
Hermann Huber mit dem „Corpus Delikti“ und dem Bescheid der Bezirkshauptmannschaft – die Vorwürfe waren haltlos.
Huber entlastet: Verfahren eingestellt
Aufatmen für Wirtschaftskammerobmann Hermann Huber: Der Kitzbüheler Unternehmer war angezeigt worden, weil er auf einem Waldgrundstück illegal Abfall gelagert haben soll. Nun wurde das Verfahren seitens der Bezirkshauptmannschaft offiziell eingestellt.
Der Anzeigende hatte Huber verdächtigt, mehrere Tonnen Material nicht ordnungsgemäß entsorgt zu haben. Die Rede war unter anderem von Asphaltgranulat und Styropor. Huber hatte von Anfang an klargestellt, dass es sich bei dem Grundstück um einen regulären Lagerplatz handle. Das dort gelagerte Material sei für Straßensanierungen vorgesehen. Die beiden dort aufgefundenen Styropor- beziehungsweise Ziegelstücke seien seiner Vermutung nach absichtlich dort abgelegt worden.
Der Anzeiger ist Huber ebenfalls bekannt. „Der Anzeiger hat KI-generierte Bilder von mir in Umlauf gebracht. Da es sich um rufschädigende Bilder handelt, habe ich ihm daher über meinen Anwalt eine Unterlassungserklärung zukommen lassen“, erklärt Huber. Er vermutet deshalb einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorgängen und spricht von einem möglichen Racheakt.
„Der Lagerplatz liegt neben einem viel begangenen Spazierweg. Das wäre schon längst aufgefallen, wenn ich dort Müll abgelagert hätte“, sagt Huber. Verwundert zeigt er sich auch darüber, dass die Anzeige an verschiedene Stellen weitergeleitet worden sei.
Huber sieht die Angelegenheit auch vor dem Hintergrund seines langjährigen Engagements in der Öffentlichkeit kritisch. „Ich bin in keinster Weise wehleidig. Ich engagiere mich seit 25 Jahren in der Öffentlichkeit und meine Schultern sind inzwischen sehr breit geworden“, betont er. „Aber man muss sich schon fragen, warum sich junge Menschen noch für öffentliche Ämter zur Verfügung stellen sollen, wenn man dann so in die Auslage gestellt wird, wie es bei mir jetzt der Fall ist.“
Öffentliche Funktionen seien ohnehin nicht besonders gut bezahlt. „Da verliert man dann schon irgendwann die Motivation, wenn man so angegriffen wird“, sagt Huber. Besonders belastend sei für ihn, dass auch seine Familie von den Vorwürfen betroffen gewesen sei.