
Die Feuerwehr Kössen musste ausrücken – der starke Wind hatte während des Gewitters eine Baum umgeworfen.
Starkes Gewitter sorgte für Blaulicht-Einsätze
Die Gewitter, die am Dienstag, auch über den Bezirk zogen, sorgten für einige Blaulichteinsätze. Die Feuerwehr Kössen sowie die Feuerwehr St. Johann musste ausrücken, um vom Sturm geknickte Bäume wegzuräumen, die Straßen blockiert hatten.
Zwei britische Alpinisten hatten offenbar die Wetterlage unterschätzt und mussten am Stripsenzahn im Kaisergebirge aus einer Kletterroute gerettet werden. Das aufziehende Gewitter machte ein Weiterklettern ebenso unmöglich wie einen sicheren Rückzug.
Die 41-jährige Britin und ihr 59-jähriger Kletterpartner waren vom Stripsenjochhaus zur Klettertour „Stripsenzahn“ aufgebrochen. Beide verfügen laut Polizei über mehrjährige Erfahrung im alpinen Klettern.
Gegen 13.15 Uhr befanden sich die beiden in der sechsten Seillänge – nur noch zwei Seillängen vom Ausstieg entfernt –, als sie von einem heftigen Gewitter überrascht wurden. Da sie lediglich ein 70 Meter langes Einfachseil mitführten, war ein rasches Abseilen nicht möglich. Die Abseilstellen in der Route erfordern Seillängen von 50 Metern, weshalb ein sicherer Rückzug ausgeschlossen war. Auch ein Weiterklettern wäre aufgrund des Gewitters zu gefährlich gewesen.
Die beiden Alpinisten setzten daher einen Notruf ab. Da die Rettungshubschrauber Libelle Tirol und Libelle Salzburg bereits bei anderen Einsätzen gebunden waren, wurde der Notarzthubschrauber Christophorus 4 alarmiert. Die beiden Kletterer konnten schließlich unverletzt mittels Tau aus der Wand geborgen werden.
Im Einsatz standen zehn Mitglieder der Bergrettung St. Johann in Tirol, die Besatzung des Notarzthubschraubers Christophorus 4, eine Polizeistreife sowie ein Polizeialpinist.