
Christian Rieser, Peter Zimmermann, Hannes Sandbichler, Stefan Astner, Paul Sieberer, Michael Hollaus, Franz Heim und der scheidende Obmann-Stellvertreter Martin Antretter (von links).
Bezirk
Neuer Ausschuss beim „Naturraum Brixental“
Was im Jahr 2011 mit der Erstellung einer Wander- und Skitourenkarte begann, um Besucherströme in der Kelchsau naturverträglich zu lenken, hat sich mittlerweile zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt. Der Verein Netzwerk Naturraum Brixental setzt seit Jahren Maßnahmen zum Schutz sensibler Naturräume um und gilt heute als beispielgebend für andere Regionen.
Bei der Generalversammlung blickte Obmann Paul Sieberer auf die vergangenen drei Jahre zurück. Im Mittelpunkt stand dabei die Umsetzung des digitalen Besucherleitsystems. Aufgrund des schneearmen Winters konnte dessen Wirkung bisher allerdings nur eingeschränkt überprüft werden. Im Frühjahr und Sommer wird die digitale Besucherlenkung nun auch in Kirchberg installiert. In Westendorf besteht derzeit kein Bedarf.
Um Fehler zu finden, auch Sommerbetrieb
Um mögliche Kinderkrankheiten zu beseitigen, bleibt das System heuer auch über die Sommermonate hinweg in Betrieb. Künftig soll die Besucherlenkung vor allem während der Wintersaison eingesetzt werden.
Positive Worte fand Christian Rieser von den Österreichischen Bundesforsten für die umgesetzten Maßnahmen. Besonders die digitale Besucherlenkung sowie die neue Einrichtung in der Windau seien wichtige Schritte. Nun gelte es, die gewonnenen Daten verstärkt in Touren-Apps und digitale Planungsplattformen einzubinden.
Rieser berichtete zudem, dass das Projekt „Wildlife“ im Bereich des Steinberghauses nach den Windwurfschäden wieder vollständig hergestellt werden konnte. Förster Peter Zimmermann verwies auf eine Veranstaltung mit rund 90 Schülerinnen und Schülern des BG/BORG St. Johann.
Diskutiert wurde auch die Situation auf Aufforstungsflächen in der Kelchsau. Waldaufseher Hannes Sandbichler kritisierte, dass hier Ortsbekannte vorsätzlich zwischen den Akazienpflöcken durchfahren und dabei Schäden verursachen. „Da wird man Stellung beziehen und klar Text reden müssen“ meinte er.
Förster Franz Heim bedankte sich bei den zahlreichen Helfern, die jedes Jahr Wimpel und Hinweistafeln zur Besucherlenkung aufstellen und wieder abbauen. Gleichzeitig verwies er auf die zunehmende Präsenz großer Beutegreifer im Brixental. Großes Lob kam auch von Klaus Pietersteiner, Landesverantwortlicher der Initiative „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“.
Bei den Neuwahlen verabschiedete sich Martin Antretter nach vielen Jahren als Obmann-Stellvertreter aus dem Vorstand. Der neu gewählte Vorstand setzt sich aus Obmann Paul Sieberer, seinem Stellvertreter Michael Hollaus, Kassier Hannes Sandbichler und Schriftführer Franz Heim zusammen.