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Kitzbüheler Anzeiger
Fußball Regionalliga St. Johann vs Dornbirn

Bitteres 0:1 im Koasastadion

Eine starke erste Hälfte, eine stabile Defensive und eine kämpferische Schlussoffensive, am Ende fehlte dem SK St. Johann gegen den FC Dornbirn 1913 nur eines: das Tor. Vor heimischer Kulisse im Koasastadion mussten sich die St. Johanner am Samstag knapp mit 0:1 geschlagen geben. Von Beginn an zeigte St. Johann, dass man auch in der neuen Liga angekommen ist. Besonders defensiv präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Norbert Frey konzentriert und ließ in der gesamten ersten Hälfte kaum etwas zu. „Wir haben das zweite Spiel in Folge gut absolviert. Wir waren stabil, haben in der Deckung gut gearbeitet und in der ersten Hälfte gar nichts zugelassen“, zeigte sich Frey mit weiten Teilen der Leistung zufrieden.

Dreifachwechsel und dann der Rückschlag
In der 70. Minute reagierte St. Johann mit einem Dreifachwechsel und wollte für die Schlussphase noch einmal neue Kräfte bringen. Doch nur drei Minuten später folgte der bittere Rückschlag: Dornbirn erzielte in der 73. Minute das 0:1. Eine der wenigen Möglichkeiten der Gäste und genau darin lag an diesem Nachmittag der Unterschied.

Fußball Regionalliga St. Johann vs Dornbirn

St. Johann gab jedoch nicht auf.
Statt nach dem Gegentreffer auseinanderzufallen, warfen die Hausherren noch einmal alles nach vorne und drängten auf den Ausgleich. „Ein großes Kompliment an die Mannschaft, dass wir nicht das 0:2 bekommen haben, sondern drauf und dran waren, den Ausgleich zu machen“, betonte Frey. „Den hätten wir uns aufgrund des Spielverlaufs auch verdient.“ Die Möglichkeiten waren da, der entscheidende Treffer wollte allerdings nicht fallen. „Wir haben die eine oder andere gute Chance gehabt, aber den Lucky Punch nicht gemacht. Deswegen haben wir unverdient 0:1 verloren.“

Dass nach dem Aufstieg in die dritte Liga nicht alles so weitergehen kann wie zuvor, stellt der St.-Johann Trainer unmissverständlich klar. „Wer hier denkt, wir steigen in die dritte Liga auf und es geht alles so weiter wie gehabt, der hat von Fußball keine Ahnung. Das muss man so deutlich sagen“, so Frey.

„Ein großes Kompliment an die Mannschaft, dass wir nicht das 0:2 bekommen haben, sondern drauf und dran waren, den Ausgleich zu machen“, betonte Frey. „Den hätten wir uns aufgrund des Spielverlaufs auch verdient.“
Norbert Frey, Trainer St. Johann

Gerade in engen Spielen werde die Chancenverwertung noch wichtiger. Während sich St. Johann in der vergangenen Saison noch einige vergebene Möglichkeiten erlauben konnte, werden Fehler eine Liga höher schneller bestraft. „Wenn du so enge Spiele hast wie heute, dann solltest du aus zwei Chancen ein Tor machen, um in so einem Spiel zu punkten. Das wäre heute absolut verdient gewesen“, erklärt der Trainer.

Von Anpassungsschwierigkeiten an die neue Liga will Frey dennoch nichts wissen. „Wenn man die zwei Spiele gesehen hat, dann sind wir in der Liga angekommen. Die Mannschaft hat das gut gemacht und performt. Leider konnten wir uns heute mit dem Ausgleich nicht belohnen.“
Lange Zeit, der knappen Niederlage nachzutrauern, bleibt ohnehin nicht. Schon am Dienstag wartet die nächste Aufgabe im Cup. Frey richtet den Blick deshalb sofort nach vorne: „Der Fokus liegt auf Dienstag und dem Cup. Da wollen wir natürlich erfolgreich sein.“

So blieb St. Johann gegen Dornbirn zwar ohne Punkte die Leistung zeigte aber, dass der Aufsteiger in der neuen Liga keineswegs nur angekommen ist, sondern auch gegen starke Gegner auf Augenhöhe mithalten kann.

