
Streif bleibt steil und heiß begehrt
Wenn am Samstag rund 1.000 Athleten am Fuße der Streif in Kitzbühel stehen, geht das Vertical Up in seine 15. Auflage. Es ist längst ein Fixpunkt im Wintersportkalender der Gamsstadt.
Was im Dezember 2010 als verrückte Idee unter Freunden begann, entwickelte sich rasch zu einem Event mit internationaler Strahlkraft. Die Vorstellung, eine der berühmtesten Skiabfahrten der Welt nicht hinunter, sondern hinaufzulaufen, faszinierte von Beginn an. Seither wuchs das Rennen stetig in sportlicher, organisatorischer und emotionaler Hinsicht.
Das Rennen 2026 ist bereits seit Dezember ausverkauft, dennoch treffen weiterhin Anfragen aus aller Welt ein, die das Organisationsteam leider absagen muss.
Zwei Köpfe, ein eingespieltes Team
Hinter dem Event stehen zwei Hauptverantwortliche: Sebastian Obermoser kümmert sich um alles, was sich entlang der Strecke abspielt und aufgebaut werden muss, von Markierungen über Sicherheitseinrichtungen bis zur technischen Infrastruktur. „Wir tun alles, was es für ein sicheres und faires Rennen braucht. Aber die Streif bleibt, wie sie ist, kompromisslos steil“, erklärt Obermoser.
Bianca Riegel verantwortet die Gesamtorganisation. Sie kommuniziert mit den Athleten, betreut etwa 30 Partner und wickelt gemeinsam mit rund 100 Helfern das Rennen vor Ort ab. „Dass wir heuer so schnell ausverkauft waren und so viele internationale Athleten nach Kitzbühel kommen, zeigt, dass das Vertical Up seinen ganz eigenen Spirit entwickelt hat“, freut sie sich.
Auch heuer sind beim Vertical Up wieder 24 Nationen vertreten – darunter auch die Schweizer Vorjahressieger Martin Anthamatten und Victoria Kreuzer. Letztere hält zudem den Damen Streckenrekord in 36:53,1 Minuten. Den Herrenrekord hält weiterhin Christian Hoffmann mit 30:29,1 Minuten aus dem Jahr 2016, auch er steht wieder an der Startlinie.
Mit dabei sind außerdem Skibergsteiger Christof Hochenwarter sowie X Alps Rekordsieger Chrigel Maurer mit Team. Dazu kommen zahlreiche Nachwuchstalente, die sich auf den 860 Höhenmetern der Streif beweisen wollen. Ob die Rekordzeiten fallen, bleibt offen. Klar ist jedoch, die Leistungsdichte ist hoch und die Streif wird auch zum Jubiläum nichts verschenken.
Mehr als nur ein Rennen
Was das Vertical Up seit Beginn prägt, ist die besondere Mischung aus Extremleistung und Gemeinschaft. Profisportler, ambitionierte Bergläufer und Hobbyathleten stehen Seite an Seite am Start und stellen sich gemeinsam der Herausforderung.
Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste auch nach der offiziellen Siegerehrung: Ab 22.30 Uhr steigt im K3 KitzKongress die Jubiläums-After-Party. Für die passende Stimmung sorgt die Kirchberger Band „A Journey to IO“.