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Kitzbüheler Anzeiger
Fußball Regionalliga West St. Johann vs Altach Amateure

St. Johann schlägt in Altach zurück

Niederlage abgehakt, Lehren gezogen und im Ländle die passende Antwort gegeben. Nach dem enttäuschenden ersten Heimspiel zeigte der SK St. Johann in Vorarlberg ein völlig anderes Gesicht. Mit viel Einsatz, körperlicher Präsenz und einem eiskalten Chedi Afifeh sicherten sich die St. Johanner einen verdienten 2:0-Erfolg gegen die Altacher Amateure.

Die Niederlage aus der Vorrunde sollte möglichst schnell aus den Köpfen verschwinden. Statt lange zurückzublicken, wurde in St. Johann unter der Woche intensiv gearbeitet. Das Ziel für die Reise ins Ländle war klar: Die Mannschaft wollte zeigen, dass sie in dieser Liga nicht nur angekommen ist, sondern auch mitspielen kann.
Und genau diese Botschaft brachten die St. Johanner von der ersten Minute an auf den Platz. „Wir haben die ganze Woche alles dafür getan, das erste Heimspiel aufzuarbeiten und es diesmal besser zu machen“, erklärte Trainer Norbert Frey. Von Beginn an habe seine Mannschaft jene Eigenschaften gezeigt, die er sehen wollte: „Wir waren bissig, griffig und dynamisch und haben uns richtig dagegen gewehrt.“

Dass der Altacher Nachwuchs versuchen würde, früh Druck aufzubauen und St. Johann vor Probleme zu stellen, kam dabei keineswegs überraschend. Die Gäste waren vorbereitet und hielten dagegen. Körperlich präsent, aggressiv in den Zweikämpfen und mit viel Laufarbeit ließ St. Johann die jungen Altacher nicht zur Entfaltung kommen. Gleichzeitig beschränkte man sich keineswegs nur auf die Defensive. Über schnelle Gegenangriffe wollte die Frey Elf immer wieder Nadelstiche setzen. Ein Plan, der aufging.

Fußball Regionalliga West St. Johann vs Altach Amateure

Afifeh wird zum Mann des Spiels
Während St. Johann defensiv kompakt blieb, sorgte vorne vor allem einer für den entscheidenden Unterschied: Chedi Afifeh. Der Angreifer erwischte einen starken Tag und belohnte die geschlossene Mannschaftsleistung gleich doppelt. Mit seinen beiden Treffern avancierte Afifeh zum Matchwinner und ebnete den Weg zum 2:0-Auswärtssieg. Für ihn selbst waren die Tore vor allem das Ergebnis einer intensiven Woche. „Wir sind mit viel Selbstvertrauen nach Altach gereist, weil wir eine sehr gute Trainingswoche hinter uns hatten“, erklärte der Doppeltorschütze nach der Partie. In der Videoanalyse seien die Fehler aus dem vergangenen Spiel klar angesprochen worden. Anschließend habe die Mannschaft gezielt daran gearbeitet, mehr Effizienz und Qualität in ihr Spiel zu bekommen.

Auch taktisch wurde nachjustiert. St. Johann arbeitete daran, den Ball sauberer und direkter durch die eigenen Reihen laufen zu lassen und in Ballbesitz mehr Geduld zu zeigen. Zudem veränderte das Trainerteam die Formation und brachte einige neue taktische Elemente ein.
Die Arbeit sollte sich auszahlen.

„Jeder ist für den anderen gelaufen“
Besonders beeindruckt zeigte sich Afifeh vom Einsatz seiner Mitspieler. Bei schwierigen Bedingungen und großer Hitze ging die Mannschaft an ihre Grenzen. „Jeder ist für den anderen gelaufen und hat für die Mannschaft gearbeitet – keiner hat nachgelassen“, lobte der Doppeltorschütze. Genau dieser Kampfgeist wurde zu einem der Schlüssel für den Erfolg.