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Fußball Regionalliga West St. Johann vs Imst

St. Johann nimmt Punkt aus Imst mit

Nach dem FC Kitzbühel wollte auch der SK St. Johann beim Auswärtsspiel in Imst etwas Zählbares mitnehmen. Während die Kitzbüheler wenige Tage zuvor einen 3:2-Erfolg feiern konnten, endete die Partie zwischen Imst und St. Johann am Samstag torlos. Mit dem 0:0 und einem Punkt im Gepäck ging es für die Mannschaft von Trainer Norbert Frey zurück nach Hause. Nach dem Spiel überwog allerdings das Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar mehr möglich gewesen wäre.
Frey hatte den kommenden Gegner erst wenige Tage zuvor selbst unter die Lupe genommen. Beim Mittwochsspiel gegen Kitzbühel machte sich der St.Johann Trainer ein Bild von den Imstern und wusste dementsprechend, welche schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen würde.
„Ich habe unseren Gegner am Mittwoch gegen Kitzbühel gesehen. Nach dem, was ich da gesehen habe, wäre ich vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen“, erklärte Frey.
Nach den 95 Minuten fiel seine Einschätzung allerdings etwas anders aus. Denn St. Johann versteckte sich keineswegs und hatte vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten.
Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an konzentriert und setzten den Matchplan ihres Trainers gut um. Vor allem in den ersten 45 Minuten hätte sich St. Johann für den gelungenen Auftritt belohnen können. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden jedoch nicht konsequent genug zu Ende gespielt.
„Wir waren diejenigen, die in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen hätten können“, bilanzierte Frey. Genau diese fehlende Konsequenz sollte am Ende den Unterschied zwischen einem Punkt und einem möglichen Auswärtssieg ausmachen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Johann gut in der Partie und hielt gegen die Imster dagegen. Ein Treffer wollte an diesem Nachmittag allerdings auf beiden Seiten nicht fallen. Nach 95 Minuten stand somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Für Frey war seine Mannschaft dabei keineswegs nur nach Imst gekommen, um defensiv dagegenzuhalten und irgendwie einen Punkt mitzunehmen. „Wir haben uns nicht bloß teuer verkauft“, betonte der Trainer. Vielmehr habe sein Team gezeigt, dass es auch auswärts gegen einen starken Gegner selbst Akzente setzen kann.
„Wenn man sich die 95 Minuten anschaut, dann haben wir es gut gemacht. Wenn wir unsere Möglichkeiten noch ein bisschen konsequenter und konzentrierter abgeschlossen hätten, hätten wir mit einem Sieg nach Hause fahren können oder sogar müssen“, so Frey.
Schwierige Trainingswoche gut weggesteckt
Umso höher ist die Leistung auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die Partie einzuschätzen. Die Trainingswoche verlief für St. Johann alles andere als optimal. Nach dem vorherigen Auswärtsspiel waren mehrere Spieler angeschlagen, lange war nicht klar, wer für die Begegnung in Imst tatsächlich zur Verfügung stehen würde.
Das Trainerteam war dadurch gezwungen, die Mannschaft teilweise umzubauen. Auf dem Platz war davon jedoch nur wenig zu erkennen.
„Wir hatten vom letzten Auswärtsspiel einige Verletzte, bei denen nicht klar war, ob sie spielen können oder nicht. Deshalb mussten wir ein bisschen umbauen“, erklärte Frey. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Kompliment an die Mannschaft. Sie hat genau das umgesetzt, was wir ausgemacht haben.“
Nur das „i-Tüpfelchen“ fehlte
Dass am Ende kein Sieg heraussprang, war für den Trainer der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Auftritts. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, indem es am Ende ein Sieg gewesen wäre“, fasste Frey zusammen.
Aus seiner Sicht konnten die Gastgeber mit der Punkteteilung letztlich sogar besser leben: „Imst kann glücklich sein, dass sie zumindest einen Punkt behalten haben.“
So fährt St. Johann zwar „nur“ mit einem Zähler nach Hause, kann aus der torlosen Partie aber einiges Positives mitnehmen. Trotz schwieriger Voraussetzungen präsentierte sich die Mannschaft geschlossen, setzte die taktischen Vorgaben um und erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Einzig die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte und damit auch die Belohnung in Form von drei Punkten.

