
Vor der Fotowand: Herbert und Andrea Pircher sowie Anton Margreiter, Bürgermeister René Schwaiger mit Teresa Lechner und Geschäftsführer Stefan Grafl.
80-Jahr-Jubiläum der Bergbahnen Westendorf
Die Bergbahnen Westendorf feierten kürzlich ihr 80-jähriges Bestehen: Am 8. August 1946 hatten 27 Gesellschafter das private Bergbahnunternehmen gegründet. Was in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren mit einer kühnen Vision begann, ist heute eine der großen Erfolgsgeschichten der Tiroler Seilbahnwirtschaft: Der erste Sessellift zur Alpenrosenhütte, 1948 als „größter Skilift Österreichs“ eröffnet, legte den Grundstein für ein Unternehmen, das seit 1985 als Teil der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental – eines der größten und beliebtesten zusammenhängenden Skigebiete der Welt – Gäste aus aller Welt begeistert.
Den emotionalen Höhepunkt setzte Geschäftsführer Stefan Grafl bereits bei der Begrüßung: In Händen hielt er die originale Gründungsurkunde, die sein Großvater vor 80 Jahren bei der Gründung gezeichnet hatte – und machte damit die Wurzeln der Bergbahn greifbar, die bis zum 8. August 1946 zurückreichen. „Diese Urkunde steht für den Mut und die Weitsicht der Gründergeneration – und dafür, dass diese Wurzeln bis heute tragen“, so Grafl. Wie tief die Bergbahn im Ort verwurzelt ist, zeigte sich auch bei der Organisation des Jubiläums: Rund 90 Prozent aller an der Ausrichtung der Feier beteiligten Firmen waren Westendorfer Betriebe – von der Technik bis zur Kulinarik blieb die Wertschöpfung im Ort.

Moderator Andreas Ortner mit den ehemaligen Bergbahnen-Geschäftsführern Robert Kleinlercher und Hansjörg Kogler.
Große Bühne für große Persönlichkeiten
Bei den Feierlichkeiten besonders herzlich begrüßt wurden die beiden ehemaligen Geschäftsführer Robert Kleinlercher und Hansjörg Kogler, die die Bergbahnen Westendorf über Jahrzehnte geprägt und mit Projekten wie der Alpenrosenbahn, dem Speichersee Kreuzjöchlsee, der Beschneiung und der Anbindung Richtung Kitzbühel entscheidende Weichen gestellt haben. Im Bühnengespräch ließen sie gemeinsam mit dem jetzigen GF Stefan Grafl die Unternehmensgeschichte Revue passieren – von der Materialknappheit der Gründerjahre bis zur modernen Seilbahntechnik der Gegenwart.
Heute zählen die Bergbahnen Westendorf zu den wichtigsten Arbeitgebern und zum wirtschaftlichen Motor der Region – im Winter als Einstieg in die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, im Sommer mit Bergerlebnissen wie dem Alpinolino. „80 Jahre Gipfelglück sind für uns kein Schlusspunkt, sondern Auftrag“, betonte Grafl. „Wir wollen den Weg unserer Gründergeneration weitergehen: mit Innovationskraft, mit Verantwortung für unseren Lebensraum – und als starker Teil der SkiWelt.“