Auch Trainer Frey sah den Auftritt seiner Mannschaft entsprechend positiv. Seine Elf habe sich gegen den erwarteten Altacher Druck gewehrt, sei körperlich präsent geblieben und habe über Konter und eigene Angriffe immer wieder gefährliche Akzente gesetzt. Vor allem im weiteren Spielverlauf sollte die Führung den St. Johannern schließlich in die Karten spielen. Denn nun musste Altach mehr riskieren und St. Johann bekam jene Räume, auf die man gewartet hatte. Afifeh nutzte die Möglichkeiten konsequent und machte mit seinem Doppelpack den Unterschied. Nach dem Rückschlag der Vorwoche zeigte St. Johann damit nicht nur spielerisch, sondern vor allem mental die erhoffte Reaktion.

Fußball Regionalliga West St. Johann vs Altach Amateure

Konkurrenz belebt das Geschäft
Dass dieser Erfolg nicht nur an den elf Spielern auf dem Platz festzumachen war, hob Afifeh ebenfalls hervor. Die Mannschaft verfüge über viel Qualität – und das nicht nur in der Startformation. Gerade der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams sei eine Stärke. Im Training pushe man sich gegenseitig, jeder wolle sich für einen Platz empfehlen. Kommen frische Kräfte von der Bank, seien diese sofort bereit und könnten dem Spiel neue Impulse verleihen.

Trotz des verdienten 2:0-Erfolgs sieht man in St. Johann aber keinen Grund, sich zurückzulehnen. Gerade im Spiel mit dem Ball gebe es noch Verbesserungspotenzial. Die Mannschaft müsse phasenweise geduldiger werden und lernen, den Ball noch mehr für sich arbeiten zu lassen.
Zunächst darf der Auswärtssieg aber genossen werden. Danach beginnt die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe wieder mit Videoanalyse, Training und dem Anspruch, den nächsten Schritt zu machen.

Denn eines hat St. Johann im Ländle eindrucksvoll bewiesen: Die Antwort auf eine Niederlage gibt man am besten auf dem Platz.

Fußball Regionalliga West St. Johann vs Altach Amateure

Chedi Afifeh im Interview

How does it feel to travel to Vorarlberg full of confidence after the opening league game and to put last week’s frustration behind you by scoring two goals?
We travelled to Altach with full confidence, because we had a great training week behind us. We learned from our mistakes in the video analysis and worked on them during the week with more efficiency and quality. Personally I’m just happy that I could help the team with the two goals so we secured the three points.

What did you guys focus on in training over the past week?
We worked a lot on playing football from foot to foot and on being patient on the ball. We also worked on some new tactics, because we changed the format a little.

Looking back at the game, how satisfied are you with the performance of the team as a whole?
I’m satisfied with the performance. We showed grinta on the field everyone ran and worked for each other, nobody came short. In this heat it was really impressive; we all went into our red zones. In our team we have a lot of quality, also on the bench. That’s what I like about this group: we’re always competitive and we push each other in training, and you can see it in the players who come on and make a difference.

And despite the positive result, is there anything you think you could still improve on?
We can be more patient on the ball and let the ball do the work. Now we can recover well everyone came out of the game with a positive mindset — and in the first training we’ll analyse the match properly to see where we can improve and be even better in the next games.

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Fußball Regionalliga West St. Johann vs Imst

