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Kitzbüheler Anzeiger
Fußball ÖFB Cup Kitzbühel GAK

Kitzbüheler Cup-Sensation blieb aus

Strahlend blauer Himmel, ein ausverkauftes Haus und beste Stimmung auf den Rängen: Für den FC Kitzbühel war zum Heimspiel in der 2. Runde des ÖFB-Cups alles angerichtet. Mit dem GAK gastierte ein Bundesligist in Kitzbühel und auch wenn am Ende eine 0:2-Niederlage auf der Anzeigetafel stand, verkaufte sich die Mannschaft von Trainer Michael Baur teuer und hielt die Begegnung lange offen.

Dabei begann die Partie denkbar ungünstig für die Hausherren. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als die Grazer bereits zum ersten Mal zuschlugen und mit 1:0 in Führung gingen. Der frühe Gegentreffer schien die Kitzbüheler allerdings eher wachzurütteln als aus der Bahn zu werfen.

Von diesem Moment an hielt die Mannschaft mit viel Einsatz dagegen. Der GAK war zwar über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und hatte mehr vom Spiel, konnte seine Überlegenheit aber lange nicht in weitere Tore ummünzen. Kitzbühel verteidigte geschlossen, warf sich in die Zweikämpfe und machte es dem Bundesligisten so schwer wie möglich.
Fußball ÖFB Cup Kitzbühel GAK
Vidas hält Kitzbühel im Spiel
Einen großen Anteil daran, dass die Begegnung bis weit in die zweite Halbzeit spannend blieb, hatte Torhüter Petar Vidas. Mit einer starken Leistung und mehreren Paraden verhinderte er einen höheren Rückstand und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Trainer Michael Baur zeigte sich nach der Partie trotz des frühen Gegentreffers zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft. Ganz überraschend sei der schnelle Rückstand für ihn nicht gekommen. „Da kommt eine Mannschaft mit sehr viel Wucht auf den Platz, die vorne zwei riesige Riegel drin hat“, erklärte Baur. Bei der Entstehung des 0:1 sei seine Mannschaft möglicherweise etwas zu hoch gestanden und bei den langen Bällen zu spät zurückgefallen.

Entscheidend war für ihn aber, wie sein Team anschließend mit diesem Rückschlag umging. „Ich finde trotzdem, dass die Mannschaft das gut weggesteckt hat. Wir haben gut verteidigt“, lobte der Kitzbühel-Trainer.

Offensiv waren die Möglichkeiten gegen den Bundesligisten naturgemäß begrenzt. Dennoch gab es die eine oder andere Situation, in der Kitzbühel dem Ausgleich nahekam. Bei einer Aktion im Grazer Strafraum hätten die Hausherren zudem gerne einen Elfmeterpfiff gehört.

„Es waren ein, zwei Momente dabei, wo es klappen hätte können“, so Baur. Bei einer Szene im Strafraum könne man aus seiner Sicht durchaus über einen Strafstoß diskutieren. „Er hat ihn im Sechzehner gehalten, da könnte man Elfmeter geben. Ist nicht passiert, damit muss man auch leben.“
Fußball ÖFB Cup Kitzbühel GAK
Entscheidung erst in der 77. Minute
Je länger die Partie dauerte, desto mehr durfte Kitzbühel darauf hoffen, vielleicht doch noch für eine Überraschung zu sorgen. Zwar blieb der GAK tonangebend, doch der zweite Treffer wollte lange nicht fallen.

Erst in der 77. Minute gelang es den Grazern, die Kitzbüheler Defensive ein zweites Mal zu überwinden. Mit dem 0:2 war die Partie schließlich entschieden. Kitzbühel kämpfte zwar bis zum Ende weiter, konnte dem Spiel aber keine entscheidende Wendung mehr geben.

Trotz des Ausscheidens überwog bei Michael Baur nach dem Schlusspfiff der Stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft. „Riesenkompliment an die Mannschaft, weil es einfach kämpferisch und läuferisch eine starke Leistung von meiner Mannschaft war“, betonte der Trainer.

Gerade gegen einen Bundesligisten habe sein Team gezeigt, dass es bereit sei, füreinander zu arbeiten und auch nach einem frühen Rückschlag nicht auseinanderzufallen.
Blick geht bereits Richtung Meisterschaft

Viel Zeit, um sich mit dem Cup-Aus zu beschäftigen, bleibt den Kitzbühelern ohnehin nicht. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Meisterschaftsspiel gegen Imst die nächste Aufgabe.
Dass seine Mannschaft den Charakter und die richtige Einstellung dafür mitbringt, steht für Baur außer Frage. Gleichzeitig weiß er, dass am Mittwoch wieder andere Voraussetzungen herrschen werden. „Gegen Imst ist es ein ganz anderes Spiel. Natürlich motivieren die Zuschauer, es motiviert der Gegner. Aber die Mannschaft hat einen guten Charakter und das hat sie bewiesen.“

So endete der Cupabend zwar ohne die große Überraschung, aber mit viel Anerkennung für den Auftritt der Hausherren. Vor ausverkauftem Haus hielt Kitzbühel gegen den Bundesligisten lange dagegen. Der GAK nahm am Ende den Aufstieg mit nach Graz, Kitzbühel hingegen eine Leistung, auf der sich für die kommenden Meisterschaftsaufgaben aufbauen lässt.