Fußball Regionalliga West Kitzbühel vs Imst

Englische Woche fordert Kitzbühel

Intensive Tage liegen hinter dem FC Kitzbühel. Aufgrund des ÖFB-Cup-Auftritts wartete auf die Mannschaft von Trainer Michael Baur eine englische Woche mit drei anspruchsvollen Partien innerhalb von nur sieben Tagen. Nach dem Cupspiel gegen den GAK folgte am Mittwoch das Duell mit dem favorisierten SC Imst, ehe am Sonntag der VfB Hohenems in Kitzbühel gastierte. Während gegen Imst ein umkämpfter 3:2-Erfolg gelang, mussten sich die Kitzbüheler zum Abschluss der intensiven Woche Hohenems mit 1:2 geschlagen geben.
Kitzbühel dreht Partie gegen Imst
Das Mittwochsspiel gegen Imst begann zunächst eher ruhig. Beide Mannschaften agierten kontrolliert, große Höhepunkte blieben in den ersten 45 Minuten weitgehend aus. Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Pause hindeutete, bekamen die Gäste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen. Imst nutzte die Gelegenheit und ging mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer dann ein völlig anderes Spiel zu sehen. Die Intensität nahm deutlich zu, die Zweikämpfe wurden härter und Kitzbühel zeigte sich wesentlich aggressiver.
Der erhöhte Einsatz sollte sich auszahlen. In der 60. Minute war Benedikt Huber zur Stelle und erzielte den 1:1-Ausgleich. Kitzbühel hatte nun endgültig in die Partie gefunden und legte nach Vitali Borsuk brachte die Hausherren mit 2:1 in Führung und drehte damit innerhalb kurzer Zeit das Spiel.
Imst fand allerdings noch einmal eine Antwort und stellte wenig später auf 2:2. Doch Kitzbühel wollte sich an diesem Abend nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Erneut war es Benedikt Huber, der mit seinem zweiten Treffer den entscheidenden Akzent setzte. Mit dem Tor zum 3:2 avancierte er zum Matchwinner und fixierte drei wichtige Punkte für die Kitzbüheler.
Unschöne Szene sorgt für Diskussionen
Überschattet wurde die intensive Partie von einer unschönen Szene nach einem Pressball. Ein Imster Spieler wertete die Aktion als Foul, sprang anschließend auf und ging auf Raul Baur los. Im Nachgang erhob er den Vorwurf, zuvor rassistisch beleidigt worden zu sein. Nach Angaben konnten weder der Schiedsrichter noch unmittelbar umstehende Spieler eine solche Äußerung bestätigen.
Der FC Kitzbühel weist den Vorwurf zurück und distanziert sich zugleich klar von rassistischen Äußerungen und jeder Form von Diskriminierung. Unabhängig von der sportlichen Rivalität sollen derartige Vorfälle sachlich aufgearbeitet werden.
Sportlich blieb für Kitzbühel ein wichtiger 3:2-Erfolg gegen einen favorisierten Gegner und vor allem eine starke Reaktion nach dem Pausenrückstand.
Gegen Hohenems gehen die Kräfte aus
Viel Zeit zur Regeneration blieb allerdings nicht. Bereits am Sonntag wartete mit dem VfB Hohenems die nächste schwierige Aufgabe. Diesmal gelang es Kitzbühel nicht, die Partie auf seine Seite zu ziehen. Die Gäste setzten sich mit 2:1 durch und nahmen die drei Punkte mit nach Vorarlberg.
Trainer Michael Baur verwies nach dem Spiel auch auf die hohe Belastung der vergangenen Tage. „Das war innerhalb von sieben Tagen das dritte richtig starke Match gegen Mannschaften, die richtig gut Fußball spielen“, erklärte der Kitzbühel-Coach.
Mit zunehmender Spieldauer habe man seiner Mannschaft die intensive Woche angemerkt. „Im Laufe des Spiels hat man gemerkt, dass die Kräfte langsam zu Ende gehen“, so Baur.
Anders als gegen Imst gelang es den Kitzbühelern diesmal auch offensiv nicht, genügend gefährliche Situationen zu kreieren. Hohenems kam zu den besseren Möglichkeiten und verdiente sich damit aus Sicht des Trainers den Erfolg. „Wir haben es vorne nicht geschafft, die Situationen zu generieren, um Tore zu schießen. Sie hatten mehr Chancen, deshalb geht der Sieg von Hohenems unter dem Strich in Ordnung.“
So endet eine kräftezehrende Woche für Kitzbühel mit unterschiedlichen Gefühlen: Auf der einen Seite steht der starke 3:2-Heimsieg gegen Imst, auf der anderen die 1:2-Niederlage gegen Hohenems. Nach drei intensiven Spielen innerhalb von sieben Tagen dürfte nun vor allem eines willkommen sein: etwas Zeit zur Regeneration.