
Die Absolventen des Medicubus jubelten über ihre Diplome und Abschlusszeugnisse.
Medicubus verabschiedet seinen stärksten Jahrgang
Absolvent Andreas Jöchl fasste die gemeinsame Ausbildungszeit in seiner Rede berührend zusammen: „Heute feiern wir nicht nur den Abschluss unserer Ausbildung, sondern auch drei Jahre, in denen wir gemeinsam gelernt, erlebt und uns weiterentwickelt haben. Aus einer Klasse voller fremder Menschen sind Freunde und ein Teil einer gemeinsamen Geschichte geworden.“ Prüfungen, Praktika, Lernstress und schwierige Momente wurden gemeinsam bewältigt, immer wieder unterstützte man sich gegenseitig. „Was uns von dieser Zeit bleibt, ist deshalb nicht nur ein Diplom, sondern vor allem die Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse, Freundschaften und daran, dass wir diesen Weg gemeinsam geschafft haben“, so Jöchl. Auch Eva Maria Hechenberger, Sarah Hirnsberger und Vanessa Sacherer blickten für ihre Klassen zurück und fanden dabei persönliche Worte.
Die Stimmung bei der Abschlussfeier des heurigen Jahrgangs im Medicubus in St. Johann war feierlich und emotional. Dankesworte an das Medicubus-Team, Umarmungen und viele feuchte Augen prägten den Vormittag. Insgesamt 57 Absolventen erhielten ihr Diplom beziehungsweise ihre Abschlusszeugnisse – so viele wie noch nie seit dem Start der Pflegeschule im Medicubus.
Für die meisten ist der nächste Schritt bereits fixiert. Viele der Pflegekräfte werden ihr Berufsleben im Bezirkskrankenhaus St. Johann beginnen. Zur Freude von Krankenhausverbandsobmann
Bürgermeister Paul Sieberer, der den Absolventen ebenso wie Medicubus-Direktor Helmut Wallner und der stellvertretende Pflegedirektor des Bezirkskrankenhauses, Xaver Groll, herzlich gratulierte.
Harter Kampf bis zur Gründung
Dass es die Pflegeschule in St. Johann heute überhaupt gibt, war nicht selbstverständlich. Bgm. Stefan Seiwald und Bgm. Paul Sieberer hatten sich vor Jahren intensiv dafür eingesetzt, die Ausbildung im Bezirk zu verankern. In seiner Laudatio erinnerte Seiwald an die anfänglichen Widerstände. „Es hat ganz, ganz viele Zweifler, um nicht zu sagen Gegner gegeben. Die verschiedensten Argumente wurden ausgegraben – von ‚Macht keinen Sinn‘ über ‚Bringt nichts‘ und ‚Wird nicht weiterhelfen‘ bis hin zu ganz abstrusen Aussagen“, erinnerte sich der Bürgermeister.
Heute zeige sich, dass sich der Einsatz gelohnt habe: „Wenn ich jetzt in die Runde schaue und daran denke, dass unsere Pflegeschule eine richtige Vorzeigeschule in Westösterreich geworden ist, dann ist das auch ein Grund dafür, warum es mir heute eine ganz besondere Ehre ist, meine Glückwünsche zu überbringen.“
Der Medicubus füllte sich bereits wieder mit neuem Leben. Rund 60 Personen starten dieser Tage in St. Johann ihre Pflegeausbildung.

Freuen sich über den Erfolg des Pflegenachwuchses: Die Bürgermeister Stefan Seiwald, Paul Sieberer und Walter Astner mit Spitalsdirektor Christoph Pfluger (von links).