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Kitzbüheler Anzeiger
VernissageKaiserstraße2

Die Mitglieder des Kunstvereins „Team Art 04“ mit Obfrau Andrea Schnederle-Wagner (8.v.l.) mit den Verantwortlichen des Frauen- und Mädchenberatungszentrums Simone Kuhlkamp (2. v.l.) und Renate Magerle (6.v,l.), Katja Gasteiger (2.v.r.) sowie Organisatorin der Ausstellung. Maria Berktold (3.v.l.)

Kunst auf der Kaiserstraße

Die Kaiserstraße in St. Johann verwandelte sich vergangene Woche im Rahmen des „Lang & Klang“-Abends in eine Kunststraße. Die Idee für diese besondere Form der Kunstpräsentation hatte Maria Berktold. Die St. Johannerin ist Soroptimistin und kunstaffin.

Ihr war aufgefallen, dass in den Räumlichkeiten des Mädchen- und Frauenberatungszentrums noch Bilder fehlen. Auch in der einen oder anderen Notwohnung wäre noch Platz für ein Kunstwerk.

Berktold nahm daher Kontakt mit den Verantwortlichen des Kunstvereins „Team Art 04“ auf und konnte die Mitglieder für die besondere Ausstellung gewinnen. Auch Obfrau Andrea Schnederle-Wagner stellte ihre Werke auf der Straße aus. „Wir haben derzeit 24 Mitglieder, die sich regelmäßig treffen“, schilderte Schnederle-Wagner. Gemeinsame Ausstellungen gehören ebenfalls zum Vereinsleben.

Ausstellung auch für Team Art 04 besonders
Die Straßenausstellung war jedoch auch für das „Team Art 04“ etwas Besonderes. Neben den ausgestellten Werken gelang es Berktold, zahlreiche Kinder und Jugendliche zum Mitmachen zu bewegen. Sie erschufen auf der Kaiserstraße mit Kreide ihre eigenen Kunstwerke. Künstlerin Helga Schiegl wiederum motivierte viele Besucher, sich auf einem gemeinsamen Mitmachbild zu verewigen.

Am Ende des Abends konnte die Obfrau des Mädchen- und Frauenberatungszentrums, Renate Magerle, neun Bilder entgegennehmen. Für Magerle hatte das Projekt noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Es sei oft schwierig, eine positive Resonanz zu erzielen, da viele Menschen davor zurückschreckten, mit einem Mädchen- und Frauenberatungszentrum in Verbindung gebracht zu werden. Man wolle schließlich nicht den Eindruck erwecken, möglicherweise selbst die Unterstützung einer solchen Einrichtung zu benötigen.

Veranstaltungen wie diese seien daher sehr hilfreich, um das MuFBZ bekannter zu machen, Berührungsängste abzubauen und die Bedeutung seiner Arbeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

VerniassageMuFBZ1

Künstlerin Helga Schiegl und Organisatorin Maria Berktold (v.l.) mit dem Mitmachbild, an dem viele Passanten mitarbeiteten.

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