St. Johann nimmt Punkt aus Imst mit

Nach dem FC Kitzbühel wollte auch der SK St. Johann beim Auswärtsspiel in Imst etwas Zählbares mitnehmen. Während die Kitzbüheler wenige Tage zuvor einen 3:2-Erfolg feiern konnten, endete die Partie zwischen Imst und St. Johann am Samstag torlos. Mit dem 0:0 und einem Punkt im Gepäck ging es für die Mannschaft von Trainer Norbert Frey zurück nach Hause. Nach dem Spiel überwog allerdings das Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar mehr möglich gewesen wäre.
Frey hatte den kommenden Gegner erst wenige Tage zuvor selbst unter die Lupe genommen. Beim Mittwochsspiel gegen Kitzbühel machte sich der St.Johann Trainer ein Bild von den Imstern und wusste dementsprechend, welche schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen würde.
„Ich habe unseren Gegner am Mittwoch gegen Kitzbühel gesehen. Nach dem, was ich da gesehen habe, wäre ich vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen“, erklärte Frey.
Nach den 95 Minuten fiel seine Einschätzung allerdings etwas anders aus. Denn St. Johann versteckte sich keineswegs und hatte vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten.
Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an konzentriert und setzten den Matchplan ihres Trainers gut um. Vor allem in den ersten 45 Minuten hätte sich St. Johann für den gelungenen Auftritt belohnen können. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden jedoch nicht konsequent genug zu Ende gespielt.
„Wir waren diejenigen, die in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen hätten können“, bilanzierte Frey. Genau diese fehlende Konsequenz sollte am Ende den Unterschied zwischen einem Punkt und einem möglichen Auswärtssieg ausmachen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Johann gut in der Partie und hielt gegen die Imster dagegen. Ein Treffer wollte an diesem Nachmittag allerdings auf beiden Seiten nicht fallen. Nach 95 Minuten stand somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Für Frey war seine Mannschaft dabei keineswegs nur nach Imst gekommen, um defensiv dagegenzuhalten und irgendwie einen Punkt mitzunehmen. „Wir haben uns nicht bloß teuer verkauft“, betonte der Trainer. Vielmehr habe sein Team gezeigt, dass es auch auswärts gegen einen starken Gegner selbst Akzente setzen kann.
„Wenn man sich die 95 Minuten anschaut, dann haben wir es gut gemacht. Wenn wir unsere Möglichkeiten noch ein bisschen konsequenter und konzentrierter abgeschlossen hätten, hätten wir mit einem Sieg nach Hause fahren können oder sogar müssen“, so Frey.
Schwierige Trainingswoche gut weggesteckt
Umso höher ist die Leistung auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die Partie einzuschätzen. Die Trainingswoche verlief für St. Johann alles andere als optimal. Nach dem vorherigen Auswärtsspiel waren mehrere Spieler angeschlagen, lange war nicht klar, wer für die Begegnung in Imst tatsächlich zur Verfügung stehen würde.
Das Trainerteam war dadurch gezwungen, die Mannschaft teilweise umzubauen. Auf dem Platz war davon jedoch nur wenig zu erkennen.
„Wir hatten vom letzten Auswärtsspiel einige Verletzte, bei denen nicht klar war, ob sie spielen können oder nicht. Deshalb mussten wir ein bisschen umbauen“, erklärte Frey. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat genau das umgesetzt, was wir ausgemacht haben.“
Nur das „i-Tüpfelchen“ fehlte
Dass am Ende kein Sieg heraussprang, war für den Trainer der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Auftritts. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, indem es am Ende ein Sieg gewesen wäre“, fasste Frey zusammen.
Aus seiner Sicht konnten die Gastgeber mit der Punkteteilung letztlich sogar besser leben: „Imst kann glücklich sein, dass sie zumindest einen Punkt behalten haben.“
So fährt St. Johann zwar „nur“ mit einem Zähler nach Hause, kann aus der torlosen Partie aber einiges Positives mitnehmen. Trotz schwieriger Voraussetzungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, setzte die taktischen Vorgaben um und erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Einzig die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte und damit auch die Belohnung in Form von drei Punkten.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Imst

