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Kitzbüheler Anzeiger
Welttag 2026
Großer Andrang bei der Stadtführung von Angelika Zechner-Rothwangl in Kitzbühel.

Kitzbüheler Wirtshäuser als Zeitzeugen

Geschichte erleben, wo sie geschrieben wurde: Anlässlich des internationalen Welttages der Fremdenführer lud Fremdenführerin Angelika Zechner-Rothwangl zu einer besonderen Stadtführung unter dem Titel „Kitzbühel und seine historischen Gaststätten“. Zahlreiche Einheimische und Gäste nutzten die Gelegenheit, ihre Stadt aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.

Vom Luggei-Schluf zum Eggerkeller
Vom Treffpunkt beim Stadtbrunnen in der Hinterstadt aus führte der Rundgang durch die historische Altstadt, zum Grandhotel bis zum Eggerwirtskeller. Im Mittelpunkt standen traditionsreiche Gasthäuser, wie Hinterbräu, Tiefenbrunner, Straßhofer, Seidlwirt, aber auch Praxmaier, Planerstüberl, etc. die über Jahrhunderte hinweg wichtige soziale Treffpunkte waren. Händler, Reisende und später auch Wintersportgäste prägten hier das Leben der Stadt maßgeblich mit.
Auch die neu geplanten Projekte, wie Tenne mit bürgerlichem Gasthof im bisherigen Centro und „Sparkassen-Wirtshaus“ wurden kurz gestreift.

Kracherlproduktion im Eggerkeller
Mit historischen Fakten, regionalen Geschichten und humorvollen Anekdoten vermittelte Zechner-Rothwangl unter interaktiver Mithilfe so mancher Einheimischer anschaulich, wie eng die Entwicklung Kitzbühels mit seiner Wirtshauskultur verbunden ist. Für viele war neu, dass der „Luggei-Schluf“ der frühere Zugang zum Rotlichtviertel war, oder im Eggerkeller „Kracherl“ erzeugt wurden, wo die Lausbuben vom jetzigen Kaskeller her einen Zugang fanden.

Auch der Spruch vom alten Planer wurde wieder rezitiert „Das Haus ist alt, die Stiege steil- verzeih‘ dem, der’s gemacht. Freu Dich, dass Du noch klettern kannst, ER ruht in Grabesnacht“. Dabei wurde deutlich, dass viele Gebäude weit mehr erzählen, als ihre Fassaden vermuten lassen. Der Welttag der Fremdenführer wird jährlich veranstaltet, um auf die Bedeutung professioneller Kulturvermittlung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig werden freiwillige Spenden für soziale Projekte gesammelt.

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