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Kitzbüheler Anzeiger
VernissageJakobskreuz

Andrea Sommer (Bergbahnen Buchensteinwand), Künstlerin Rosemarie Hoffheinz und Laudator Wolfgang Schwaiger (v.l.).

Faszinierender Blick durch die Kamera

Die Fieberbrunner Fotografin Rosemarie Hoffheinz zeigt derzeit die ein- und ausdrucksvolle Werkschau „Im Auge des Betrachters“ im Jakobskreuz. „Fotografieren bedeutet den Kopf, das Auge und das Herz auf eine gemeinsame Visierlinie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.“, zitierte Laudator Wolfgang Schwaiger den französischen Fotograf Henry Cartier-Bresson, einen der großen Meister des 20. Jahrhunderts bei der Vernissage.

Und in diese verzaubernde Art zu leben entführt Rosemarie Hoffheinz die Besucher. Die an der Mittelschule Fieberbrunn lehrende Künstlerin lenkt den Blick durch ihre Fotos auf ganz besondere Momente aus Tierwelt, Natur und direkt in die Augen der Menschen, in der Form von Irisfotografie.

Der Zauber liegt im Detail
Berührende Aufnahmen fokussieren auf oft übersehene Details, nicht wahrgenommene Schönheiten, den Zauber im Kleinen und Feinen. „Ich war immer schon viel in der freien Natur und wollte die schönen Momente festhalten. Für mich ist das Fotografieren ein Wechsel zum Alltag. Man hat Zeit für sich und seine Gedanken, für die Landschaft, die Tiere, die Natur. Man lernt sehr viel, nicht nur über die Tiere und ihr Verhalten. Man geht als Fotograf in Camouflage zuerst mal davon aus, dass man von den Tieren nicht gesehen wird. Aber ich möchte teilweise nicht wissen, was sie sich denken. Wer da wen beobachtet, das sei dahingestellt“, schmunzelte Hoffheinz. Wolfgang Schwaiger erzählt: „Rosemarie geht in die Natur und wartet. Warten, eine Begabung, die nur wenige Menschen haben. Sie wartet Stunden, manchmal Tage auf – und das klingt wie ein Paradoxon – eine Hundertstel-Sekunde. Auf das perfekte Bild. Es geht um Frieden, Freiheit und Natur.“ Das Resultat dieser „Art zu leben“ ist eine nachhallende Ausstellung, die noch bis Ende September in äußerst stimmigem Rahmen des Jakobskreuzes zu bestaunen ist.

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