
Kiki Miroslava Svolikova setzte bei ihrem Auftritt startke Akzente.
Sonnenfinsternis – eine schräge Aufführung im Maurachhof
Bei Kunstbühel+ zeigte sich einmal mehr, wie vielseitig Kunst im Maurachhof gedacht werden kann. Kiki Miroslava Svolikova und Siegfried Zaworka gestalteten einen Abend, der sich bewusst jeder eindeutigen Einordnung entzog.
Zwischen Lametta, Lyrik und Klang
Kiki Miroslava Svolikova, Künstlerin, Autorin und Musikerin, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien unter anderem bei Gunter Damisch und stellte damit auch eine direkte Verbindung zur aktuellen Sommerausstellung „Das Damische Aderl“ her.
Im mit Lametta verzierten Reifenkleid, auf dem Thron oder am Boden sitzend, umgeben von Luftballons und einer bunten Lichterkette, setzte die Künstlerin auch visuell starke Akzente. Ihre Performance verband Literatur, Musik und Bewegung und spiegelte jene Mischung aus Sprachwitz, Absurdität und spielerischer Überzeichnung wider, die ihre künstlerische Arbeit prägt. Zwischen gesprochenen und gesungenen Texten, elektronischen Klängen und tänzerischen Passagen entstand ein bewusst schräger, zugleich aber fein komponierter Auftritt. Das Publikum folgte gebannt dem ungewöhnlichen Geschehen und dankte mit großem Applaus.

Siegfried Zaworka mit Gitarre und Schlagzeug.
Anschließend verlagerte sich das Geschehen unters Dach des Gebäudes.
Konzert vorm Wilden Kaiser
Dort sorgte Siegfried Zaworka mit Gitarre und Schlagzeug vor der Kulisse des Wilden Kaisers für eine besondere Stimmung. Der eigentlich als Maler und bildender Künstler tätige Zaworka kam über die Freundschaft mit Matthias Bernhard zu Kunstbühel+ und fügte sich mit seinem eigenwilligen musikalischen Auftritt bestens in den Abend ein.
Das Publikum ließ sich gerne auf die ungewöhnlichen Darbietungen ein.