Englische Woche fordert Kitzbühel

Intensive Tage liegen hinter dem FC Kitzbühel. Aufgrund des ÖFB-Cup-Auftritts wartete auf die Mannschaft von Trainer Michael Baur eine englische Woche mit drei anspruchsvollen Partien innerhalb von nur sieben Tagen. Nach dem Cupspiel gegen den GAK folgte am Mittwoch das Duell mit dem favorisierten SC Imst, ehe am Sonntag der VfB Hohenems in Kitzbühel gastierte. Während gegen Imst ein umkämpfter 3:2-Erfolg gelang, mussten sich die Kitzbüheler zum Abschluss der intensiven Woche Hohenems mit 1:2 geschlagen geben.
Kitzbühel dreht Partie gegen Imst
Das Mittwochsspiel gegen Imst begann zunächst eher ruhig. Beide Mannschaften agierten kontrolliert, große Höhepunkte blieben in den ersten 45 Minuten weitgehend aus. Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Pause hindeutete, bekamen die Gäste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen. Imst nutzte die Gelegenheit und ging mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer dann ein völlig anderes Spiel zu sehen. Die Intensität nahm deutlich zu, die Zweikämpfe wurden härter und Kitzbühel zeigte sich wesentlich aggressiver.
Der erhöhte Einsatz sollte sich auszahlen. In der 60. Minute war Benedikt Huber zur Stelle und erzielte den 1:1-Ausgleich. Kitzbühel hatte nun endgültig in die Partie gefunden und legte nach Vitali Borsuk brachte die Hausherren mit 2:1 in Führung und drehte damit innerhalb kurzer Zeit das Spiel.
Imst fand allerdings noch einmal eine Antwort und stellte wenig später auf 2:2. Doch Kitzbühel wollte sich an diesem Abend nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Erneut war es Benedikt Huber, der mit seinem zweiten Treffer den entscheidenden Akzent setzte. Mit dem Tor zum 3:2 avancierte er zum Matchwinner und fixierte drei wichtige Punkte für die Kitzbüheler.
Unschöne Szene sorgt für Diskussionen
Überschattet wurde die intensive Partie von einer unschönen Szene nach einem Pressball. Ein Imster Spieler wertete die Aktion als Foul, sprang anschließend auf und ging auf Raul Baur los. Im Nachgang erhob er den Vorwurf, zuvor rassistisch beleidigt worden zu sein. Nach Angaben konnten weder der Schiedsrichter noch unmittelbar umstehende Spieler eine solche Äußerung bestätigen.
Der FC Kitzbühel weist den Vorwurf zurück und distanziert sich zugleich klar von rassistischen Äußerungen und jeder Form von Diskriminierung. Unabhängig von der sportlichen Rivalität sollen derartige Vorfälle sachlich aufgearbeitet werden.
Sportlich blieb für Kitzbühel ein wichtiger 3:2-Erfolg gegen einen favorisierten Gegner und vor allem eine starke Reaktion nach dem Pausenrückstand.
Gegen Hohenems gehen die Kräfte aus
Viel Zeit zur Regeneration blieb allerdings nicht. Bereits am Sonntag wartete mit dem VfB Hohenems die nächste schwierige Aufgabe. Diesmal gelang es Kitzbühel nicht, die Partie auf seine Seite zu ziehen. Die Gäste setzten sich mit 2:1 durch und nahmen die drei Punkte mit nach Vorarlberg.
Trainer Michael Baur verwies nach dem Spiel auch auf die hohe Belastung der vergangenen Tage. „Das war innerhalb von sieben Tagen das dritte richtig starke Match gegen Mannschaften, die richtig gut Fußball spielen“, erklärte der Kitzbühel-Coach.
Mit zunehmender Spieldauer habe man seiner Mannschaft die intensive Woche angemerkt. „Im Laufe des Spiels hat man gemerkt, dass die Kräfte langsam zu Ende gehen“, so Baur.
Anders als gegen Imst gelang es den Kitzbühelern diesmal auch offensiv nicht, genügend gefährliche Situationen zu kreieren. Hohenems kam zu den besseren Möglichkeiten und verdiente sich damit aus Sicht des Trainers den Erfolg. „Wir haben es vorne nicht geschafft, die Situationen zu generieren, um Tore zu schießen. Sie hatten mehr Chancen, deshalb geht der Sieg von Hohenems unter dem Strich in Ordnung.“
So endet eine kräftezehrende Woche für Kitzbühel mit unterschiedlichen Gefühlen: Auf der einen Seite steht der starke 3:2-Heimsieg gegen Imst, auf der anderen die 1:2-Niederlage gegen Hohenems. Nach drei intensiven Spielen innerhalb von sieben Tagen dürfte nun vor allem eines willkommen sein: etwas Zeit zur Regeneration.