
Die Streif stand wieder einmal Kopf
Hunderte Stirnlampen sammelten sich bei Dunkelheit am Fuße der Streif und tauchten den Zielhang in ein geheimnisvolles Licht. Die 15. Auflage des Vertical Up in Kitzbühel wurde auch im Jubiläumsjahr zu einem Abend voller Emotionen, sportlicher Höchstleistungen und besonderer Geschichten. Insgesamt 1037 Athleten aus 24 Nationen waren für das Rennen gemeldet, bereits seit Mitte Dezember war die Veranstaltung restlos ausverkauft.
Mit dem Startschuss setzte sich ein leuchtendes Band den Hahnenkamm hinauf in Bewegung. Die Mausefalle wurde einmal mehr zur Schlüsselstelle des Rennens und forderte den Teilnehmern alles ab. Eisiger Untergrund und extreme Steigung machten die Streif auch heuer zur ultimativen Herausforderung und verlangten taktisches Geschick.
Im Speedbewerb der Herren entwickelte sich ein packender Dreikampf zwischen Christof Hochenwarter, Martin Anthamatten und Anton Palzer.

Anton Palzer mit Drama in der Mausefalle
Am Ende setzte sich Christof Hochenwarter in 31:14,7 Minuten durch und sicherte sich den Jubiläumssieg. Martin Anthamatten blieb ihm mit nur 10,9 Sekunden Rückstand dicht auf den Fersen. Für einen dramatischen Moment sorgte Anton Palzer, der an der Mausefalle seine Schuhsohle verlor und im entscheidenden Abschnitt nicht mehr eingreifen konnte. Er belegte schlussendlich Rang drei.
Streckenrekordhalter Christian Hoffmann, der weiterhin die Bestzeit von 30:29,1 Minuten aus dem Jahr 2016 hält, wurde Vierter.
Bei den Damen zeigte Victoria Kreuzer erneut ihre außergewöhnliche Klasse und bewies einmal mehr ihre Konstanz und Erfahrung auf der extremen Strecke. Die VUP-Rekordhalterin gewann in 39:04,2 Minuten und feierte damit ihren fünften Sieg auf der Streif. Mit einem Vorsprung von 2:37,96 Minuten auf Evi Gudelius setzte sie sich deutlich durch. Clara Carste komplettierte das Podium.
Fohringer zum dritten Mal Hogmoar-Siegerin
Auch die regionalen Wertungen sorgten für Begeisterung. Die Hogmoar-Wertung sicherte sich Florian Türk aus Hopfgarten, Hogmoarin wurde Eva Fohringer. Nach ihrem dritten Sieg in Folge hat sich die Hopfgartnerin ihren eigenen, persönlichen Hogmoar-Ranzen gesichert.
In der Rucksackklasse gewinnt nicht die schnellste Zeit, sondern jener Teilnehmer, der der Mittelzeit aller Finisher am nächsten kommt. Diese lag heuer bei 1:26:30 Stunden. Conny Mayr erreichte das Ziel in 1:26:25,0 Stunden und kam damit bis auf fünf Sekunden an die Durchschnittszeit heran.

Für zusätzliche Stimmung sorgte die Best Dressed Wertung. Das Team „Bulliriders“ triumphierte im spektakulären VW Bus Kostüm vor Elvis Presley aka Hans-Peter Meyer und den Wilden Hunden.
Alois Hölzl, Hans-Peter Meyer, Petra Lauscher, Martin Lechner, Michael Pendl und Günter Spögler standen bisher bei allen 15 Austragungen am Start und sind damit fixer Bestandteil der Vertical Up Geschichte.
Das größte Team stellte auch heuer wieder Bergsport Überall, das sein Preisgeld traditionell einem guten Zweck widmet.
Die Ergebnisse in der Speedklasse
Herren: 1. Christof Hochenwarter (31:14,7), 2. Martin Anthamatten (31:25,6), 3. Anton Palzer (32:00,8), 4. Christian Hoffmann (32:20,1), 5. Luka Kovacic (33:00,9), 6. Florian Türk (34:10,0);
Damen: 1. Victoria Kreuzer (39:04,2), 2. Evi Gudelius (41:42,2), 3. Clara Carste (42:47,2), 4. Eva Fohringer (46:22,9). 5. Verena Ritzer (46:28,5), 6. Sabrina Pabst (46:47,8);
Hogmoar: 1. Florian Türk (34:10,0), 2. Georg Wartlsteiner (34:47,5), 3. Florian Nothdurfter (37:23,5);
Hogmoarin: 1. Eva Fohringer (46:22,9), 2. Lisa Petmecky (55:20,1), 3. Eva Chalupa (57:15,3).











