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Kitzbüheler Anzeiger
Kitzbüheler Alpenpokal Segeln

Die Top3 des Kitzbüheler Alpenpokals in der Gemischten Klasse mit dem St. Johanner Lokalmatador Guido Achleitner (r.) auf Platz drei.

Spannender Alpenpokal am Flugplatz St. Johann

Vom 1. bis 9. Mai fand am Flugplatz St. Johann in Tirol wieder der Kitzbühler Alpenpokal statt. Das internationale Segelflug-Event brachte auch heuer ein starkes Starterfeld und anspruchsvolle Aufgaben in zwei Klassen: der 114er Klasse für ältere Flugzeuge sowie der Gemischten Klasse, in welcher sich die modernsten Segelflugzeuge maßen.

Wetterlagen von Ost bis Nord
Die Wettbewerbswoche zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig der Alpenraum fliegerisch sein kann. Innerhalb weniger Tage wechselten die Wetterlagen von Ostwind über Südströmungen bis hin zu einer Nordwindlage. Auch die Luftmassen präsentierten sich äußerst unterschiedlich: von sehr trockener Luft und damit nur sehr wenigen Wolken als Thermikmarker bis hin zu deutlich feuchteren Bedingungen, die den Piloten und Pilotinnen viel taktisches Feingefühl abverlangten.

Gerade diese Vielfalt machte den Wettbewerb besonders spannend. Wettbewerbsleiter Aurel Hallbrucker und Auswerter Christoph Leitgeb musste die Aufgaben täglich neu an die Wetterentwicklung anpassen, und die Piloten waren gefordert, ihre Routenwahl, Höhe und Geschwindigkeit laufend an die wechselnden Bedingungen anzupassen. Die zu fliegenden Aufgaben erstreckten sich von der Rennstrecke im Ennstal und dem Gesäuse im Osten bis ins Zugspitzgebiet, sowie das bayerische Alpenvorland im Westen. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass im Segelflug nicht nur das schnellste Flugzeug zählt, sondern vor allem Erfahrung, mentale Stärke, Wettergefühl und die Fähigkeit, auch schwierige Phasen sauber zu lösen.

Kitzbüheler Alpenpokal Segeln

Hohe Schnitte in thermischen Wetterlagen
Trotz der anspruchsvollen und wechselhaften Ausgangslage konnten erneut beeindruckende Leistungen erflogen werden. Auch in rein thermisch geprägten Wetterlagen wurden Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits von 130 km/h erreicht. Das unterstreicht nicht nur das hohe Niveau des Starterfeldes, sondern auch die hervorragende Eignung der Kitzbüheler Alpen als Ausgangspunkt für schnellen Streckensegelflug.

Souveräne Sieger in beiden Klassen
In der 114er Klasse holte sich der Steirer Paul Bernhard souverän den Gesamtsieg. Mit konstant starken Leistungen setzte er sich vor Friedrich Hofinger aus Micheldorf und dem Polen Wojciech Domanski, sowie dem restlichen profilierten Feld durch und bestätigte eindrucksvoll seine Klasse im Wettbewerbssegelflug.

Ebenso eindeutig fiel die Entscheidung in der Gemischten Klasse aus. Hier gewann der Innsbrucker Bernhard Leitner klar vor dem Steirer Heimo Demmerer und dem St. Johanner Guido Achleitner.

Bernhard Leitner ist somit auch der diesjährige Tiroler Meister. Lokalmatadoren Guido Achleitner und Martin Embacher komplettieren das Podium. In der 114er Klasse ging der Titel zum wiederholten Male an local hero Erich Hinterholzer, gefolgt vom St. Johanner Betriebsleiter Manuel Salcher und dem Kufsteiner Doppelsitzerteam Paul Brandsma & Klaus Schäffler.

Abseits des Podiums waren die Flüge nicht weniger bemerkenswert: Einige TeilnehmerInnen absolvierten beim Alpenpokal ihren ersten Wettbewerb überhaupt oder ihren ersten Wettbewerb im alpinen Raum, andere kehrten nach längerer Pause in den Leistungssegelflug zurück. Für die übrigen PilotInnen war es ein weiterer Baustein in jenem großen Erfahrungsschatz, den der Segelflug in seiner Vielfalt bereithält. Wettbewerbsleiter Aurel Hallbrucker war es daher besonders wichtig, diese oft emotionalen Höhen und Tiefen in den täglichen Briefings sichtbar zu machen — und damit die besondere Schönheit unseres Sports zu unterstreichen.

St. Johann erneut als starker Wettbewerbsstandort
Hauptorganisator Martin Embacher, sowie das gesamte Helfer Team des FC St. Johann, haben es wieder einmal geschafft einen exzellent organisierten Wettbewerb auf die Beine zu stellen, und platzieren damit den Kitzbühler Alpenpokal als bedeutenden Wettbewerb im alpinen Segelflugkalender. Ein starkes Teilnehmerfeld, anspruchsvolle Strecken, wechselnde Wetterlagen und hohe sportliche Leistungen machten die Woche zu einem besonderen Wettbewerb.

Gemischte Klasse:
1. Platz: Bernhard Leitner Innsbrucker Segelflieger Vereinigung 5948 Pkt.
2. Platz: Heimo Demmerer SFC Mariazell 5538 Pkt.
3. Platz: Guido Achleitner FC St. Johann i.T. 5469 Pkt.

114er Klasse:
1. Platz: Paul Bernhard USFC Trieben 5508 Pkt.
2. Platz: Friedrich Hofinger SMBC Kirchdorf Micheldorf 4981 Pkt.
3. Platz: Wojciech Domanski KSS Aeroklub Nowy Targ 4935 Pkt.

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