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Kitzbüheler Anzeiger
Tag des Waldes

KEM-Manager Michael Kirchmair sowie Hansjörg Neuschmied (Sägewerk Neuschmied) und Manuel Pichler erklärten den Kreislauf rund um den nachhaltigen Rohstoff Holz.

Vom Baum zum Holzbrett

So spannend kann Lernen sein. Rund um den internationalen „Tag des Waldes“ am 21. März machten sich Schülerinnen und Schüler der Volksschule Kelchsau und der Mittelschule Hopfgarten auf den Weg, um den nachhaltigen Kreislauf von Holz hautnah zu erleben.

Wie bleibt ein Wald gesund?
Baum ist nicht gleich Baum. Förster Manuel Pichler nahm die Kinder mit in die faszinierende Welt der Forstwirtschaft und öffnete ihnen dabei neue Blickwinkel auf das Ökosystem Wald. Er zeigte den Kindern, wie ein gesunder Wald aufgebaut ist und warum eine nachhaltige Bewirtschaftung von großer Bedeutung ist. Denn Bäume wachsen über viele Jahrzehnte hinweg, speichern CO₂ und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Erst durch eine fachgerechte Holzernte zum richtigen Zeitpunkt kann sich der Wald wieder erneuern und langfristig als funktionierendes Ökosystem erhalten bleiben.

Holz als ganzheitlicher Rohstoff
Vom Baum zum Holzprodukt. In Hopfgarten wird seit mehr als 150 Jahren Holz als Rohstoff genutzt. Im Sägewerk Neuschmied, das seit sechs Generationen Fichten, Tannen und Lärchen verarbeitet, wurde eindrucksvoll sichtbar, wie nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert.

Inhaber Hansjörg Neuschmied und Betriebsleiter Franz Misslinger erklärten anschaulich, wie die angelieferten regionalen Baumstämme sortiert, geschnitten, getrocknet und schließlich zu hochwertigen Holzprodukten weiterverarbeitet werden. Dabei bleibt nichts ungenutzt: Selbst Sägespäne und Rinde werden weiterverwendet – etwa zur Energiegewinnung oder als wichtiger Rohstoff für die Pelletsproduktion. Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Kreislauf, in dem Ressourcen möglichst vollständig verwertet werden. Zudem bleiben Arbeitsplätze und wertvolles Know-how in der Region erhalten. Kurze Transportwege tragen darüber hinaus zum Umweltschutz bei und stärken gleichzeitig die heimische Wirtschaft.

So macht Lernen Spaß
Initiiert und organisiert von der Klima- und Energieregion „Lebensraum Hohe Salve“ unter der Leitung von KEM-Manager Michael Kirchmair, wurde der Ausflug in die Welt der Forstwirtschaft für die Schüler so zu einer nachhaltigen Erfahrung, die nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch zum achtsamen Umgang mit Natur und Ressourcen anregte. Die Freude war groß.

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