwierigen Tabellenlage bleibt die Marschrichtung unverändert. „Wir werden nicht die Nerven verlieren. Wir stehen alle hinter unserem Brixner Weg, weil das für die Zukunft der einzig sinnvolle und erfolgreiche Weg ist.“ Die Niederlage in Schwoich schmerzt, doch die kämpferische zweite Halbzeit gibt zumindest Hoffnung für die kommenden Aufgaben.