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Fußball Regionalliga West St. Johann vs Imst

St. Johann nimmt Punkt aus Imst mit

Nach dem FC Kitzbühel wollte auch der SK St. Johann beim Auswärtsspiel in Imst etwas Zählbares mitnehmen. Während die Kitzbüheler wenige Tage zuvor einen 3:2-Erfolg feiern konnten, endete die Partie zwischen Imst und St. Johann am Samstag torlos. Mit dem 0:0 und einem Punkt im Gepäck ging es für die Mannschaft von Trainer Norbert Frey zurück nach Hause. Nach dem Spiel überwog allerdings das Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar mehr möglich gewesen wäre.
Frey hatte den kommenden Gegner erst wenige Tage zuvor selbst unter die Lupe genommen. Beim Mittwochsspiel gegen Kitzbühel machte sich der St.Johann Trainer ein Bild von den Imstern und wusste dementsprechend, welche schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen würde.
„Ich habe unseren Gegner am Mittwoch gegen Kitzbühel gesehen. Nach dem, was ich da gesehen habe, wäre ich vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen“, erklärte Frey.
Nach den 95 Minuten fiel seine Einschätzung allerdings etwas anders aus. Denn St. Johann versteckte sich keineswegs und hatte vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten.
Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an konzentriert und setzten den Matchplan ihres Trainers gut um. Vor allem in den ersten 45 Minuten hätte sich St. Johann für den gelungenen Auftritt belohnen können. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden jedoch nicht konsequent genug zu Ende gespielt.
„Wir waren diejenigen, die in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen hätten können“, bilanzierte Frey. Genau diese fehlende Konsequenz sollte am Ende den Unterschied zwischen einem Punkt und einem möglichen Auswärtssieg ausmachen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Johann gut in der Partie und hielt gegen die Imster dagegen. Ein Treffer wollte an diesem Nachmittag allerdings auf beiden Seiten nicht fallen. Nach 95 Minuten stand somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Für Frey war seine Mannschaft dabei keineswegs nur nach Imst gekommen, um defensiv dagegenzuhalten und irgendwie einen Punkt mitzunehmen. „Wir haben uns nicht bloß teuer verkauft“, betonte der Trainer. Vielmehr habe sein Team gezeigt, dass es auch auswärts gegen einen starken Gegner selbst Akzente setzen kann.
„Wenn man sich die 95 Minuten anschaut, dann haben wir es gut gemacht. Wenn wir unsere Möglichkeiten noch ein bisschen konsequenter und konzentrierter abgeschlossen hätten, hätten wir mit einem Sieg nach Hause fahren können oder sogar müssen“, so Frey.
Schwierige Trainingswoche gut weggesteckt
Umso höher ist die Leistung auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die Partie einzuschätzen. Die Trainingswoche verlief für St. Johann alles andere als optimal. Nach dem vorherigen Auswärtsspiel waren mehrere Spieler angeschlagen, lange war nicht klar, wer für die Begegnung in Imst tatsächlich zur Verfügung stehen würde.
Das Trainerteam war dadurch gezwungen, die Mannschaft teilweise umzubauen. Auf dem Platz war davon jedoch nur wenig zu erkennen.
„Wir hatten vom letzten Auswärtsspiel einige Verletzte, bei denen nicht klar war, ob sie spielen können oder nicht. Deshalb mussten wir ein bisschen umbauen“, erklärte Frey. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat genau das umgesetzt, was wir ausgemacht haben.“
Nur das „i-Tüpfelchen“ fehlte
Dass am Ende kein Sieg heraussprang, war für den Trainer der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Auftritts. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, indem es am Ende ein Sieg gewesen wäre“, fasste Frey zusammen.
Aus seiner Sicht konnten die Gastgeber mit der Punkteteilung letztlich sogar besser leben: „Imst kann glücklich sein, dass sie zumindest einen Punkt behalten haben.“
So fährt St. Johann zwar „nur“ mit einem Zähler nach Hause, kann aus der torlosen Partie aber einiges Positives mitnehmen. Trotz schwieriger Voraussetzungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, setzte die taktischen Vorgaben um und erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Einzig die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte und damit auch die Belohnung in Form von drei Punkten.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Imst

