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Ermittlungen eingestellt: 34 Karabiner gehen zurück
Gute Nachrichten für die Schützenkompanien Waidring, Fieberbrunn und Pillersee: Nachdem die Ermittlungen in Österreich bereits eingestellt worden waren, hat nun auch die deutsche Justiz die Strafverfahren gegen die betroffenen Schützen beendet, informieren die Verantwortlichen des Bundes Tiroler Schützenkompanien. Zudem wurde die Rückgabe sämtlicher 34 sichergestellter Karabiner angeordnet.
Die Gewehre waren Ende Juni bei einer Polizeikontrolle im Kleinen Deutschen Eck sichergestellt worden. Rund 50 Traditionsschützen waren nach einer Ausrückung zum 70. Geburtstag und 35-jährigen Priesterjubiläum von Erzbischof Franz Lackner bei Bad Reichenhall von der deutschen Bundespolizei kontrolliert worden. Dabei wurden 34 Karabiner sichergestellt, weil unter anderem die erforderlichen EU-Feuerwaffenpässe nicht im Original vorgelegt werden konnten. Gegen die betroffenen Schützen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, insgesamt 6.800 Euro an Sicherheitsleistungen eingehoben.
Für zusätzliche Aufregung sorgten historische Hakenkreuz-Punzierungen auf zwölf der Gewehre. Die Staatsanwaltschaft Traunstein prüfte deshalb, ob die sichtbaren NS-Kennzeichen einen Straftatbestand erfüllen könnten. Der Bund der Tiroler Schützenkompanien stellte klar, dass es sich um historische Prüfzeichen aus der NS-Zeit und nicht um politische Botschaften handle. Man distanziere sich ausdrücklich von nationalsozialistischem Gedankengut.
Während die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen in Österreich bereits im Juli eingestellt hatte, dauerte das Verfahren in Deutschland länger. Nun kam auch von dort die Entwarnung: Die Strafverfahren gegen die betroffenen Schützen wurden eingestellt. Gleichzeitig ordnete die Staatsanwaltschaft die Herausgabe sämtlicher 34 Karabiner an. Die Übergabe an die drei Schützenkompanien soll demnächst erfolgen.