St. Johann nimmt Punkt aus Imst mit
Nach dem FC Kitzbühel wollte auch der SK St. Johann beim Auswärtsspiel in Imst etwas Zählbares mitnehmen. Während die Kitzbüheler wenige Tage zuvor einen 3:2-Erfolg feiern konnten, endete die Partie zwischen Imst und St. Johann am Samstag torlos. Mit dem 0:0 und einem Punkt im Gepäck ging es für die Mannschaft von Trainer Norbert Frey zurück nach Hause. Nach dem Spiel überwog allerdings das Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar mehr möglich gewesen wäre.
Frey hatte den kommenden Gegner erst wenige Tage zuvor selbst unter die Lupe genommen. Beim Mittwochsspiel gegen Kitzbühel machte sich der St.Johann Trainer ein Bild von den Imstern und wusste dementsprechend, welche schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen würde.
„Ich habe unseren Gegner am Mittwoch gegen Kitzbühel gesehen. Nach dem, was ich da gesehen habe, wäre ich vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen“, erklärte Frey.
Nach den 95 Minuten fiel seine Einschätzung allerdings etwas anders aus. Denn St. Johann versteckte sich keineswegs und hatte vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten.
Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an konzentriert und setzten den Matchplan ihres Trainers gut um. Vor allem in den ersten 45 Minuten hätte sich St. Johann für den gelungenen Auftritt belohnen können. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden jedoch nicht konsequent genug zu Ende gespielt.
„Wir waren diejenigen, die in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen hätten können“, bilanzierte Frey. Genau diese fehlende Konsequenz sollte am Ende den Unterschied zwischen einem Punkt und einem möglichen Auswärtssieg ausmachen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Johann gut in der Partie und hielt gegen die Imster dagegen. Ein Treffer wollte an diesem Nachmittag allerdings auf beiden Seiten nicht fallen. Nach 95 Minuten stand somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Für Frey war seine Mannschaft dabei keineswegs nur nach Imst gekommen, um defensiv dagegenzuhalten und irgendwie einen Punkt mitzunehmen. „Wir haben uns nicht bloß teuer verkauft“, betonte der Trainer. Vielmehr habe sein Team gezeigt, dass es auch auswärts gegen einen starken Gegner selbst Akzente setzen kann.
„Wenn man sich die 95 Minuten anschaut, dann haben wir es gut gemacht. Wenn wir unsere Möglichkeiten noch ein bisschen konsequenter und konzentrierter abgeschlossen hätten, hätten wir mit einem Sieg nach Hause fahren können oder sogar müssen“, so Frey.
Schwierige Trainingswoche gut weggesteckt
Umso höher ist die Leistung auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die Partie einzuschätzen. Die Trainingswoche verlief für St. Johann alles andere als optimal. Nach dem vorherigen Auswärtsspiel waren mehrere Spieler angeschlagen, lange war nicht klar, wer für die Begegnung in Imst tatsächlich zur Verfügung stehen würde.
Das Trainerteam war dadurch gezwungen, die Mannschaft teilweise umzubauen. Auf dem Platz war davon jedoch nur wenig zu erkennen.
„Wir hatten vom letzten Auswärtsspiel einige Verletzte, bei denen nicht klar war, ob sie spielen können oder nicht. Deshalb mussten wir ein bisschen umbauen“, erklärte Frey. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat genau das umgesetzt, was wir ausgemacht haben.“
Nur das „i-Tüpfelchen“ fehlte
Dass am Ende kein Sieg heraussprang, war für den Trainer der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Auftritts. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, indem es am Ende ein Sieg gewesen wäre“, fasste Frey zusammen.
Aus seiner Sicht konnten die Gastgeber mit der Punkteteilung letztlich sogar besser leben: „Imst kann glücklich sein, dass sie zumindest einen Punkt behalten haben.“
So fährt St. Johann zwar „nur“ mit einem Zähler nach Hause, kann aus der torlosen Partie aber einiges Positives mitnehmen. Trotz schwieriger Voraussetzungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, setzte die taktischen Vorgaben um und erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Einzig die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte und damit auch die Belohnung in Form von drei Punkten.