
Die Kitzbüheler Adler feiern den ersten Saisonsieg gegen die Unterland Cavaliers.
Adler Kitzbühel holen vier Punkte
Die Adler Stadtwerke Kitzbühel haben erstmals in der neuen Saison angeschrieben. Nach dem klaren Heimsieg gegen die Unterland Cavaliers war auch beim amtierenden Meister in Gröden ein voller Erfolg in Reichweite. Am Ende mussten sich die Kitzbüheler dort allerdings mit einem Punkt begnügen.
Im Sportpark brauchte die Partie gegen die Cavaliers zunächst etwas Anlauf. Beide Mannschaften agierten vorsichtig, ehe die Adler kurz vor der ersten Pause doppelt zuschlugen: Elliot Stahlberg brachte die Gastgeber im Powerplay in Führung (19.), nur 41 Sekunden später stellte Matic Podlipnik auf 2:0.
Strafbank im Mittelpunkt
Im zweiten Abschnitt rückte die Strafbank zunehmend in den Mittelpunkt. Nachdem Markus Hanl und Alexander Höller bei einer Doppelchance im Powerplay noch am Torhüter beziehungsweise an der Latte gescheitert waren, nutzten die Gäste wenige Minuten später eine doppelte Überzahl zum Anschluss durch Gabriel Zerbetto (29.). Die Antwort folgte postwendend: Gerade von der Strafbank zurück, traf Stahlberg mit seinem ersten Puckkontakt zum 3:1.
Danach zogen die Adler davon. Podlipnik benötigte beim nächsten erfolgreichen Powerplay gerade vier Sekunden für seinen zweiten Treffer (38.). Raffael Aigner krönte kurz vor der Pause ein Solo mit dem 5:1. Eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer gegen Zerbetto verschaffte den Hausherren zum Start ins Schlussdrittel erneut Überzahl. Clemens Krainz (42.) und Höller (43.) erhöhten auf 7:1, ehe Moritz Kaufmann den Endstand besorgte (48.). „Wir hatten viele Powerplay-Situationen, haben eine Menge Tore geschossen“, freute sich Stahlberg nach dem ersten Saisonsieg.
Beim Meister knapp gescheitert
Deutlich enger verlief die Auswärtspartie beim HC Gherdeina. Trotz 14 Kitzbüheler Torschüssen blieb das erste Drittel torlos. Mehrere Strafen erschwerten den Gästen das Spiel, doch die Unterzahlformationen hielten stand.
Nach der Grödner Führung durch Stephan Deluca (22.) gelang Patrick Bruckner ausgerechnet in Unterzahl der Ausgleich: Er nutzte einen Fehler der Hausherren und platzierte den Puck zum 1:1 im Netz (26.). Zwar brachte Giovanni Mandruzzato den Meister wenig später erneut voran (27.), doch Stahlberg sorgte im Powerplay für den verdienten 2:2-Pausenstand (39.).
Markus Gratzer hadert mit Ergebnis
Auch im Schlussdrittel war der Schwede zur Stelle. Mit seinem vierten Tor in den letzten beiden Partien schoss er die Adler erstmals in Führung (52.). Simon Pitschieler glich jedoch nur drei Minuten später aus. Nach torloser Verlängerung entschied Matteo Luisetti das Penaltyschießen für Gröden.
Entsprechend haderte der Kitzbüheler Torhüter Markus Gratzer mit dem Ausgang: „Wenn man dann fünf Minuten vor Schluss führt, darf man das Spiel nicht mehr hergeben.“ Patrick Bruckner, der das zwischenzeitliche 1:1 erzielte, sah vor allem bei der Disziplin einen Ansatzpunkt: „Wir müssen uns von der Strafbank fernhalten, dann können wir jeden Gegner schlagen.“ Die nächste Gelegenheit bietet sich am Donnerstag. Dann empfangen die Adler um 19.30 Uhr die Wipptal Broncos im Sportpark Kitzbühel.