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Kitzbüheler Anzeiger
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Ein Sturz auf einem Schneefeld endet meist mit schweren Verletzungen, so die Erfahrung der Bergretter.

Bergretter warnen vor Schneefeldern

Während im Tal bereits der Frühling blüht, herrscht auf den Bergen teils noch tiefster Winter. Die Bergrettung des Bezirkes Kitzbühel warnt daher vor dem klassischen Trugschluss zum Saisonstart: Angenehmes T-Shirt-Wetter beim Losgehen verleitet oft dazu, die Gefahren in den Kitzbüheler Alpen und im Wilden Kaiser zu unterschätzen. In schattigen Rinnen und im Gipfelbereich liegen nach wie vor massive Altschneefelder. Wanderwege sind dadurch oft komplett verdeckt und Gipfel mit normaler Sommerausrüstung schlichtweg nicht erreichbar.

Sneakers haben am Berg nichts verloren
„Es ist ein gefährlicher Irrtum, das warme Wetter aus dem Tal eins zu eins für den Berggipfel zu erwarten“, erklärt Bezirksleiter Stefan Kurz-Lindner, Besonders das Überqueren von Altschneefeldern wird im Spätfrühling zu einer nicht zu unterschätzenden Unfallursache. Wer unvorbereitet auf ein steiles Schneefeld gerät und dort ausrutscht, verliert sofort die Kontrolle – ein solcher Absturz endet meist mit schweren Verletzungen. Die Bergretter beobachten vor allem beim Schuhwerk ein akutes Defizit im Sicherheitsbewusstsein. Viele Wanderer unterschätzen die Glätte des Altschnees und sind mit leichten Trailschuhen oder sogar Sneakers unterwegs. Auf den Schneefeldern reicht die Reibung weicher Sohlen jedoch schon bei geringer Hangneigung nicht mehr aus.

Ohne festes Schuhwerk oder alpine Hilfsmittel (wie Grödel oder Eispickel) ist ein Fortkommen kaum sicher möglich und ein Sturz ist dann kaum noch zu bremsen. Die stellvertretende Bezirksleiterin Magdalena Winkler rät daher dringend zur Vorsicht: „Wir sehen leider immer wieder, wie schnell Menschen hier in Bergnot geraten. Umkehren ist in solchen Situationen kein Versagen, sondern zeugt von alpinem Verstand.“

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