Englische Woche fordert Kitzbühel

Intensive Tage liegen hinter dem FC Kitzbühel. Aufgrund des ÖFB-Cup-Auftritts wartete auf die Mannschaft von Trainer Michael Baur eine englische Woche mit drei anspruchsvollen Partien innerhalb von nur sieben Tagen. Nach dem Cupspiel gegen den GAK folgte am Mittwoch das Duell mit dem favorisierten SC Imst, ehe am Sonntag der VfB Hohenems in Kitzbühel gastierte. Während gegen Imst ein umkämpfter 3:2-Erfolg gelang, mussten sich die Kitzbüheler zum Abschluss der intensiven Woche Hohenems mit 1:2 geschlagen geben.
Kitzbühel dreht Partie gegen Imst
Das Mittwochsspiel gegen Imst begann zunächst eher ruhig. Beide Mannschaften agierten kontrolliert, große Höhepunkte blieben in den ersten 45 Minuten weitgehend aus. Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Pause hindeutete, bekamen die Gäste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen. Imst nutzte die Gelegenheit und ging mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer dann ein völlig anderes Spiel zu sehen. Die Intensität nahm deutlich zu, die Zweikämpfe wurden härter und Kitzbühel zeigte sich wesentlich aggressiver.
Der erhöhte Einsatz sollte sich auszahlen. In der 60. Minute war Benedikt Huber zur Stelle und erzielte den 1:1-Ausgleich. Kitzbühel hatte nun endgültig in die Partie gefunden und legte nach Vitali Borsuk brachte die Hausherren mit 2:1 in Führung und drehte damit innerhalb kurzer Zeit das Spiel.
Imst fand allerdings noch einmal eine Antwort und stellte wenig später auf 2:2. Doch Kitzbühel wollte sich an diesem Abend nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Erneut war es Benedikt Huber, der mit seinem zweiten Treffer den entscheidenden Akzent setzte. Mit dem Tor zum 3:2 avancierte er zum Matchwinner und fixierte drei wichtige Punkte für die Kitzbüheler.
Unschöne Szene sorgt für Diskussionen
Überschattet wurde die intensive Partie von einer unschönen Szene nach einem Pressball. Ein Imster Spieler wertete die Aktion als Foul, sprang anschließend auf und ging auf Raul Baur los. Im Nachgang erhob er den Vorwurf, zuvor rassistisch beleidigt worden zu sein. Nach Angaben konnten weder der Schiedsrichter noch unmittelbar umstehende Spieler eine solche Äußerung bestätigen.
Der FC Kitzbühel weist den Vorwurf zurück und distanziert sich zugleich klar von rassistischen Äußerungen und jeder Form von Diskriminierung. Unabhängig von der sportlichen Rivalität sollen derartige Vorfälle sachlich aufgearbeitet werden.
Sportlich blieb für Kitzbühel ein wichtiger 3:2-Erfolg gegen einen favorisierten Gegner und vor allem eine starke Reaktion nach dem Pausenrückstand.
Gegen Hohenems gehen die Kräfte aus
Viel Zeit zur Regeneration blieb allerdings nicht. Bereits am Sonntag wartete mit dem VfB Hohenems die nächste schwierige Aufgabe. Diesmal gelang es Kitzbühel nicht, die Partie auf seine Seite zu ziehen. Die Gäste setzten sich mit 2:1 durch und nahmen die drei Punkte mit nach Vorarlberg.
Trainer Michael Baur verwies nach dem Spiel auch auf die hohe Belastung der vergangenen Tage. „Das war innerhalb von sieben Tagen das dritte richtig starke Match gegen Mannschaften, die richtig gut Fußball spielen“, erklärte der Kitzbühel-Coach.
Mit zunehmender Spieldauer habe man seiner Mannschaft die intensive Woche angemerkt. „Im Laufe des Spiels hat man gemerkt, dass die Kräfte langsam zu Ende gehen“, so Baur.
Anders als gegen Imst gelang es den Kitzbühelern diesmal auch offensiv nicht, genügend gefährliche Situationen zu kreieren. Hohenems kam zu den besseren Möglichkeiten und verdiente sich damit aus Sicht des Trainers den Erfolg. „Wir haben es vorne nicht geschafft, die Situationen zu generieren, um Tore zu schießen. Sie hatten mehr Chancen, deshalb geht der Sieg von Hohenems unter dem Strich in Ordnung.“
So endet eine kräftezehrende Woche für Kitzbühel mit unterschiedlichen Gefühlen: Auf der einen Seite steht der starke 3:2-Heimsieg gegen Imst, auf der anderen die 1:2-Niederlage gegen Hohenems. Nach drei intensiven Spielen innerhalb von sieben Tagen dürfte nun vor allem eines willkommen sein: etwas Zeit zur Regeneration.