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Kitzbüheler Anzeiger
ÖFB Cup Kitzbühel Lustenau

Im Cup präsentierte sich Kitzbühel gegen Lustenau stark.

Kitzbühel im ÖFB Cup souverän eine Runde weiter

Der FC Kitzbühel hat seine Hausaufgaben zum Pflichtspielauftakt erledigt. In der ersten Runde des ÖFB-Cups feierten die Gamsstädter beim Ligakonkurrenten FC Lustenau einen souveränen 4:1-Auswärtssieg und ließen dabei über weite Strecken keinen Zweifel daran, wer an diesem Abend das Sagen hatte. Lediglich die Schlussphase trübte den ansonsten starken Auftritt der Tiroler etwas.

Zu Beginn begegneten sich beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. Viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab, klare Torchancen waren zunächst Mangelware. Doch Kitzbühel brauchte nur eine kleine Lücke, um eiskalt zuzuschlagen. In der 19. Minute brachte Stefan Lauf die Gäste mit dem ersten gefährlichen Abschluss des Spiels mit 1:0 in Führung.

ÖFB Cup Kitzbühel Lustenau

Mit vollem Elan ging es zur Sache.

Gelb-Rot vor dem Pausenpfiff
Der Treffer gab den Tirolern Rückenwind. Kitzbühel übernahm zunehmend die Kontrolle und setzte die Vorarlberger immer stärker unter Druck. In der 38. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul im Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Luka Redek verwandelte souverän zum 2:0.

Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hektisch. Nach einem Foul unmittelbar vor dem Strafraum diskutierte ein Lustenauer Verteidiger lautstark mit dem Schiedsrichter und sah innerhalb weniger Augenblicke Gelb-Rot. Den fälligen Freistoß ließ sich Deniss Stradins nicht entgehen und stellte noch vor dem Halbzeitpfiff auf 3:0.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kitzbühel die klar spielbestimmende Mannschaft. Lustenau fand in Unterzahl kaum Mittel, während die Tiroler weiterhin den Ton angaben. In der 61. Minute machte Deniss Stradins mit seinem zweiten Treffer des Abends endgültig alles klar und erhöhte auf 4:0.

„Der Sieg war hochverdient. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, die wir noch besser nutzen müssen.“

Michael Baur,
Trainer FC Kitzbühel

Turbulente Schlussviertelstunde
Erst in der Schlussviertelstunde ließ die Konzentration bei den Tirolern etwas nach. Die Vorarlberger nutzten eine Unachtsamkeit und kamen in der 79. Minute noch zum Ehrentreffer. Mehr als Ergebniskosmetik war das allerdings nicht, der verdiente Einzug des FC Kitzbühel in die zweite Runde des ÖFB-Cups geriet dadurch nie mehr in Gefahr.

Trainer Michael Baur zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, fand aber dennoch Verbesserungspotenzial: „Der Sieg war hochverdient. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt und hätten sie teilweise noch konsequenter nutzen können.“

Weniger begeistert war der Coach von der Schlussphase: „Die letzten 30 Minuten haben mir nicht mehr so gefallen. Wir haben gegen einen Gegner, der praktisch schon geschlagen war und zudem einen Mann weniger hatte, die Ordnung verloren und ihn dadurch noch zu einem Tor kommen lassen. Da müssen wir konsequenter bleiben.“

Besonders im ÖFB-Cup erwartet der Trainer von seiner Mannschaft, dass sie bis zur letzten Minute konzentriert auftritt.

Hausaufgaben bis zum nächsten Match
„Man spielt nicht so oft im ÖFB-Cup. Gerade deshalb sollten die Jungen aufzeigen. Das haben wir in den letzten 30 Minuten nicht mehr so getan, wie ich mir das vorstelle.“

Mit Blick auf den bevorstehenden Ligaauftakt, ebenfalls gegen den FC Lustenau, richtete der Trainer den Fokus bereits auf die Defensive. „Über 90 Minuten dürfen wir die Konzentration nicht verlieren, auch nicht gegen einen Gegner in Unterzahl oder bei einer klaren Führung. Das sind genau die Hausaufgaben, die wir machen müssen. Nächste Woche wird es wieder ein anderes Spiel. Lustenau wird sich etwas überlegen und darauf müssen wir vorbereitet sein.“

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