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Freerider von Lawine verschüttet – große Lawinengefahr in den Kitzbüheler Alpen
Am Mittwochvormittag ist es im freien Skiraum des Skigebiets „KitzSki“ im Gemeindegebiet von Kirchberg zu einem Lawinenabgang gekommen. Ein 20-jähriger Österreicher wurde dabei rund 250 Meter mitgerissen und verschüttet.
Gegen 10.45 Uhr waren zwei 20-jährige Österreicher von der Bergstation „Brunn-D3“ in Richtung „Penglstein1-D1“ unterwegs. Als einer der beiden in einen steilen Hang einfuhr, setzten sich plötzlich die Schneemassen in Bewegung. Der Wintersportler wurde über eine schmale Rinne talwärts gerissen.
Nachdem die Lawine zum Stillstand gekommen war, begann sein Begleiter umgehend mit der Suche mittels LVS-Gerät. Sechs weitere Freerider, die den Vorfall beobachtet hatten, eilten ebenfalls zur Hilfe. Nach rund 20 Minuten konnte der Verschüttete in einer Tiefe von rund Metern ausgegraben und geborgen werden.
Die Besatzung des alarmierten Rettungshubschraubers „Heli3“ stellte zunächst keine Lebenszeichen fest. Nach einer rund dreiminütigen Reanimation konnte der Herz-Kreislauf des 20-Jährigen wiederhergestellt werden. Er wurde anschließend mit Verletzungen unbestimmten Grades in die Klinik Innsbruck geflogen.
Im Einsatz standen die Bergrettung Kirchberg mit 15 Einsatzkräften und einem Hundeführer, die Pistenrettung „KitzSki“, der Rettungshubschrauber „Heli3“, der Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“ sowie die Alpinpolizei mit vier Beamten.
Lawinengefahr steigt weiter
Aufgrund des anhaltend Niederschlags steigt die Lawinengefahr im Laufe des morgigen Donnerstags in großen Teilen Tirols - unter anderem auch in Osttirol sowie in den Kitzbüheler, Tuxer und Zillertaler Alpen - oberhalb der Waldgrenze auf die Lawinengefahrenstufe 4 (große Lawinengefahr) an. Das bedeutet, Lawinen können sehr leicht ausgelöst werden. Alleine heute, Mittwoch, wurden von der Leitstelle Tirol 33 Lawinenabgänge verzeichnet. Die ExpertInnen des Lawinenwarndienstes des Landes Tirol und die Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appellieren erneut zu größtmöglicher Zurückhaltung, sorgfältiger Tourenplanung und dem Aufenthalt auf gesicherten Pisten. Alle Informationen zur aktuellen Lawinensituation finden sich unter www.lawinen.report.