
Auftakt nach Maß für St. Johann gegen Ebbs
Zum Auftakt der Frühjahrsrunde musste der SK St. Johann in Ebbs antreten – seit Jahren ein schwieriges Pflaster, auf dem die Hausherren nur selten Punkte liegen lassen. Entsprechend fokussiert gingen die Gäste in die Partie und erwischten einen starken Start.
Bereits in der 13. Minute schlug die bewährte Kombination zu: Maximilian Seeber setzte seinen Bruder Benedikt perfekt in Szene, der zur frühen Führung für St. Johann einschob. In der Folge blieb die Elf von Trainer Norbert Frey spielbestimmend, ließ jedoch mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt. Das rächte sich in der 34. Minute, als Ebbs mit dem 1:1-Ausgleich zurück in die Partie fand.

Duo Seeber-Seeber mit Doppelpack
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit klaren Vorteilen für die Gäste. Und erneut war es das Brüder-Duo Seeber, das den Unterschied ausmachte: Wieder bereitete Maximilian vor, wieder vollendete Benedikt – 2:1 für St. Johann in der 55. Minute.
In der Schlussphase warfen die Hausherren noch einmal alles nach vorne, doch die Defensive der St. Johanner hielt stand. „Mit einem Sieg zum Auftakt bei einem unbequemen Gegner sind wir natürlich zufrieden – genau das hatten wir uns vorgenommen“, bilanzierte Trainer Norbert Frey nach dem Spiel. Gleichzeitig betonte er: „Uns war bewusst, was uns hier erwartet. Deshalb muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen – wir haben den Kampf angenommen und zwei super Tore geschossen.“
Matchwinner Benedikt Seeber freute sich besonders über die Vorlagen seines Bruders: „Dass mir mein Bruder beide Tore aufgelegt hat, war natürlich die Draufgabe.“

Breiter Kader als Erfolgsgarant
Dass die Partie auch früher hätte entschieden werden können, sprach Frey offen an: „Die Jungs wollten das Tor machen – es schießt ja keiner absichtlich daneben, das passiert auch Profis. Aber natürlich wäre es geschickter, wenn wir unsere Chancen konsequenter nutzen würden.“
Die vergangenen Monate nutzten die St. Johanner intensiv zur Vorbereitung und testeten unter anderem gegen starke Gegner wie Kitzbühel, Schwaz, Wacker Innsbruck und Söll. „Wir haben in der Wintervorbereitung gut gearbeitet. Natürlich ist es immer schwierig, wenn – wie heute – drei Führungsspieler ausfallen. Umso wichtiger ist ein breiter Kader. Das hat man auch in der Vorbereitung gesehen: Selbst bei vielen Wechseln konnten wir gegen Wacker gut mithalten. Über die lange Saison hinweg ist ein ausgewogener Kader entscheidend“, so Frey.
Platz in Top drei als wichtigstes Ziel
Aktuell liegt St. Johann an der Tabellenspitze der Regionalliga Tirol. Um im kommenden Jahr in die neue Regionalliga West aufzusteigen, ist zumindest ein Platz unter den Top drei notwendig. Der Blick ist dennoch nach ganz oben gerichtet: „Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen, auch wenn immer einmal eine Niederlage passieren kann. Unser Ziel ist es, so lange wie möglich von der Tabellenspitze zu grüßen. Wir bereiten uns auf jeden Gegner bestmöglich vor und schauen von Spiel zu Spiel“, so Frey.
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