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Kitzbüheler Anzeiger
Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Fügen

Kitzbühel unterliegt Fügen mit 0:2

Neue grüne Heimtrikots, viel Selbstvertrauen nach dem Traumstart in der Vorwoche und die nächsten Punkte fest im Visier: Der FC Kitzbühel ging mit breiter Brust in das Heimspiel gegen den SV Fügen. Doch die Gäste aus dem Zillertal erwiesen sich als unangenehmer Gegner und vor allem vor dem Tor als effizient.

Die Vorzeichen hätten durchaus Lust auf mehr machen können. Nach dem gelungenen Auftakt in der Vorwoche wollte der FC Kitzbühel vor heimischem Publikum gleich nachlegen. Passend dazu präsentierten sich die Gamsstädter erstmals im neuen Design und liefen in ihren neuen grünen Heimtrikots auf.

Doch schon in den ersten Minuten wurde deutlich, so einfach wie erhofft würde es diesmal nicht werden. Kitzbühel fand zunächst nur schwer in die Partie, während der SV Fügen wesentlich besser ins Spiel startete. Immer wieder wurde es vor dem Kitzbüheler Tor brenzlig. In der 27. Minute folgte schließlich die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Gäste. Stephan Kuen nutzte die Gelegenheit und brachte die Zillertaler mit 1:0 in Führung.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Fügen

Bitterer Rückschlag für Stradins
Als wäre der Rückstand nicht schon ärgerlich genug, folgte kurz darauf der nächste Rückschlag für die Hausherren. „Freistoß-Monster“ Deniss Stradins verletzte sich bei einer unglücklichen Aktion, als er auf den Ball trat, am Oberschenkel und konnte nicht weitermachen. Für ihn war die Partie vorzeitig beendet.

Den Kopf hängen lassen? Für die elf in grün keine Option. Mit zunehmender Spieldauer fand Kitzbühel immer besser in die Begegnung. Fügen wurde nach der Führung nachlässiger, ließ den Hausherren mehr Platz und brachte die Mannschaft von Trainer Michael Baur dadurch zurück ins Spiel. Noch vor der Pause gelang es den Kitzbühelern mehrmals, gefährlichen Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen. Einzig der Treffer wollte nicht fallen. So retteten die Gäste ihre knappe 1:0-Führung in die Halbzeit.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Fügen

Kitzbühel drückt - Fügen trifft
Nach dem Seitenwechsel ging es dort weiter, wo die erste Hälfte aufgehört hatte. Jetzt waren es über weite Strecken die Gamsstädter, die den Ton angaben. Kitzbühel drängte nach vorne, erspielte sich Möglichkeiten und suchte mit Nachdruck den Ausgleich. Doch genau hier lag an diesem Tag das große Problem: Die Chancen waren da, die nötige Konsequenz vor dem Tor fehlte.

Und wie so oft im Fußball wird mangelnde Effizienz bestraft. Mitten in die Kitzbüheler Drangphase setzte Fügen einen Konter und erneut war es Stephan Kuen, der zuschlug. Mit seinem zweiten Treffer erhöhte er auf 2:0 und schnürte damit seinen persönlichen Doppelpack. Ein Wirkungstreffer, aber noch lange kein Grund für die Kitzbüheler, die Partie abzuschreiben.

In der 75. Minute brachte Michael Baur noch einmal frische Kräfte. Dass Fügen bereits in der ersten Runde eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, dürfte den Kitzbühelern zusätzliche Hoffnung gemacht haben. Die Marschroute war jedenfalls klar, Alles nach vorne!

Kitzbühel erhöhte noch einmal den Druck, warf bis in die Schlussphase alles in die Waagschale und versuchte mit aller Kraft, zumindest den Anschlusstreffer zu erzwingen. Doch an diesem Matchday schien das gegnerische Tor wie vernagelt. Was die Hausherren auch versuchten, der Ball wollte einfach nicht über die Linie.

