
Adler bleiben trotz starker Leistungen ohne Punkte
Nach dem spektakulären Comeback-Sieg gegen Meran wollten die Adler Kitzbühel auch beim Tabellennachbarn HC Asiago punkten. Die Mannschaft von Headcoach Patric Wener zeigte in beiden Begegnungen, dass sie mit den offensivstarken Italienern mithalten kann. Am Ende waren es jedoch vor allem die zahlreichen Strafzeiten, die den Kitzbühelern zum Verhängnis wurden.
Im ersten Aufeinandertreffen am Samstag erwischten die Adler einen guten Start. Jakob Engelhart brachte die Gäste in Führung, doch Asiago gelang wenig später der Ausgleich durch Lorenzo Ferretti. Kurz vor Ende des zweiten Drittels sorgte Rückkehrer Jacob Grönhagen für Jubel auf der Kitzbüheler Bank. Der Schwede, der nach seiner Schulterverletzung erstmals wieder zum Einsatz kam, fälschte einen Schuss von Matic Podlipnik unhaltbar zum 2:1 ab.
Im Schlussdrittel drehten die Hausherren jedoch die Partie. Ryan Valentini und Ethan Szypula brachten Asiago mit 3:2 in Führung. Als Michele Marchetti in der 57. Minute in Überzahl auf 4:2 erhöhte, schien die Partie entschieden. Zwar verkürzte Podlipnik wenig später noch auf 3:4, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen.
„Das Spiel war sehr eng und deshalb machten die Kleinigkeiten den Unterschied. Ich denke da an die Chancenverwertung, aber auch an die Strafen. Wenn man so viel in Unterzahl spielt, knallt es irgendwann“, analysierte Engelhart nach der Partie.
Erneute Aufholjagd bleibt unbelohnt
Auch im zweiten Duell am Sonntag mussten die Adler einem Rückstand hinterherlaufen. Nach Treffern von Michele Marchetti und Ethan Szypula lag Asiago bereits nach neun Minuten mit 2:0 voran. Doch die Kitzbüheler bewiesen einmal mehr ihre Comebackqualitäten. Raffael Aigner verkürzte kurz vor der ersten Drittelpause auf 1:2, ehe Routinier Alexander Höller in der 33. Minute nach schöner Vorarbeit von Podlipnik den verdienten Ausgleich erzielte.
In der Folge waren die Adler über weite Strecken die aktivere Mannschaft und hatten durchaus Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen. Doch erneut machten die Strafzeiten einen Strich durch die Rechnung. In der 56. Minute traf Szypula im Powerplay zum 3:2 für Asiago. Die Kitzbüheler warfen noch einmal alles nach vorne, kassierten in der Schlussminute aber einen Empty-Net-Treffer zum 2:4-Endstand.
„Wir sind eine Mannschaft mit Charakter, geben nie auf und sind auch heute wieder zurückgekommen. Das ist eine Stärke von uns“, erklärte Aigner. Gleichzeitig ärgerte sich der 21-Jährige über die vergebenen Chancen: „Leider sind es dieses Wochenende keine Punkte geworden, obwohl wir uns sicher drei verdient hätten.“