
Die neuen Gildenmitglieder beim Trainieren in der Kletterhalle (von links): Doris Wörle, Sabine Bartl, Rene Koller, Obmann Raimund Sulzenbacher, Éva Dési, Christoph Wörle und Gitti Obermoser.
Sechs neue Mitglieder bei der Edelweißgilde Kitzbühel
Ein Jahr ist vergangen, seit die Edelweißgilde Kitzbühel ihre Kletterpartnerbörse gestartet hat – mit dem Ziel, junge und motivierte Kletterer für alpine Touren im Gebirge zu begeistern.
Höchst erfreuliches Ergebnis
Gleich sechs neue Mitglieder haben über diese Aktion den Weg zum Kletterverein gefunden. Bemerkenswert ist, dass unter den sechs Neuzugängen gleich vier Damen sind. „Frauenpower in der Edelweißgilde“, freut sich Obmann Raimund Sulzenbacher. „Unsere Jungen sind super motiviert und bringen viel neuen Schwung ins Vereinsleben.“
Auf den Spuren von Kathi Schlechter, die der Gilde als erste Frau schon kurz nach der Vereinsgründung im Jahr 1925 beigetreten war und ihre Seilpartner damals mit großem Kletterkönnen beeindruckte, wandeln heute Sabine Bartl, Éva Dési, Gitti Obermoser und Doris Wörle. Ebenfalls neu dazugekommen sind Christoph Wörle und Rene Koller, zwei routinierte und starke Kletterer aus Kitzbühel und Waidring.
Ärztin Sabine Bartl ist eine großartige Sportkletterin, die alpine Abenteuerluft schnuppern will. Die gebürtige Ungarin Éva Dési, der Liebe wegen nach Aurach gezogen, ist bereits einige schwere Kaiser-Klettertouren vorgestiegen und will noch viele Klassiker im „Heimatrevier“ der Gilde klettern. Gitti Obermoser, in jungen Jahren schon mit ihrem Vater im Fels unterwegs, will nach einer Kletterpause wieder voll angreifen. Doris Wörle tut dies bereits regelmäßig und erfolgreich mit ihrem Mann Christoph. Sie ist die alpin erfahrenste Kletterin im Frauen-Quartett der Gilde.
Wie gut die Damen im Fels unterwegs sind, zeigte sich erst kürzlich wieder beim Frühlings-Kletterausflug der Edelweißgilde nach Bozen. Im roten Porphyr-Fels, der ausgefeiltes technisches Können verlangt, gelangen schöne Touren. Noch wird regelmäßig in der Kletterhalle trainiert, doch bald geht es zum Kraxeln in den Kaiser und auf die Steinplatte. Die Vorfreude ist groß.