Bis zur letzten Sekunde kämpfte der FC Kitzbühel um die Punkte aus der zweiten Runde. Belohnt wurde dieser Einsatz diesmal nicht. Am Ende stand eine 0:2-Niederlage, die aufgrund der Leistungssteigerung und der Möglichkeiten der Hausherren durchaus bitter ausfiel.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Fügen

„Heute kam von uns einfach zu wenig“
Auch innerhalb der Mannschaft gab es nach dem Schlusspfiff keine Ausreden. Raul Baur fand klare Worte: „Heute kam von uns einfach zu wenig, das müssen wir ehrlich sagen.“ Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorne. Fußball gebe schließlich schon eine Woche später die Möglichkeit, es besser zu machen. Dann wolle die Mannschaft wieder mit mehr Intensität und jenen Tugenden auftreten, die es brauche, um Spiele zu gewinnen.

Vor allem im letzten Drittel sieht Raul Baur noch Luft nach oben. Vor dem gegnerischen Tor müsse die Mannschaft wieder konsequenter und zielstrebiger agieren. „Mehr Ruhe und Klarheit bei den entscheidenden Aktionen“ sollen dafür sorgen, dass aus dem betriebenen Aufwand künftig auch wieder Zählbares entsteht. Mit mehr Überzeugung und Intensität soll bereits im nächsten Heimspiel die passende Antwort folgen.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Fügen

Für Raul könnte die kommende Partie zudem persönlich eine besondere werden: Sein 99. Regionalliga-Spiel steht bevor und damit rückt auch die magische 100 immer näher. „Natürlich ist die 100 eine besondere Marke“, weiß auch der Kitzbüheler, der den persönlichen Meilenstein durchaus wahrnimmt, ihn aber nicht in den Vordergrund stellen möchte. Der Fokus liege zunächst auf dem 99. Einsatz und darauf, der Mannschaft Woche für Woche mit seiner Leistung zu helfen. Wenn dann wenig später tatsächlich der 100. Regionalliga-Einsatz folgt, werde das aber zweifellos „ein besonderer Moment“ sein.

Für Kitzbühel gilt es nun also, die richtigen Lehren aus der Niederlage zu ziehen. Denn auch wenn das Ergebnis gegen Fügen nicht stimmte: Über weite Strecken zeigte die Mannschaft, dass sie sich Möglichkeiten erarbeiten und einen Gegner unter Druck setzen kann. Jetzt müssen aus Chancen nur noch Tore werden.

Raul Baur im Interview

Raul, wie blickst du auf das Match zurück, was war positiv, was war negativ?
Das war von uns einfach zu wenig, das müssen wir ehrlich sagen. Aber genau das macht den Fußball aus: Eine Woche später bekommt man die Chance, es wieder besser zu machen. Genau das wollen wir nächste Woche zeigen – mit mehr Intensität und den Tugenden, die es braucht, um Spiele zu gewinnen. Dann bin ich guter Dinge das wir zuhause gewinnen.

Was muss sich ändern, um effizienter vorm gegnerischen Tor zu sein?
Wir müssen vor dem Tor wieder konsequenter und zielstrebiger auftreten. Gerade im letzten Drittel brauchen wir mehr Ruhe und Klarheit, um unsere Chancen besser zu Ende zu spielen. Wenn wir dort mit mehr Intensität und Überzeugung agieren, werden wir auch wieder effizienter sein. Ich bin guter Dinge, dass wir das im nächsten Heimspiel wieder auf den Platz bringen.

Kommende Woche findet dein 99. Regionalliga-Spiel statt, ist die Vorfreude auf die 100 schon da oder nimmt man solche Meilensteine gar nicht aktiv wahr?
Natürlich ist die 100 eine besondere Marke, und wenn man so kurz davorsteht, nimmt man das schon irgendwie wahr. Gleichzeitig versuche ich, mich nicht zu sehr mit solchen Zahlen zu beschäftigen. Mein Fokus liegt auf dem nächsten Spiel und darauf, Woche für Woche meine Leistung zu bringen und der Mannschaft zu helfen. Das 99. Spiel ist jetzt der nächste Schritt – und wenn dann die 100 erreicht ist, wird das sicher ein besonderer Moment sein.

