
Ein Feuerwehrmann kletterte auf das Dach und konnte das Kalb sichern.
Kalb in Not: Feuerwehr rettet Tier vom Dach
Ein falscher Schritt hätte böse enden können: In Hopfgarten geriet am Samstag ein kleines Kalb auf das rutschige Blechdach eines Wohnhauses. Rund 20 Feuerwehrleute rückten aus, um den tierischen Ausreißer aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Ein hoher Abgrund auf der einen Seite, ein glattes, rutschiges Blechdach unter den Hufen – und mittendrin ein kleines Kalb, das nicht mehr wusste, wie es zurück auf sicheren Boden kommen sollte. Was zunächst wie ein Scherz klang, wurde für die Freiwillige Feuerwehr Hopfgarten im Brixental zu einem ungewöhnlichen und heiklen Rettungseinsatz.
„Kleines Kalb steht auf Dach“ lautete die Einsatzmeldung, die am späten Nachmittag bei den Florianijüngern einging. Vor Ort zeigte sich schnell: Die Meldung war tatsächlich ernst gemeint. Ein Kalb war von einer nahe gelegenen Weide ausgebüxt und über einen kleinen Absatz auf das Dach eines Wohnhauses geraten. Dort saß das junge Rind fest – und jeder unbedachte Schritt hätte gefährlich werden können.
Mit Seil und viel Fingerspitzengefühl
Rund 20 Mitglieder der Feuerwehr machten sich daran, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Mit einer Steckleiter und einem Seil arbeiteten sich die Einsatzkräfte vorsichtig zum Kalb vor. Dabei war nicht nur Geschick gefragt, sondern auch ein besonders behutsames Vorgehen, um das verängstigte Tier nicht zusätzlich zu gefährden.
„Es konnte sich noch mit den Hinterläufen abstützen“, schildert Feuerwehrkommandant Hannes Sandbichler die heikle Situation. Gemeinsam gelang es , das Kalb zu sichern und mithilfe eines Seils kontrolliert über das Blechdach zurück auf festen Boden zu bringen.
Glückliches Ende eines tierischen Einsatzes
Die Erleichterung dürfte bei allen Beteiligten groß gewesen sein: Das Tier überstand das ungewöhnliche Abenteuer unverletzt. Nach rund einer Stunde war der tierische Einsatz erfolgreich beendet – und das Kalb konnte wohlbehalten in seinen Stall zurückkehren.
Für die Feuerwehr Hopfgarten war es ein Einsatz der besonderen Art. Für Konrad hingegen dürfte vor allem eines gezählt haben: endlich wieder festen Boden unter den Hufen zu haben.