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Fußball Regionalliga West St. Johann vs Imst

St. Johann nimmt Punkt aus Imst mit

Nach dem FC Kitzbühel wollte auch der SK St. Johann beim Auswärtsspiel in Imst etwas Zählbares mitnehmen. Während die Kitzbüheler wenige Tage zuvor einen 3:2-Erfolg feiern konnten, endete die Partie zwischen Imst und St. Johann am Samstag torlos. Mit dem 0:0 und einem Punkt im Gepäck ging es für die Mannschaft von Trainer Norbert Frey zurück nach Hause. Nach dem Spiel überwog allerdings das Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar mehr möglich gewesen wäre.
Frey hatte den kommenden Gegner erst wenige Tage zuvor selbst unter die Lupe genommen. Beim Mittwochsspiel gegen Kitzbühel machte sich der St.Johann Trainer ein Bild von den Imstern und wusste dementsprechend, welche schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen würde.
„Ich habe unseren Gegner am Mittwoch gegen Kitzbühel gesehen. Nach dem, was ich da gesehen habe, wäre ich vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen“, erklärte Frey.
Nach den 95 Minuten fiel seine Einschätzung allerdings etwas anders aus. Denn St. Johann versteckte sich keineswegs und hatte vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten.
Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an konzentriert und setzten den Matchplan ihres Trainers gut um. Vor allem in den ersten 45 Minuten hätte sich St. Johann für den gelungenen Auftritt belohnen können. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden jedoch nicht konsequent genug zu Ende gespielt.
„Wir waren diejenigen, die in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen hätten können“, bilanzierte Frey. Genau diese fehlende Konsequenz sollte am Ende den Unterschied zwischen einem Punkt und einem möglichen Auswärtssieg ausmachen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Johann gut in der Partie und hielt gegen die Imster dagegen. Ein Treffer wollte an diesem Nachmittag allerdings auf beiden Seiten nicht fallen. Nach 95 Minuten stand somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Für Frey war seine Mannschaft dabei keineswegs nur nach Imst gekommen, um defensiv dagegenzuhalten und irgendwie einen Punkt mitzunehmen. „Wir haben uns nicht bloß teuer verkauft“, betonte der Trainer. Vielmehr habe sein Team gezeigt, dass es auch auswärts gegen einen starken Gegner selbst Akzente setzen kann.
„Wenn man sich die 95 Minuten anschaut, dann haben wir es gut gemacht. Wenn wir unsere Möglichkeiten noch ein bisschen konsequenter und konzentrierter abgeschlossen hätten, hätten wir mit einem Sieg nach Hause fahren können oder sogar müssen“, so Frey.
Schwierige Trainingswoche gut weggesteckt
Umso höher ist die Leistung auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die Partie einzuschätzen. Die Trainingswoche verlief für St. Johann alles andere als optimal. Nach dem vorherigen Auswärtsspiel waren mehrere Spieler angeschlagen, lange war nicht klar, wer für die Begegnung in Imst tatsächlich zur Verfügung stehen würde.
Das Trainerteam war dadurch gezwungen, die Mannschaft teilweise umzubauen. Auf dem Platz war davon jedoch nur wenig zu erkennen.
„Wir hatten vom letzten Auswärtsspiel einige Verletzte, bei denen nicht klar war, ob sie spielen können oder nicht. Deshalb mussten wir ein bisschen umbauen“, erklärte Frey. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat genau das umgesetzt, was wir ausgemacht haben.“
Nur das „i-Tüpfelchen“ fehlte
Dass am Ende kein Sieg heraussprang, war für den Trainer der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Auftritts. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, indem es am Ende ein Sieg gewesen wäre“, fasste Frey zusammen.
Aus seiner Sicht konnten die Gastgeber mit der Punkteteilung letztlich sogar besser leben: „Imst kann glücklich sein, dass sie zumindest einen Punkt behalten haben.“
So fährt St. Johann zwar „nur“ mit einem Zähler nach Hause, kann aus der torlosen Partie aber einiges Positives mitnehmen. Trotz schwieriger Voraussetzungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, setzte die taktischen Vorgaben um und erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Einzig die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte und damit auch die Belohnung in Form von drei Punkten.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Imst

Englische Woche fordert Kitzbühel

Intensive Tage liegen hinter dem FC Kitzbühel. Aufgrund des ÖFB-Cup-Auftritts wartete auf die Mannschaft von Trainer Michael Baur eine englische Woche mit drei anspruchsvollen Partien innerhalb von nur sieben Tagen. Nach dem Cupspiel gegen den GAK folgte am Mittwoch das Duell mit dem favorisierten SC Imst, ehe am Sonntag der VfB Hohenems in Kitzbühel gastierte. Während gegen Imst ein umkämpfter 3:2-Erfolg gelang, mussten sich die Kitzbüheler zum Abschluss der intensiven Woche Hohenems mit 1:2 geschlagen geben.
Kitzbühel dreht Partie gegen Imst
Das Mittwochsspiel gegen Imst begann zunächst eher ruhig. Beide Mannschaften agierten kontrolliert, große Höhepunkte blieben in den ersten 45 Minuten weitgehend aus. Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Pause hindeutete, bekamen die Gäste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen. Imst nutzte die Gelegenheit und ging mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer dann ein völlig anderes Spiel zu sehen. Die Intensität nahm deutlich zu, die Zweikämpfe wurden härter und Kitzbühel zeigte sich wesentlich aggressiver.
Der erhöhte Einsatz sollte sich auszahlen. In der 60. Minute war Benedikt Huber zur Stelle und erzielte den 1:1-Ausgleich. Kitzbühel hatte nun endgültig in die Partie gefunden und legte nach Vitali Borsuk brachte die Hausherren mit 2:1 in Führung und drehte damit innerhalb kurzer Zeit das Spiel.
Imst fand allerdings noch einmal eine Antwort und stellte wenig später auf 2:2. Doch Kitzbühel wollte sich an diesem Abend nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Erneut war es Benedikt Huber, der mit seinem zweiten Treffer den entscheidenden Akzent setzte. Mit dem Tor zum 3:2 avancierte er zum Matchwinner und fixierte drei wichtige Punkte für die Kitzbüheler.
Unschöne Szene sorgt für Diskussionen
Überschattet wurde die intensive Partie von einer unschönen Szene nach einem Pressball. Ein Imster Spieler wertete die Aktion als Foul, sprang anschließend auf und ging auf Raul Baur los. Im Nachgang erhob er den Vorwurf, zuvor rassistisch beleidigt worden zu sein. Nach Angaben konnten weder der Schiedsrichter noch unmittelbar umstehende Spieler eine solche Äußerung bestätigen.
Der FC Kitzbühel weist den Vorwurf zurück und distanziert sich zugleich klar von rassistischen Äußerungen und jeder Form von Diskriminierung. Unabhängig von der sportlichen Rivalität sollen derartige Vorfälle sachlich aufgearbeitet werden.
Sportlich blieb für Kitzbühel ein wichtiger 3:2-Erfolg gegen einen favorisierten Gegner und vor allem eine starke Reaktion nach dem Pausenrückstand.
Gegen Hohenems gehen die Kräfte aus
Viel Zeit zur Regeneration blieb allerdings nicht. Bereits am Sonntag wartete mit dem VfB Hohenems die nächste schwierige Aufgabe. Diesmal gelang es Kitzbühel nicht, die Partie auf seine Seite zu ziehen. Die Gäste setzten sich mit 2:1 durch und nahmen die drei Punkte mit nach Vorarlberg.
Trainer Michael Baur verwies nach dem Spiel auch auf die hohe Belastung der vergangenen Tage. „Das war innerhalb von sieben Tagen das dritte richtig starke Match gegen Mannschaften, die richtig gut Fußball spielen“, erklärte der Kitzbühel-Coach.
Mit zunehmender Spieldauer habe man seiner Mannschaft die intensive Woche angemerkt. „Im Laufe des Spiels hat man gemerkt, dass die Kräfte langsam zu Ende gehen“, so Baur.
Anders als gegen Imst gelang es den Kitzbühelern diesmal auch offensiv nicht, genügend gefährliche Situationen zu kreieren. Hohenems kam zu den besseren Möglichkeiten und verdiente sich damit aus Sicht des Trainers den Erfolg. „Wir haben es vorne nicht geschafft, die Situationen zu generieren, um Tore zu schießen. Sie hatten mehr Chancen, deshalb geht der Sieg von Hohenems unter dem Strich in Ordnung.“
So endet eine kräftezehrende Woche für Kitzbühel mit unterschiedlichen Gefühlen: Auf der einen Seite steht der starke 3:2-Heimsieg gegen Imst, auf der anderen die 1:2-Niederlage gegen Hohenems. Nach drei intensiven Spielen innerhalb von sieben Tagen dürfte nun vor allem eines willkommen sein: etwas Zeit zur Regeneration.